Posts Tagged ‘Frage’

Offshore-Firma

12. 4. 2016

Ist doch ziemlich kompliziert, so weit weg vom Land. Und wer ist überhaupt Kunde? Die Menschen, die auf Offshore-Bohrinseln sitzen? Und wer noch?

Heimat

31. 3. 2016

Was ist Heimat?
Der Wohnort? Der Geburtsort?
Die Familie?
Die Sprache?
Die Kultur? Wenn ja, was? Literatur? Musik, ernste oder populäre? Anderes?

Was ist Heimat?

Zeiten ändern sich?

22. 5. 2015

Wieso sagen wir, es änderten sich Zeiten, wo es immer um Menschen geht, die sich ändern?

unerledigtes 3

5. 3. 2015

die witwe war sich sicher, er habe seinen selbstmord im krankenhaus am sonntag gemacht.
die offizielle urkunde nannte den montag.
wie kam das?

Eine Mitte, kein Rand und vielfache Sehnsucht 7

19. 12. 2014

Nach dem intensiven Einstieg in die Sehnsüchte folgte noch eine Arbeitseinheit zu einzelnen Fragen des Fragebogens aus dem Projekt „Kirche aufmachen“.
(Auf der Seite oben rechts auf „Du kannst aufmachen“ klicken, dann auf die downloads, dort ist dann der Fragebogen verlinkt, als pdf und word.)

Jede/r hatte die Möglichkeit, zu zwei Fragen zu arbeiten.

Ich erzähle von „meinen“ beiden Fragen:

1. Welche Grenzen und Kennzeichen sind nötig, damit die Kirche als Kirche Jesu Christi erkennbar bleibt?
–> Diese Frage könnte auch so formuliert werden:
Was unterscheidet Christen von anderen Menschen, und eine Kirche von anderen sozialen Gruppen? Oder:
Woran erkennt man, dass jemand Christ ist?
An bestimmten Verhaltensweisen? Weil er/sie sonntags zur Kirche geht? An Ehrlichkeit in Geschäften? An einem gesunden Familienleben? Daran, dass er/sie vor der Ehe keinen Sex hat? Am regelmäßigen Bibellesen?
Oder an bestimmten Haltungen, die sein/ihr Leben bestimmen? Daran, dass man andere ohne Vorbedingungen liebt? Daran, dass man Feinden vergibt?
Oder an bestimmten Glaubensüberzeugungen, wie der Jungfrauengeburt oder der leiblichen Auferstehung Christi?

Gar nicht so einfach. wir kamen immer zu der Abgrenzungen zu anderen Konfessionen. Nein, das gemeinsam Christliche. Letztlich ist das wohl der Glaube an Jesus Christus.

Vielen Möglichkeiten aus anderen Kulturen konnten wir nichts abgewinnen. Schön, dass sie einmal aufgelistet werden, denn sie machen deutlich: Wir mit unseren liberalen Standards sind nur ein Teil der weltweiten Christenheit. Wenn schon ein ethisches Thema, dann am ehesten Vergebung als ein deutliches Merkmal des christlichen Glaubens.

2. Kennen Sie den (geistlichen) Hunger/ die Sehnsucht der Menschen in Ihrer Umgebung? Und den (geistlichen) Hunger/ die Sehnsucht der Jugendlichen in Ihrer Kirche? Wonach hungern diese Menschen?

Und wie können wir den Hunger, die Sehnsucht entdecken? Offene Augen und Ohren: Zeitschriftenkioske, Gespräche mit den Mitmenschen, vom Hausarzt bis zur Friseurin. Und wie sorgen wir für unsere eigene Sehnsucht? Haben wir einen „Spirituellen Meister“, eine geistliche Mentorin?

Interessante fragen. Ideen für Gottesdienste mit Künstlern und anderen Geistgetriebenen…

Was nehme ich mit? Was möchte ich davon mitteilen?

Das war die Schlussfrage. Ich habe sie zunächst für mich auf Papier beantwortet. Und ich bin froh, den Blog siebenfach dazu genutzt zu haben. Es tut sich was…

Wir wurden ins Leben geliebt,
also lasst uns das Leben lieben.
Diese Welt braucht dringend Hoffnung,
mögen wir selbst Hoffnung sein.
Lasst uns einander zu Taten der Freiheit
und der Güte beschenken.
Möge Frieden von uns ausgehen
und Mut unser Vorbild sein.
Wir leben in Beziehung:
In Beziehung zu uns selbst,
In Beziehung zu unseren Mitmenschen,
In Beziehung zu dieser Welt und zur Anderswelt.
Lasst uns die Beziehungen achten,
damit wir würdigen, was uns Würde verleiht.

