Posts Tagged ‘Zeitung’

Die Presse hält der evangelischen Kirche den Spiegel vor

2. 9. 2016

Was ist das für ein Rauschen im Blätterwald? Seit einem Vierteljahr, beobachte ich, dass profane, säkulare Zeitungen kirchliche Arbeit grundsätzlich bejahen oder die evangelischen Kirchen sogar an die eigentlichen Aufgaben erinnern.

Warum das gerade jetzt passiert? Ich habe Vermutungen, aber keine Gewissheit. Ich beobachte eine Schieflage, die allmählich gekommen ist: die Selbstvergessenheit nimmt wohl zu. Oder?

 

Das Mobile steht schließlich still

2. 3. 2016

Erfreulich: im regionalen Werbeblättchen ist Raum für Themen und Berichte aus dem kirchlichen Leben. „Sieben Wochen ohne“ bekam zum Beispiel einen eigenen Bericht.

Und nun wurde ein neuer Kreisdechant eingeführt, stand jetzt zu lesen. Der neue Dechant wird zitiert:

„Eine Pfarrei ist wie ein Mobile. Zieht man an einer Stelle ist alles in Bewegung, doch am Schluss steht es wieder still.“ Hat der Dechant nicht mehr gesagt? Nur: „Am Schluss stehe alles still“? Das kann wohl nicht das Ziel kirchlicher Arbeit sein. Oder? Gut, der Hebräerbrief sieht die Ruhe als Ziel des Glaubens an. Im Himmel, sozusagen. Doch ist eine Gemeinde, in der alles still ist, schon der Himmel auf Erden?

Der Link führt zum Bericht.

Wenn ein Blog in die Zeitung kommt

13. 8. 2013

Ich habe es fast geahnt. Das Sommerloch hat seinen Preis.

Andererseits: Ich habe nicht geahnt, was für Folgen mein Schalk im Nacken hat, bloß weil ich Morgensterns Galgenlieder mag.

In der Lokalausgabe der Rhein-Zeitung vom 10. August, geschrieben von Mario Quadt:

Da bin ich mit dem Blog ganz anders gelandet als gedacht. Ist trotzdem schön. 🙂

Das Internet hat mein Leben verbessert

13. 6. 2013

Internet, Facebook und so weiter sei nutzlos und vertane Zeit, heißt es.

Wie war das in den Zeiten vorher? Ich versuche, die Erinnerungen zu wecken und gehe noch weiter zurück in meiner Biographie: Das Computerzeitalter begann für mich 1998, die Zeit mit Kindern 1994

War vor 1994 jede Minute sinnvoll genutzt?

Ich habe damals:

  1. blöde Zeitungsartikel aus Langeweile mehrfach gelesen
  2. weit entfernte Radiosender auf UKW oder Kurzwelle gesucht
  3. mit mühsamen analogen Mitteln Wahlergebnisse recherchiert, kopiert (teils handschriftlich) und aufbewahrt
  4. öfters Frust geschoben, weil ich manche aktuellen Fragen nicht schnell recherchieren konnte (Lebt dieser Autor noch, was schrieb jener wann?)

Natürlich habe ich damals auch mehr Briefe geschrieben. Das ist der einzige Punkt,an dem ich einen Verlust  bedauern könnte. Auf die anderen Sachen kann ich gut verzichten.

Genauer: Punkt 1 ist weggefallen. Stattdessen interaktiv chatten ist lustiger. Punkte 2 bis 4 haben sich mit Benutzung des Internets verbessert.

Das ist mit leichter Polemik geschrieben. Wie geht es euch so bei dieser Frage?

Holperstrecke

10. 1. 2013

Regionales Blatt, Untertitel einer Schlagzeile:

„Die Holperstrecke zwischen Beibank und Prepper wird neu gebaut.“

Da kam ich vom Holpern ins Stolpern: Warum wird denn die Holperstrecke neu gebaut und nicht durch eine glatte Fahrbahndecke ersetzt? 😉

Bin ich auf dem semantischen oder hermeneutischen Holzweg? Wenn nein, wie hätte die Redaktion das ebenso kurz, aber eindeutig sagen können? „Die Fahrbahndecke […] wird erneuert“? Oder wie?

Sachdienliche Hinweise gerne in die Kommentare!


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