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Nur Mut!

4. 7. 2016

Manchmal weiß ich nicht, was ich von schöner Musik halten soll, außer dass ich sie schön finde:

Oh Wonder, Midnight Moon

Oder doch, da ist diese Zeile „You with the sad smile, don’t lose your courage“ – du mit dem traurigen Lächeln, verlier nicht den Mut! So sehe ich mich und andere, kurz vor den Ferien.

Behaltet den Mut, liebe Leserinnen und Leser, vor allem in dieser Arbeitswoche!

Landleben März 1945

3. 5. 2016

Der Mann ist Jahrgang 29 und erinnert sich:

Er wurde wie viele, zum Kriegsende eingezogen. 30 Kilometer vom Heimatort war er stationiert. Eines Morgens waren alle anderen weg. Bis auf ihn und einen anderen Jungen. Die Front war nähergerückt. Auch die Beiden wollten nicht Kanonenfutter werden.

Was jetzt? Nach Hause! Zu Fuß und manchmal auf Gespannen, immer wieder aufgehalten wegen der Tiefflieger,  war er zwei Tage später wieder bei den Eltern. Die Mutter war nicht nur erfreut. „Du bist wohl wahnsinnig! Du bist jetzt fahnenflüchtig. Wenn man dich erwischt, dann ist es aus.“ Und sie wusste Rat: „Geh runter in den Kohlenkeller, unter der Treppe.“ Dort harrte er aus.

Einen Tag später bekam er mit, wie ein Auto vorfuhr. Feldjäger! Natürlich, das Elternhaus, lag ja nahe. Seine Mutter schoss aus der Tür. Die Soldaten hatten kaum nach dem Sohn gefragt, da legte sie los: „Es ist Krieg, mein Sohn ist irgendwo Soldat, ich weiß nicht, wo er ist, und ihr wagt es hierherzukommen? Bringt ihn mir gesund wieder!“

Schritte, die Wagentüren schlugen zu, der Motor sprang an und weg waren sie.

Gläubige Verwegenheit

10. 12. 2015

Du bist der hoch geliebte Fürst
der Schwachen und der Kleinen,
nach welchem unsre Seele dürst‘,
du einig’s Gut der Deinen.
Hilf uns durch alle Schwierigkeit
und auch durch alle Schwächen
in gläubiger Verwegenheit
mit Sieg und Segen brechen.

Nikolaus Ludwig von Zinzendorf BG 526,2 

„Gläubige Verwegenheit“ – die kann auch das 21. Jahrhundert  gebrauchen. Beispiele? Auch von sich selbst? Da kann man schon nachdenklich werden…

 

Mut

24. 10. 2012

(Nicht nur für Hao)

Unverzagt und ohne Grauen
soll ein Christ,
wo er ist,
stets sich lassen schauen.
Wollt ihn auch der Tod aufreiben,
soll der Mut
dennoch gut
und fein stille bleiben.

Paul Gerhardt

Mut steht als christliche Tugend nicht an oberster Stelle (in der heutigen Zeit in Mitteleuropa). Aber nötig haben wir sie, Nichtchristen auch.

Warum soll der Mut, „fein stille bleiben“? Weil er Lautstärke nicht verträgt? Ich habe wohl auch früher gefordert, „die Kirche“ (wer ist das?) müsse „lautstark“ gegen irgendetwas protestieren – und das sei dann mutig. Kann sein. In den Achtzigern und Neunzigern haben das viele gefordert.

Mut hat auch mit Seelsorge zu tun – das ziehe ich aus Paul Gerhardts Liedstrophe. „Fein stille“: „freundlich und entscheiden“ sage ich gerne, wenn ich mir überlege, wie eine Forderung vorgebracht werden soll.

Und wer ist „die Kirche“? Alle, die dazugehören. Dann man los…
(Und denen, die nicht, kann Mut auch nicht schaden.)

Espresso vom 23. September

23. 9. 2009

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Jesaja 41,10

Ein schönes Wort für diesen Tag. Es macht mir Mut…


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