 

11 Fragen und die Antworten

4. 3. 2014

Für die Nominierung zu irgendeinem Award soll ich ein paar Fragen beantworten, selber welche stellen und weiterreichen. So lauten die Regeln:

1. Verlinkt die Person, die Euch nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die die Person Euch gestellt hat.
3. Sucht Euch 11 Blogger, die unter 200 Follower haben und nominiert sie.
4. Überlegt Euch selbst 11 Fragen für Eure 11 Nominierten.

Das erste und zweite mach ich jetzt – ausnahmsweise. Den Rest schenke ich mir.  Dafür muss ich vermutlich auf die Nominierung verzichten. (Halte ich aus.)

Hier die 11 Fragen:

  1. Wann hast Du das letzte Mal gedacht: Augenblick verweile doch?
    Als ich an Goethes Faust dachte.
  2. Welchen Ort auf der Welt würdest Du gerne mal sehen und warum?
    Uetze und Gifhorn, weil da Leute wohnen, die ich kenne, ich aber noch nie dort war.

  3. Wie schaffst Du es, herunterzufahren, wenn alles um Dich rum in Chaos ausbricht?
    Woher weißt du, dass ich dann herunterfahre? Hinterher, da denke ich vielleicht daran, zur Ruhe zu kommen und ich höre Musik oder mache autogenes Training oder schreibe was (Blog oder so.)

  4. Wie bist Du auf den Namen für Deinen Blog gekommen?
    https://theomix.wordpress.com/about/

  5. Gibt es andere Blogthemen, über die Du gerne schreiben würdest (was du vielleicht schon tust)?
    Was sind die einen, was die anderen? Ich schreibe alles Mögliche, aber wenig Privates.

  6. Welchen Film könntest Du immer wieder anschauen?
    Charlie Chaplin, Der große Diktator.

  7. Welcher Person möchtest Du ganz speziell heute mal danke sagen?
    (Ein Name reicht nicht, weder im Analogen noch im Virtuellen. Aber ich will diese Frage ganz brav beantworten.) Der Nominante Anne danke ich herzlich fürs Nominieren. Das hat mich mal genötigt über manche Fragen nachzudenken.

  8. In welcher Epoche würdest Du gerne leben, wenn Du wählen könntest?
    In dieser jetzigen. Ist schon kompliziert genug. Und die ärztliche Versorgung ist ziemlich gut und der Wissensstand recht hoch…

  9. Mit welcher berühmten Person, tot oder lebendig, hättest Du Dich gerne mal unterhalten?
    Gustav Heinemann. Der hat mir immer imponiert.

  10. Lieber Flip Flops oder Highheels?
    Nein, danke, ich hätte gerne die 41, Gemüsepfanne mit gebratenen Nudeln.

  11. Was wirst Du morgen tun, um noch ein kleines Stück glücklicher zu sein?
    Mich daran freuen, dass ich lebe. („Lehre uns doch, unsere Tage zu zählen, dass Weisheit in unser Herz einzieht.“ – Psalm 90, 12)

 

Die Liste der ausstehenden Dinge und ein überzeugender Grund sie weiterzuführen

20. 11. 2013

Eine Liste mit Namen: Menschen, für die ich bete.
In letzter Zeit drei neu aufgeschrieben: Krebs-OP, Totgeburt, Angst ums behinderte Kind.
Und seit langem braucht jemand Kraft zum Durchhalten.

Vier erwähne ich…
Und verbinde ihre Namen
mit einem Gebet um Kraft, um Heilung, für die Seele und den Leib.

Und warum ich da nicht die Theodizeefrage aufwerfe?
Weil sie ungelöst bleibt?
Weil ich denke, wenn Gott an so einem Simpel wie mir festhält, kann er so übel nicht sein?
Weil der Kopf im November an anderem arbeitet?

Der überzeugende Grund zur Zeit: Die Welt hat schon genug Herumgelabere. Leute, denen es schlecht geht, wollen meist keine Welterklärung, die brauchen Unterstützung. Und die fängt damit an, sich Gedanken zu  machen. Sind sie intensiv, sind sie wie ein Gebet. Und wenn sie Gebet sind, sind sie hoffentlich intensiv.

Kraft, Heilung für Seele und Leib.
Zu allem Überfluss bin ich auch noch anspruchsvoll.

Das Internet hat mein Leben verbessert

13. 6. 2013

Internet, Facebook und so weiter sei nutzlos und vertane Zeit, heißt es.

Wie war das in den Zeiten vorher? Ich versuche, die Erinnerungen zu wecken und gehe noch weiter zurück in meiner Biographie: Das Computerzeitalter begann für mich 1998, die Zeit mit Kindern 1994

War vor 1994 jede Minute sinnvoll genutzt?

