Posts Tagged ‘Leben’

Seitengespräch im Café: Unbekannt verzogen

2. 2. 2016

“Stell dir vor,” sagte die Frau zu ihrer Nachbarin, “diese beiden jungen Leute, beides Studenten, haben gar nicht gewusst, wer Ruth Leuwerik ist, als ich ihnen erzählte, dass die neulich gestorben ist.”

Ich hätte mit Schülern aus dem Rheinland ergänzen können, die BAP nicht kennen. Aber ich wollte zuhören, nicht mich einmischen. ;)

Verschlafene Jecken

21. 1. 2016

Bei einem Arzt, im Wartezimmer. Die Damen an der Theke in Hörweite. Sie telefonieren zig Mal in einer besonderen Angelegenheit: Alle Termine vom 9. Februar werden verlegt. Karnevalsdienstag.
Wer hat denn da nicht aufgepasst? Im Rheinland!

was ist

11. 12. 2015

was ist
wenn pläne enden

sind es sackgassen?

wenn es sackgassen sind
wie sieht der rückweg aus?

oder geht es weiter?

wenn es weitergeht
kommt ein neuer plan?

wenn ein neuer plan kommt
kommt er von selbst?

wenn der neue plan
nicht von selbst kommt
machen wir ihn
oder entdecken wir ihn bloß?

Gläubige Verwegenheit

10. 12. 2015

Du bist der hoch geliebte Fürst
der Schwachen und der Kleinen,
nach welchem unsre Seele dürst’,
du einig’s Gut der Deinen.
Hilf uns durch alle Schwierigkeit
und auch durch alle Schwächen
in gläubiger Verwegenheit
mit Sieg und Segen brechen.

Nikolaus Ludwig von Zinzendorf BG 526,2 

“Gläubige Verwegenheit” – die kann auch das 21. Jahrhundert  gebrauchen. Beispiele? Auch von sich selbst? Da kann man schon nachdenklich werden…

 

Das Leben hält…

27. 10. 2015

Das Leben hält mich auf Trab. Obwohl Galopp eher stimmt.

Chancenreiches Leben

17. 9. 2015

“Das Leben ist manchmal sowas wie ein Vier-Chancen-Turnier.”
Jean-Jacques Rousseau

Gut in Bewegung

14. 9. 2015

Im vorletzten  Sommer die Coverversion, jetzt das Original:

Corona, The Rhythm Of The Night:

Lasst euch auch tagsüber vom Rhythmus des Lebens erfassen!

Die Nachbarskinder

11. 7. 2015

Wer andern gar zu wenig traut,
hat Angst an allen Ecken;
wer gar zu viel auf andre baut,
erwacht mit Schrecken.

Es trennt sie nur ein leichter Zaun,
die beiden Sorgengründer;
zu wenig und zu viel Vertraun
sind Nachbarskinder.

Wilhelm Busch, aus: Schein und Sein

Als die Schreibmaschine den Wellensittich tötete

12. 5. 2015

Lang ist’s her: Der Wellensittich war etwa drei Jahre alt, da veränderte sich sein Leben radikal. Er hatte einen gewohnten Rhythmus: Des Abends wurde über den Käfig ein Tuch gebreitet, damit der Vogel zur Ruhe fände. Vielleicht gab es ja im Wohnzimmer ein Abendprogramm. Es störte den Sittich nicht, er murkelte ein paar Mal vor sich hin. Gespräche, selbst Fernsehsendungen hinderten ihn nicht am Schlafen.

Doch dann musste sich der Hausbesitzer selbständig machen, der Wandel kam rasch; der Gedanke, ein externes Büro zu suchen, wurde verworfen. Die gewohnten Räume mussten teils umgewidmet werden, bis das Umbauprogramm vollendet wäre.

Und der Selbständige musste arbeiten, hart arbeiten, “ranklotzen”. Teils bis in die Nacht: Werbebriefe mussten geschrieben werden, Anträge und derlei mehr. Alles auf einer Schreibmaschine. Das Klappern überrumpelte den schlummernden Sittich unter seiner dunklen Decke. Er wurde geweckt, schnatterte, beschwerte sich. Allein, es half nichts, sein Schlaf war unterbrochen.

So bekam der arme Wellensittich fast täglich Stress. Es überforderte ihn. Eines Morgens schnatterte er nicht herum, sondern hielt sich mit seinem Schnabel am Gitter fest. Am Mittag lag er tot auf dem Käfigboden.

Und die Schreibmaschine hatte ihn umgebracht.

 

Nachdenklich

25. 3. 2015

Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit,
und alle Welt vergehet mit ihrer Herrlichkeit.
Es ist nur einer ewig und an allen Enden,
und wir in seinen Händen.

Matthias Claudius

Nicht nur wegen der Opfer des Flugzeugunglücks. Auch wegen der Verhältnisse in Tansania. Und wegen einiger Menschen.

unerledigtes 3

5. 3. 2015

die witwe war sich sicher, er habe seinen selbstmord im krankenhaus am sonntag gemacht.
die offizielle urkunde nannte den montag.
wie kam das?

Aus der gehässigen Abteilung, in heiterer Verpackung

31. 1. 2015

Die erste alte Tante sprach:
»Wir müssen nun auch dran denken,
was wir zu ihrem Namenstag
dem guten Sophiechen schenken.«

Drauf sprach die zweite Tante kühn:
»Ich schlage vor, wir entscheiden
uns für ein Kleid in Erbsengrün,
das mag Sophiechen nicht leiden.«

Der dritten Tante war das recht:
»Ja«, sprach sie, »mit gelben Ranken!
Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht
Und muss sich auch noch bedanken.«

Wilhelm Busch, Aus: Kritik des Herzens

Neujahrsimpression

3. 1. 2015

Da stehen sie, die vier jungen Männer, schwatzen und lachen, während die Alten sich schon ins Haus zurückgezogen haben: der Archäologiestudent, der Medizinstudent, der angehende Koch und der Abiturient. Sie kennen sich schon lange. Zehn Jahre her, da waren es Grundschulfreunde.

