Archive for the ‘Aus Pfarrers Tagebuch’ Category

Südoststeirisch und an der Gnade basteln – so viel zu 26. und 27.

27. 3. 2017

Kleine Begebenheit vom sonntäglichen Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst.

„Möchten sie etwas von der Mehlspeise für Ihre Frau mitnehmen?“, wurde ich gefragt. „Ja, gerne“, sagte ich. Und bekam dann eine Keksdose gefüllt mit den gekauften Lebkuchen und der besonders guten selbstgemachten Dinkelrolle. „Das ist für meine Frau, ich esse vielleicht auch etwas davon, aber das ist ja für eine ganze Kompanie.“ „Das ist eben südoststeirisch“, meinte einer der Umstehenden und die anderen stimmten lachend zu.

Und jetzt werde ich weiter an der Gnade basteln. Also an einem Artikel darüber.

 

 

 

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Früher fertig – so viel zum 04.03.

4. 3. 2017

Samstagabend-Gottesdienste zwingen einen, schon am Samstag mit der Predigt fertig zu sein. Geht. 

Nur beten geht, beten und essen ging auch – so viel zum 03.03.

4. 3. 2017

Weltgebetstag in der einen Gemeinde. Gottesdienst mit schwungvoller Musik. 

Das war’s. Der erste ohne anschließendes Essen. Hat anscheinend niemandem gefehlt. Irgendwie aber auch schade. 

Nicht wie immer – so viel zum 05.02.

5. 2. 2017

Wie immer ist in dieser Kirche der Anfang etwas hektisch und es beginnt ein paar Minuten später. 

Wie immer gibt es hinterher Kaffee, Kekse und Brote. 

Und irgendwer merkt, wie stark die Sonne scheint. Schwupp sind Tisch und Bänke draußen. Was für eine Überraschung: Man braucht schon noch den Mantel, wegen des Winds, aber das Gesicht kriegt Sonne mehr als genug. Ich blieb ohne Sonnenbrand, viel hat nicht gefehlt. 

kreis, mitte und charme – so viel zum 02.02.

2. 2. 2017

Im Tischkreis die Notebooks. Der Beamer als gestaltete Mitte. Auch technische Fortbildungen haben ihren Charme. 

feier, kollege, büro, eisregen – so viel zum 31.01.

31. 1. 2017

Trauerfeier, einen katholischen Kollegen kennen gelernt, im Büro der einen Gemeinde (eigentlich in der anderen, aber was macht das schon?). Etwa 80 Kilometer gefahren. Der Eisregen kam, als das Auto in der Garage stand.

irgendwie stimmt es immer – so viel zum 30.01.

30. 1. 2017

Ich bin neu hier. So fuhr ich nach dem Gespräch zur Trauerhalle, damit ich am Tag der Beisetzung nicht lang zu suchen hätte. Hinter einer Glastür stand ein Plakat mit folgendem Hinweis. Irgendwie stimmt er immer:

2017-01-30-16-32-46

Auf einem Parkplatz der grenznahen kleinen Stadt – so viel zum 24.01.

24. 1. 2017

„Is‘ kalt“, sagt der grauhaarige Mann, als ich den Einkauf ins Auto legen will. Er steht  vor seinem Fahrzeug. Slowenisches Kennzeichen. „Ja,“ sage ich, „es ist Winter“. „Ich war 41 Jahre in Deutschland. In der Nähe von Stuttgart. Ich bin Maurer.“ Er erzählt ein wenig, seine Frau kommt dazu, wir reden weiter, sie empfiehlt ein Bad in der Nähe ihres Wohnortes, wäre besser als hier. Er stimmt zu… Sie verabschieden sich mit Handschlag.

zeichen wunder leben glauben – so viel zum 21.01.

21. 1. 2017

Zur Predigt morgen´.

Der Text steht im Johannesevangelium, Kapitel 4, Verse 46 bis 54.

Stichworte:

  • Zeichen und Wunder oder nur Zeichen?
  • „Dein Sohn lebt“ (2x), „Dein Kind lebt!“
  • Dem Wort glauben.

 

 

 

gast predigt

21. 9. 2016

In vier oder fünf Kirchen war ich bereits zu Gast, habe nach dem Beginn mich kurz vorgestellt. Hier ist es nicht nötig. Etwas wie Zuhause weht mich an. Eine Atmosphäre, die immer noch bezaubert. Und, so viel war auch im Nachgespräch klar, das liegt auch an den Menschen, die einen willkommen heißen.

Ich kenne ja auch noch alle – abgesehen von neuen Konfirmanden. Und an ihnen merke ich, hier ist nicht mehr „meine“ Gemeinde. Aber sonst eben schon. Und wenn es hinterher noch einen Kaffee gibt, wird ja nicht nur der Bauch warm. Das Herz auch.

Die Küsterin will früher gehen, vermuten einige beim lang ausgedehnten Beisammensein. Ach, ich kann ja abschließen, denke ich – und da erst fällt mir ein, nein, ich habe ja keinen Schlüssel mehr. Ich sag es der kleinen Runde, wir haben zu lachen.
Plötzlich bin ich für ein, zwei Stunden zuhause. Mehr braucht es nicht.