Ich habe damals:

  1. blöde Zeitungsartikel aus Langeweile mehrfach gelesen
  2. weit entfernte Radiosender auf UKW oder Kurzwelle gesucht
  3. mit mühsamen analogen Mitteln Wahlergebnisse recherchiert, kopiert (teils handschriftlich) und aufbewahrt
  4. öfters Frust geschoben, weil ich manche aktuellen Fragen nicht schnell recherchieren konnte (Lebt dieser Autor noch, was schrieb jener wann?)

Natürlich habe ich damals auch mehr Briefe geschrieben. Das ist der einzige Punkt,an dem ich einen Verlust  bedauern könnte. Auf die anderen Sachen kann ich gut verzichten.

Genauer: Punkt 1 ist weggefallen. Stattdessen interaktiv chatten ist lustiger. Punkte 2 bis 4 haben sich mit Benutzung des Internets verbessert.

Das ist mit leichter Polemik geschrieben. Wie geht es euch so bei dieser Frage?

Ein Vormittag nur, aber nicht wie jeder andere

9. 1. 2013

Auf geht es zu meiner Lieblingsschule, an der ich wieder ab acht Uhr zwei Stunden Religion unterrichten darf.
Ich erfahre so nebenbei, was die Kinder der 3./ 4. Klasse zum Jahreswechsel gemacht haben und was die Kinder der 1. und 2. zu Weihnachten geschenkt bekamen.

Zur Frühstückspause findet Lena im Ranzen ihre Armbanduhr wieder – auch ein Geschenk. Sie hatte munter eine Fülle aufgezählt, was unterm Baum lag. Da guckte Manuel etwas enttäuscht – er hatte nur ein Stofftier bekommen – aber was für eins (ich habe es gesehen): Einen Riesenelchkopf, den er sich wie ein Geweih an die Wand hängen kann. Nur eben wuschelig und nicht knochig. Sachen gibt’s.

Nach Kaffee und obligatorischen Schwatz im Lehrerzimmer geht es auf dem weiteren Weg in den Heimatort noch schnell beim Ehepaar S. vorbei. Die Frau hat mehrere chronische Krankheiten. Sie und ihr Mann freuen sich über den Besuch.

Dann noch eine weitere Station: Vor fünf Wochen hatte Herr K. Geburtstag, nun seine Frau. Als ich sie begrüße, ist nicht fröhlich. Die Sorgenfalten auf der Stirn gelten ihrem Mann, der zur Zeit bettlägerig ist und gerade schläft. Da will ich nicht lange stören.

Zu Hause erwarten mich drei Nachrichten, Rückrufe sind fällig:

Mit dem ersten Rückruf bestätige ich einen Termin, bei Nummer Zwei vereinbare ich übers soziale Netzwerk ein Telefonat zur Abendstunde.

Schnell noch nach den Mails geschaut und mit der Bürofrau geklärt, was in die örtlichen Mitteilungsblätter gesetzt wird.

Das dritte Anruf hat Gewicht: Da hat eine Familie, die ich ganz gut kenne, seit ein paar Monaten Frau Scharf zur Nachbarin. Und die kenne ich auch: Sie hat jetzt innerhalb von fünf Jahren die vierte Wohnung. Bei zweien habe ich ihre Version mitbekommen, warum sie ausziehen musste, die Geschichten eigneten sich als Drehbücher für Provinz-Tatorte. Während sie bei der ersten Adresse gegen die Mafia gekämpft hatte und die Polizei ein Hehlernest ausnehmen konnte, hatte sie in der zweiten gegen Wucher und Mietermobbing zu kämpfen. Bei Nummer drei verlor sich ihre Spur.

Nummer vier sollte bald verlassen werden, weil die bislang verstoßene Tochter aus idar-Oberstein einen Umzugswagen schicken wollte. Frau Scharf sitzt seit Tagen auf gepackten Koffern und gefüllten Umzugskartons. Jetzt wollte sie, weil der Umzug doch nun wirklich bald käme, die Tiefkühltruhe abtauen – trotz Inhalt…

Was kann man von außen tun? Soweit ich weiß, sehr wenig. Ich bot an, mich beim örtlichen Pflegestützpunkt zu erkundigen, die haben so was öfter. Und mich beschäftigt das schon länger, denn als vor Jahren jemand in der Familie wegen Demenz in ein Heim ziehen sollte, war genau das die Frage.

Ich erhielt die gewünschte Antwort: Der sozialpsychiatrische Dienst hat einen Mitarbeiter, der auf Hinweise hin Besuche macht. Das teilte ich den kümmernden Nachbarn mit – und siehe da, der Name des Mitarbeiters war aus Frau Scharfs Mund schon gefallen.