Später am ersten Tag des neuen Jahrs ist mir nicht weniger Grau in Bart und Haar. Doch das Leben, das Leben, es ist da und weicht nicht. Mag seine Frische auch wandern.

Fast noch mehr

29. 12. 2014

Mal wieder kündet Theomix eine Blogpause an – und es folgt Beitrag um Beitrag. Mehr noch als jemals zuvor.

Ich kann nur sagen: So ist es mit der Kreativität. Wenn sie kommt, muss man sie hereinbitten, Stift und Papier (und sei es virtuell) bereithalten und diktieren lassen. Und dann macht das auch noch Spaß!

Den Schalk im Nacken fassen und ans Licht ziehen, Gefühle in Worte einwickeln, weite Gedanken in kleine Münze umtauschen, kleine Begebenheiten aufpolieren- es ist eine Wonne. Und manchmal ist es – wie nach Hause kommen.

Ich danke allen Lesern, Abonnenten und allen, die hier kommentieren!

Am Rande des Einkaufszentrums

5. 12. 2014

“Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? denn sie wussten, dass es der HERR war.”
Johannes 21, 12

Da warst du,
im Jogginganzug aus Ballonseide,
stets eine Kippe im Mund.
Zischzosch, flog der Kronkorken von der Bierflasch.

Doch, du warst da.
Doch, das warst du.
Deine Sprache war nicht leicht für mich.
Sie schmeckte nach Erde und Abschaum –
dem Ort deiner ersten Wahl.

Novemberregen, nasses Gedenken und frohe Musik

17. 11. 2014

Da stand  ich mit kalten Händen und nassem Kopf. Für den Rest hielt der neue Talar dicht. Nur die Hände musste ich im Anschluss überall schütteln, bis sie eine Tasse heißen Kaffee in den Händen hielten: Volkstrauertag. Erst in Kircheib, Friedhofshalle, und dann am Denkmal, Asbach die ganze Zeit draußen, am Denkmal, mit Verlesung von Verstorbenen aus dem 2. Weltkrieg.

Beide Feiern waren mir wichtig. Auf der ersten, um an den ersten Weltkrieg zu erinnern und an das geistliche  Verbrechen der Kirche, Öl ins Feuer zu gießen. Auf der zweiten werden immer die Namen auf zwei der sechs Tafeln verlesen. Die Mitglieder der Familie Bieler haben sämtlich den Tod in ihrem Haus gefunden. Deswegen ist fast die Erinnerung an ein weiteres Familienmitglied erloschen: Heinrich Bieler., gestorben 1942 im KZ Buchenwald. Er ist vermutlich der einzige Asbacher, der in einem Konzentrationslager gestorben ist.

Es regnete junge Hunde und Katzen. das ist der Bogen zu meinem Lied: Regina Spektor, On The Radio. “November Rain” spielt hier eine wichtige Rolle.

Wie im Kontrast: das verrückte (und im Video) versüßte Leben. Gut, dass wir heutzutage singen, tanzen und uns verrückt fühlen dürfen. Ich wünsche allen eine  frohe Woche!

Danke an den DRK-Ortsverband für Händeschütteln, Erbsensuppe und Kaffee!

familie – 2

24. 7. 2014

was du bist
hast du nicht
allein entschieden

wenn es gut geht
edle mischung
wenn nicht
scherbenhaufen

es ist gut gegangen
herzlichen glückwunsch!

Spuren im Sand, Espresso-Remix

10. 6. 2014

Manchmal
hättest du ruhig sagen können
dass du an meiner Seite warst.
Das waren Tage
wie Espresso ohne Zucker
bitter und schwarz.

Wo Scheitern zum Ende führt,
da fängst du an.
Das predigt sich leicht
und lebt sich schwer.

(Original: zum Beispiel hier.)

Lesestoff zum Beitrag gestern

22. 5. 2014

Ich bedanke mich für euer Interesse und die anregenden Kommentare.

Wesentliche Hilfe für Kopf und Herz erhielt ich durch zwei Bücher von Sabine Bode:

Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen
und
Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation.

Das erste Buch habe ich verschlungen; es half mir die Generation der Nachgeborenen zu verstehen. (Es geht um die Menschen der Jahrgänge 1930 bis 1945.)

Das zweite Buch konnte ich nur häppchenweise verkraften, denn  ich merkte bald: Da bin ich! Auch wenn ich nicht in das Schema passe (20-er-jahrgänge, wohl gemerkt), die Lektüre ließ mich über die eigene  Familiengeschichte nachdenken. Und ich verstand auch, warum manche Gleichaltrige schwere Geschichten am eigenen Leibe und an der Seele ausgetragen haben.

Gott zum Gruß, KW 18/19

11. 5. 2014
  • Vorstellungsgottesdienst. Die fitten Kids kommen gut durch alles. Ich bin weiterhin von ihnen begeistert. Ja, das hätte ich nie gedacht: Konfirmanden, die mich begeistern. Sind ein Geschenk <3
  • Und dann einfach eine nette, alltägliche Woche. Und es bleiben alle gesund. Möge es weiterhin so bleiben. :)
  • Drei Tage unterwegs, eine Studienfahrt. Nach Berlin.

 


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