Posts Tagged ‘Poesie’

ewigkeit

6. 3. 2015

doch was ich sehe
ist heimat nicht

Am Rande des Einkaufszentrums

5. 12. 2014

„Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? denn sie wussten, dass es der HERR war.“
Johannes 21, 12

Da warst du,
im Jogginganzug aus Ballonseide,
stets eine Kippe im Mund.
Zischzosch, flog der Kronkorken von der Bierflasch.

Doch, du warst da.
Doch, das warst du.
Deine Sprache war nicht leicht für mich.
Sie schmeckte nach Erde und Abschaum –
dem Ort deiner ersten Wahl.

Gott zum Gruß, KW 3/4

24. 1. 2014
  • Die Landessynode tagte. Mittlerweile kann man über die Homepage der Landeskirche und soziale Netzwerke ziemlich aktuell informiert werden. Darüber war ich nun hin und wieder Zaungast und habe mit Interesse, berührtem Herzen, Begeisterung, Dankbarkeit (in dieser Reihenfolge) die Andacht von Reiner Knieling gelesen. Hier geht es zu ihr. Unten auf der Seite der Link zum PDF des Redemanuskripts.
  • Das Video von Julia Engelmann berührt viele hin zu Begeisterungsjauchzern. Gute Gedanken, ja. Irgendwie für mich nicht revolutionär. Vielleicht habe ich mich lange genug mit diesen Fragen auseinandergesetzt und deshalb berührt es mich nicht so wie andere? Wer nach ihr forscht, entdeckt, sie hat eine Fernsehkarriere hinter sich und ist deshalb sicherlich geübt, aufzutreten. Kriegt sie hin. (Hat sich auch gesteigert, wie man entdecken kann.)
  • Meine Julia Engelmann heißt Reiner Knieling, schrieb ich auf Facebook. Siehe oben.
  • Susanne Niemeyer hat einen neuen Blog bei WordPress: 10 Sachen. Was das soll, steht hier. Ich merke jetzt erst, dass ich euch den Link zu ihrer wichtigsten Seite, Freudenwort, bisher vorenthalten habe. Jetzt auch in der Blogroll.

Zu heiß für Alk, zu schwül zum Dichten

20. 6. 2013

Vom 19. Juni 2013

der sommer ist mir viel zu heiß
in den gin tonic reichlich eis!

es dräut von ferne ein gewitter?
vielleicht hilft jetzt ein magenbitter

bei 20 grad ist’s mild und fein,
das beste wetter für den wein

bevor der winter kommt und ich dann frier
mach ich die flasche auf und trink das bier

ich geb hier tipps, ich dröge nudel:
ich lach mir eins und trinke – sprudel

Lieg vor dir selber auf der Lauer

12. 6. 2013

Christian Morgenstern:

Mopsenleben

Es sitzen Möpse gern auf Mauerecken,
die sich ins Straßenbild hinaus erstrecken,

um von sotanen vorteilhaften Posten
die bunte Welt gemächlich auszukosten.

O Mensch, lieg vor dir selber auf der Lauer,
sonst bist du auch ein Mops nur auf der Mauer.

In der Kreativitätsheptade wiederentdeckt. Ein Kleinod morgensternscher Dichtkunst.

Kernaufgabe

10. 4. 2013

in die erde fallen
die schale aufbrechen
den keim losschicken
aufnehmen, was die erde hergibt
dem licht entgegenwachsen

Gott schreibt dir

15. 1. 2013

Turmrenovierung der katholischen Kirche in Buchholz (Westerwald). Viel weiße Folie. Moment, da steht doch etwas? schwarz auf weiß. (Aufs Bild klicken macht groß und hellt auf!)
Eine Botschaft – wer hat sie verfasst? Die Bauarbeiter? Ein Wagemutiger in dunkler Nacht? Der Finger Gottes?

Da hält der Cherubinische Landpfarrer inne, fotografiert und reimt sich’s zusammen:

Gott selbst schreibt hier durch Menschenhand
die Liebesbotschaft an die Wand.

Turm von St. Pantaleon

Darauf klicken macht groß!

Dunkelheit entzieht sich der Justiz

10. 11. 2012

Nicht nur für Erika

Wenn die Dunkelheit einbricht, nimmt sie nichts mit.
Kein Raub oder Diebstahl.
Sage ihr: Du begehst Hausfriedensbruch!
und bring ihr so das Licht der Erleuchtung:
Schon ist sie fort.

Eigentlich ohne Titel

19. 9. 2012

Bild schon gar nicht

Thomas Kagermann & Jörg Wilkesmann-Brandtner
geben sich die Ehre zu einem weiteren Abend
mit Vorträgen verschiedenster Art

Interessierte mögen sich bitte

Freitag, den 19. Oktober merken, der Beginn ist einige Minuten nach 19:00 Uhr geplant.