Und behaltet euch das, wünsche ich dieser Gemeinde insgeheim: dass ihr allen ein Zuhause anbieten könnt für eine Weile.

Landleben März 1945

3. 5. 2016

Der Mann ist Jahrgang 29 und erinnert sich:

Er wurde wie viele, zum Kriegsende eingezogen. 30 Kilometer vom Heimatort war er stationiert. Eines Morgens waren alle anderen weg. Bis auf ihn und einen anderen Jungen. Die Front war nähergerückt. Auch die Beiden wollten nicht Kanonenfutter werden.

Was jetzt? Nach Hause! Zu Fuß und manchmal auf Gespannen, immer wieder aufgehalten wegen der Tiefflieger,  war er zwei Tage später wieder bei den Eltern. Die Mutter war nicht nur erfreut. „Du bist wohl wahnsinnig! Du bist jetzt fahnenflüchtig. Wenn man dich erwischt, dann ist es aus.“ Und sie wusste Rat: „Geh runter in den Kohlenkeller, unter der Treppe.“ Dort harrte er aus.

Einen Tag später bekam er mit, wie ein Auto vorfuhr. Feldjäger! Natürlich, das Elternhaus, lag ja nahe. Seine Mutter schoss aus der Tür. Die Soldaten hatten kaum nach dem Sohn gefragt, da legte sie los: „Es ist Krieg, mein Sohn ist irgendwo Soldat, ich weiß nicht, wo er ist, und ihr wagt es hierherzukommen? Bringt ihn mir gesund wieder!“

Schritte, die Wagentüren schlugen zu, der Motor sprang an und weg waren sie.

Warum schreibst du eigentlich kein Buch?

22. 4. 2016

„Warum schreibst du eigentlich kein Buch?“, fragt mich der Kollege. „Mir liegen die kurzen Einheiten mehr“, antworte ich spontan. „Und es wird mir zu viel, eine ganze Geschichte zusammenzuhalten.“ „Also der Plot?“ „Ja, der auch. Aber auch die Figuren und das Drumherum. Man braucht schon ein gutes Zettelkastensystem und dann würde es ausufern und unübersichtlich.“

Immerhin, der Kollege hat sich schon eine Geschichte überlegt und ich wünsche ihm das Beste, seinen Traum vom Kinderbuch zu erfüllen…

Das Beste vom Missionale

8. 3. 2016

Missionale: seit Jahren ein wichtiger Termin für mich. Anregend und begeisternd. Dieses Jahr unter der Überschrift „Aufmachen!“

Vor einiger Zeit bin ich auf die Seite der Beymeister gestoßen. Und die sind gar nicht weit von mir, in Köln-Mülheim.

So beschreiben sie sich selbst: „Früher waren die beymeister die verschiedenen Meister einer Zunft, die sich beratend und auf Augenhöhe zur Seite standen. Sie regelten ihren Zunftalltag miteinander. In Köln sind die beymeister ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein. “ (Quelle hier.)

„Wir bieten keine Lösungen für das Leben, aber wir wollen gemeinsam mit den Menschen suchen.“ Und dazu stellen sie ihr Sofa in Mülheim auf. Und beim Missionale stand das Sofa dann in der Messehalle. Und  sie hatten den besten Kaffee der Veranstaltung! Die zubereitende Dame (im Bild) brühte ihn mit Herz und Koffein, es bot sich Gelegenheit zum Gespräch mit den Initiatoren. Und hätte ich mich dort nicht verschwatzt , hätte ich das Forum zum thema „FreshX“ nicht verpasst. Na, muss ich halt noch im Internet stöbern – oder mich nach Mülheim aufmachen. (Wieso eigentlich „oder“?)

missionale

Die Beymester auf dem Misssionale
(Foto zur Verfügung gestellt von Jens Möller/ stagefoto.com)

 

 

Verschlafene Jecken

21. 1. 2016

Bei einem Arzt, im Wartezimmer. Die Damen an der Theke in Hörweite. Sie telefonieren zig Mal in einer besonderen Angelegenheit: Alle Termine vom 9. Februar werden verlegt. Karnevalsdienstag.
Wer hat denn da nicht aufgepasst? Im Rheinland!

Rückblicksweise

28. 10. 2015

Am Sonntag 25. wurde ich entpflichtet und verabschiedet. Ich bedanke mich bei Superintendent Pfarrer Reinhard Bartha für die Entpflichtung, den freundlichen Grußworten beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ein herzliches Dankeschön auch an alle, die mir Grüße ausgerichtet haben oder an mich dachten!

Hier noch das Geschenk des Teams der Kindertagesstätte. Es verdient besondere Beachtung.

Gottes Bodenpersonal

Wenn Schönes zu Ende geht

14. 8. 2015

Ich habe noch einmal nachgesehen: Zwölf Jahre lang habe ich an meiner Lieblingsgrundschule Religionsunterricht gegeben. Jedes Schuljahr neu musste ich diese „nebenamtliche Tätigkeit“ beantragen. Und nun hat es dort aufgehört, aus schulinternen Gründen.