Das letzte Gespräch am Telefon: Bei einen verurlaubten Arbeitsbereich hatte die Vertretung gestern absagen müssen; ich bekomme mit nur einem Anruf die Vertretung der Vertretung. Einiges organisatorisch geklärt und nebenher noch dies und das besprochen.

Zwölf Uhr dreißig. Gut, dass nicht jeder Vormittag so ist!

Zweifel – so herum und anders herum

21. 11. 2012

Ein alter Beitrag hat mich motiviert, weiter über den Zweifel nachzudenken und eine Gemeindebriefandacht daraus zu machen.

Fragen sind wichtig. Da bin ich mir sicher. Denn sie führen weiter.
Auch Zweifel haben ihr Gutes: Sie zwingen mich, genau zu denken, sie entlarven scheinbare Sicherheiten.

In meinem Theologiestudium war Kritik (an Bibel, Kirche, Glaube, Dogmatik) Pflicht. So weit es ging, sollte man sich die Sicht der Kritiker zu eigen machen. Das erweiterte den Horizont. Und es verhinderte, ungeprüft alles Mögliche zu behaupten und zu glauben.

Und nun bewegt mich ein Zweifel in anderer Richtung: Wie wäre es, wenn das alles stimmt, was da steht? In der Bibel: Von Wundern, Heilwerden und Gottes Nähe. Wenn der Glaube der Alten zuträfe: Hoffnung auf ewiges Leben, Engel, die uns geleiten, der gute Hirte, der allzeit bei uns ist.

Natürlich weiß ich auch: das sind Bilder. Aber sie haben sich über Jahrhunderte bewährt. Warum soll ich sie über den Haufen werfen? Ich kann es ja einfach mal versuchen, die Bilder zu nehmen und mein Lebenshaus mit ihnen zu füllen. Vielleicht bereichern sie mich.

Neben den Zweifel tritt die Erfahrung. Ich probiere es aus. Es hat viele vor mir getragen, vielleicht trägt es auch mich. Worte wie: „Ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, mein Herz an dich gewöhne; mein Heim ist nicht in dieser Zeit.“ (Gerhard Teersteegen, 1745)

Mein Horizont ist keine Grenze für Gott. Das gibt mir Vertrauen, dass das Leben gut wird.

Weltfragen

7. 9. 2012

So richtig gelöst sind sie noch nicht: die beiden neuen Welträtsel, die ich auf einem anderen Blog schon vorstellen konnte:

Die traurige Geschichte vom Gnuppimannn und das Brüssel-Paradox.

Schaut bitte hier.

Existenzfrage

5. 9. 2012

was kommt dabei heraus,
wenn du dir selbst immer ähnlicher wirst?

Zweifel einmal andersherum

25. 4. 2012

Und wenn das alles stimmt, was da steht?

Zeitfrage und -antwort

18. 4. 2012

Wie tickt die Sanduhr?

Von oben nach unten.

Zeitfrage

17. 4. 2012

Wie tickt die Sanduhr?

Ich habe die Antwort vorbereitet, aber vielleicht tauchen in einem Kommentar bessere Lösungen auf. Meine Antwort gibt es morgen.

Keine Fragen, oder: Gemichte Zeilen

3. 8. 2011

Für Philipp B., und er ahnt auch, warum.

Fragt mich nicht,
ach, fragt mich nicht:
„Was bedeutet dies gedicht?“
Ich bin nicht auf sinn erpicht.

Der reim ist dicht,
der inhalt schlicht,
d’rum nenne ich es auch gedicht.
So weit besteht noch klare sicht.

Und seh ich licht,
kriegt das gewicht –
so, wie ein brummbass lauthals spricht:
Hoch lebe jeder sinnverzicht!

Doch zerrt mich nicht
vor ein gericht.
Das wäre eine läst’ge pflicht,
mit schreiben wär endgültig schicht.

Gute Frage? Sehr gute Frage!

2. 6. 2010

Richard Beck reflektiert über die Wirksamkeit von Placebos und die Konsequenzen.

Sein Beitrag mündet in die Frage:
„Ist Gott ein Placebo?“
Und er schließt mit Frage Nummer Zwei:
„Und wäre das wichtig?“

Nachtrag 12.00 Uhr:
Beck hat seinen Beitrag abgeändert, und er fragt nun:
„Ist Gott ein Placebo-Effekt?“

Das läuft mir dann aber zu sehr in den gängigen Mustern. Schade.

Aber als Psychologe kann er guten Gewissens sagen (in einem Kommentar): „All belief is a sort of placebo effect.“


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