– Kurz: 19.10. um 19:10 –

Der Ort ist das evangelische Gemeindehaus in Asbach (Hauptstraße 52 b / Ecke Schulstraße, 53567 Asbach)

Kein Haiku

15. 8. 2012

kein haiku aber
es sieht einfach nur so aus
form wahren? na gut

Route 23

16. 4. 2012

Der HERR ist mein navi, nie werde ich mein ziel verfehlen.
er lässt mich parken im grünen bereich und führt mich zur tankstelle.
er lässt mich den weg finden und führet mich auf rechter straße um seines namens willen.
und ob ich schon fuhr im tal der umleitungen, fürchte ich kein unglück.
denn du bist eingeschaltet, deine ansagen  trösten mich.
du bereitest mir freude mitten im stau, mein herz lacht und ich komme gut durch.
gutes und barmherzigkeit werden mir folgen die ganze strecke,
und am ende werde ich hören: „Sie haben Ihr ziel erreicht.“

Übertragungen des Hirtenbildes gibt es schon lange („Der HERR ist mein bewährungshelfer…“), und der Navi ist an der Stelle nicht originell. Der Rest schon.

Stichwort „vernünftig“

14. 3. 2012

Es geht um Tod und Leben, beim nächsten Abend. Das haben wir uns im Vorhinein so überlegt.

Eigentlich vernuenftig

Wie wir jetzt wissen, ohne Hula.
Gruß an S., aufgeschoben ist nicht aufgehoben – Danke!

Zarte Hälmchen

7. 3. 2012

Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
„Er kam, er kam ja immer noch“
Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuss auf Schuss;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt; „Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.“

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

Theodor Fontane

Das musste jetzt mal sein. Hälmchenweise kommt er…

Wieder schöne Post

9. 2. 2012

„Strato Kundenservice“

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Es hat von Unsinnspoesie. Wir begeistert. Es wird bedankt Geduld.

Schon einmal darauf gezeigt, KW 50

17. 12. 2011

Seelenleben auf engem Raum

12. 10. 2011

Drei seelen wohnen, ach, in meiner brust:
die eine plappert voller lust,
die zweite jodelt in einem fort.
Die dritte denkt an doppelmord.

Emilys Erleben als inneres Geschehen gedeutet.

Hebräisches Lied auf Platz 1

3. 10. 2011

Das war in Deutschland 1988 so, mit Ofrah Haza, Im Nin’alu.

Übrigens klang es zehn  Jahre zuvor wie der israelische Musikantenstadl (und sah auch so aus):

Dennoch

29. 8. 2011

Wieder einmal habe ich die Charts durchstöbert. Medina, dänische Sängerin, war mir bis jetzt nicht bekannt, hat ein neues Stückchen herausgebracht, das erste, das mir ins Auge fiel. Der Clip zeigt Paare: wir sehen Krisen angedeutet, und zum Schluss berühren sie sich liebevoll, küssen und necken sich. Dazwischen die Sängerin, oft in schwarz, sogar die Finger sind schwarz gefärbt.

(In voller Länge zum Beispiel auch hier.)

Der Text ist dramatischer:  Er hat sie verletzt, aber sie kann von ihm nicht lassen.
Das berührt mich, weil es wie aus dem Leben gegriffen ist; Beziehungen sind ja nie nur glatt.

Die Beziehung zu Gott auch nicht; manchmal ist er „gegenüber“, feindlich, es geht mir schlecht, kommt das von ihm? „Ich komme dennoch nicht los von dir…“

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand…“

Manchmal sind Liebeslieder wie Gebete und Gebete wie Liebeslieder…

Stichwort „freiwilliger Humor“

11. 8. 2011

Liebe Freundinnen und Freunde des freiwilligen Humors,

ein neuer Abend unter der Überschrift „EIGENTLICH“ steht an.

EIGENTLICH FRISCH AUFGEBRÜHT

Starke Texte

Süße Melodien

Heiße Rhythmen

Schwarzer Humor

– alles flüssig vorgetragen

Mit Thomas Kagermann (Musik)

und Jörg Wilkesmann (Wort)

Keine Fragen, oder: Gemichte Zeilen

3. 8. 2011

Für Philipp B., und er ahnt auch, warum.

Fragt mich nicht,
ach, fragt mich nicht:
„Was bedeutet dies gedicht?“
Ich bin nicht auf sinn erpicht.

Der reim ist dicht,
der inhalt schlicht,
d’rum nenne ich es auch gedicht.
So weit besteht noch klare sicht.

Und seh ich licht,
kriegt das gewicht –
so, wie ein brummbass lauthals spricht:
Hoch lebe jeder sinnverzicht!

Doch zerrt mich nicht
vor ein gericht.
Das wäre eine läst’ge pflicht,
mit schreiben wär endgültig schicht.


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...diese Frage wird oft Kindern und Jugendlichen gestellt. Hier soll diese Frage an Erwachsene aus Politik und Gesellschaft gestellt werden - bei Angelegenheiten, die Kinder und Jugendliche oder auch Familien betreffen.

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