Am Schulfest, eine Woche vor den Sommerferien, war ich dabei udn bekam plötzlich zugeraunt, mein Auftritt wäre gleich. Nanu? Eine Viertelstunde später durfte ich dann auf die Bühne, dort  gab es neben einem netten Lied der Schulkinder  noch ein Geschenk: ein Bild von allen Reli-Kindern; jedes hatte eine Blume gemalt.

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Dann noch ein paar Stunden, das war es dann.

Am letzten Schultag hatte auch eine Lehrerin ihren letzten Tag, lud zum Beisammensein und das Kollegium saß im Schatten unterm Baum; wir plauderten und genossen den Moment.

Danke! Es waren gute zwölf Jahre.

 

Glück am Morgen

21. 7. 2015

Abschlussgottesdienst der Realschule. Thema „Glück“. Am Schluss werden Glückssprüche verteilt. Auch die Akteure dürfen sich einen ziehen.

Auf meinem Zettel steht:

„Glück ist
morgens vom Wecker
und nicht von Bomben
geweckt zu werden.“

Über die Gutehirtenarbeit

15. 5. 2015

Jesus Christus spricht
„Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.“

Jesus grenzt sich hier vom Mietling ab. Einer Bezahlkraft. Die kennt ihre Grenzen. Und deshalb ist der Mietling auch eine Figur unserer Gegenwart. Wir leben davon, dass Aufgaben begrenzt sind, dass wir die Fülle der Aufgaben auf viele verteilen und jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten arbeiten soll und darf. Denn wenn man die Grenzen nicht erkennt, dann drohen Gefahren, für die eigene Gesundheit und möglicherweise auch für die anderer.

Ohne Grenzen geht das Engagement verloren. Wir sind nicht mehr mit Herzblut bei der Sache. Wir ziehen die Grenze, wir gehen davon, weil unsere Arbeitszeit herum ist. Wir dürfen bei Gefahr davon.

Doch ein Hirte muss sich mit seiner Arbeit identifizieren. Sonst übersieht er Gefahren. Dann kommt der Wolf. Das Böse, die Zerrissenheit, der Zank, die Zerstreuung, Vereinzelung und und…

Es ist die Frage, ob die Hirtenarbeit und vor allem die „Gutehirtenarbeit“ mit unseren Arbeitsverträgen zu vergleichen ist. Man kann darüber nachdenken. Es geht, meine ich, noch um eine andere Ebene, um den Glauben, um unser Herz. Und da können wir keine Grenze ziehen, da gibt es kein „Hammer fallen lassen, die Zeit ist um“. Der Glaube mag halbherzig sein, aber es geht ihm um den ganzen Menschen.

Und da sorgt sich kein anderer so gut um uns wie der GUTE HIRTE höchstselbst.

(Aus einer Predigt über Johannes 10, 11-16; 19.04.15, Sonntag vom Guten Hirten)

und nun und dann

11. 3. 2015

als sie noch munter war
jahre her
reichte ein blinzeln
ein augenaufschlag
und wir verstanden uns
sie die alte frau
und ich

und nun
am sterbebett
über sie gebeugt
die hände aufgelegt
gesegnet
abschiedsworte gesprochen
und dank
mit den händen über die haare
ihre augen nur geschlossen
durch die schwäche hindurch
kam etwas
ein paar mal
ein raunen

hingesetzt
mit den tränen gekämpft
und sie gewinnen lassen
zusammen mit der familie

es ist nicht bei jedem so
sagte ich
da war die gleiche wellenlänge
ich habe sie gern gehabt

und dann
war alles
dem EINEN
anvertraut
einfach so

und sie war
ganz ruhig
gegangen

Heißest du etwa Weihnachtsmann?

27. 12. 2014

Nein, natürlich nicht, auch wenn mein Nachname so ähnlich klingt. Doch kurz vorm Fest lass ich es mir nicht nehmen, einige Menschen mit einem Päckchen zu überraschen: die Austräger des Gemeindebriefs.

Da und dort Begegnungen:  zufällig läuft einer – aus einer ganz anderen Ecke der Gemeinde – an mir vorbei, als ich gerade etwas in einen Briefkasten anderer Leute lege. Wir begrüßen uns, und seine Wanderjacke hat weite Taschen; Platz genug für das Geschenkchen.
Bei Herrn und Frau M. klingel ich, um mich vom frischen Zustand des getauften Kindes zu überzeugen. Glück gehabt, denn kurze Zeit später wären sie unterwegs gewesen zu den Eltern.
Ein paar Straßen weiter erreiche ich Frau P. Glück gehabt, denn kurze Zeit vorher war sie noch beim Einkauf.
Zuletzt bei Ehepaar D. Vor ein paar Jahren hatte es eine schwere Erkrankung gegeben. Und jetzt: ein gutes und heiteres Gespräch. Gut, dass ich vorbeigekommen bin.

Auch woanders hätte ich vorbeischauen können. Über 70 Kilometer an zwei Tagen bin ich herumgefahren. Ohne Weihnachten hätte ich mehr Zeit gehabt. Ohne Weihnachten wäre ich gar nicht herumgefahren.


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