Keine Fragen, oder: Gemichte Zeilen

Für Philipp B., und er ahnt auch, warum.

Fragt mich nicht,
ach, fragt mich nicht:
„Was bedeutet dies gedicht?“
Ich bin nicht auf sinn erpicht.

Der reim ist dicht,
der inhalt schlicht,
d’rum nenne ich es auch gedicht.
So weit besteht noch klare sicht.

Und seh ich licht,
kriegt das gewicht –
so, wie ein brummbass lauthals spricht:
Hoch lebe jeder sinnverzicht!

Doch zerrt mich nicht
vor ein gericht.
Das wäre eine läst’ge pflicht,
mit schreiben wär endgültig schicht.

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18 Antworten to “Keine Fragen, oder: Gemichte Zeilen”

  1. mialieh Says:

    Sinnverzicht…. macht das Sinn?

  2. luzifa Says:

    Fortsetzung folgt?
    Anstoß: Habicht, Wicht, Gicht, Vorsicht

    *Anfeuerungsrufe*

    🙂

  3. erinnye Says:

    Experimentelle Lyrik! So ein ganzes Gedicht mit 16 Zeilen auf icht.
    🙂

  4. Werner Says:

    Wer Wörter gut zusammen leimt,
    merkt, dass sich dabei manches reimt
    und meint, dass er ein Dichter wär…
    Ich glaube fast, da irrt sich der.

    Die wahren Dichter sind vom Fach
    und steigen manchem auf das Dach.

    Wo dort ein Ziegel locker ist,
    da kommt dann schnell ein neuer hin.

    Ja, wie ihr alle sicher wisst:
    So macht das Dichten wirklich Sinn.

    🙂 Werner

    • theomix Says:

      Wenn ich mal nicht reimen kann,
      dann ruf ich schnell den Werner an.
      Der hilft mir sicher weiter
      und macht mich wieder heiter…

  5. luzifa Says:

    :-X

    Na schön, dann nicht.
    Verschieb‘ ich einfach das Gewicht
    ohne Rhythmus, Takt und Vorsicht
    auf andre Silben, nur nicht
    die letzte.

    😛 unktum

    • theomix Says:

      „Wer tüchtig schleimt,.
      hat schnell gereimt“
      hast du dir wohl gedacht.
      Na, selten so gelacht…

      • luzifa Says:

        Ach, Theo, sei nicht so
        stur kann man nur
        bleiben zum Schreiben
        weniger Zeilen.
        Ich muss mich beeilen.

        Die Wäsche ruft!

        • theomix Says:

          Die wäsche ruft, die wäsche schreit,
          was hörst du aus dem keller?
          „Komm her, du meine wäschemaid
          bediene mich mal schneller!“

  6. Valentiner Says:

    Diese schöne Reimerei
    habe ich erst jetzt entdeckt,
    Theomix, ich bitt’, verzeih!
    Hättest mich zur Zeit geweckt.

    Dankeschön!!!

    • theomix Says:

      Hab ich mich jetzt zu sehr geziert?
      Weiß doch, du hast mich abonniert.
      Da kannst du mich schon selbst entdecken,
      muss dich nicht erst noch mühsam wecken

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