#coolermix 10

20. 1. 2021
Florence + The Machine, No Light No Light

Hier wird alles aufgeboten für Rhythmus und Lautstärke. Das passt, wenn man’s braucht. Und pompös gerät der Gesang über gerade zerbrochene Liebe.

Aus dem #musikarchiv 9

19. 1. 2021
Ramsey Lewis, Wade In The Water

Eine instrumentale Version des Gospels. (Siehe Beitrag vom 25.03.2011.) Dazu noch mit einer persönlichen Erinnerung an die „Berichte von heute„, die im WDR (und NDR) von 23.30 bis Mitternacht liefen; von diesem Stück kam stets das Intro.

Gestern vor 10 Jahren: Lob der Skepsis

18. 1. 2021

Ich bin zu skeptisch
um den pessimisten zu glauben .

(Hatte ich mal in einen Kommentar geschrieben.)

Original: https://theomix.wordpress.com/2011/01/17/lob-der-skepsis/

Sterngedicht

16. 1. 2021
Andreas Gryphius, an die Sternen, gesprochen von Christian Brückner

Gut vorgetragene Gedichte sind anders als selbst gelesene, hier jedenfalls sogar besser.

#coolermix 9

15. 1. 2021
Nolwenn Leroy, La Jument De Michao

Von der langen Liste 9

14. 1. 2021
Depeche Mode, Where’s the Revolution

Kann man sich fragen, wo die Revolution bleibt. Muss aber nicht kommen, denn bis die Ikonographie so ist, wie sie hier karikiert wird, fließt viel Blut.

Dave Gahan auf der kleinen Rednertribüne hat eine manierierte Gestik. Die hat er von Goebbels kopiert.

Diktatur ist Diktatur, ob Faschismus, Kommunismus oder andere Schattierungen: Die Unzufriedenheit wird genutzt, ohne dass außer den dann Herrschenden jemand zufrieden wäre. Das ist der Lauf der Dinge, siehe George Orwells „Animal Farm“.

Gruß aus den Neunzigern 8

13. 1. 2021
Die Toten Hosen, Wünsch DIR was

„Das Lied war eigentlich ironisch gemeint, aber die Leute haben es oft nicht so interpretiert. Also habe ich mir gesagt: Bitteschön, wenn denen das Mut macht, ist es auch okay.“

Campino, laut Wikipedia nach: Jan Weiler: Kinder, wie die Zeit vergeht … Die Toten Hosen erzählen – Jan Weiler hört zu 1982–2007. Begleitheft zur Neuauflage 2007, Folge 9: Kauf MICH!

Aus dem #Musikarchiv 8

12. 1. 2021
The Pierces, Secret

Was passieren kann, wenn man Geheimnisse nicht für sich behalten kann.

Von der langen Liste 8

11. 1. 2021

David Guetta, What I Did For Love, ft. Emeli Sandé

(Ich kann es manchmal auch kaum glauben. Weniger schmerzhaft war es.)

… sonst nichts

9. 1. 2021

Christian Morgenstern:

Das Knie

Ein Knie geht einsam durch die Welt.
Es ist ein Knie, sonst nichts!
Es ist kein Baum! Es ist kein Zelt!
Es ist ein Knie, sonst nichts.

Im Kriege ward einmal ein Mann
erschossen um und um.
Das Knie allein blieb unverletzt
als wärs ein Heiligtum.

Seitdem gehts einsam durch die Welt
Es ist ein Knie, sonst nichts.
Es ist kein Baum, es ist kein Zelt.
Es ist ein Knie, sonst nichts.

Losung vom Freitag, 8. 1.

8. 1. 2021

Losungstext:
Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht wanken werde.
Psalm 62,7

Mir genügt für heute das Psalmwort.

Lehrtext:
Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen.
Hebräer 12,12-13

Heute vor 10 Jahren: Hauptsache…

7. 1. 2021

Das Geburtstagskind saß auch in diesem Jahr am Tisch. Wie letztes Jahr schaute sie mich schräg von der Seite an: „Wer sind Sie? Kenne ich Sie?“ Ich stelle mich vor, gratuliere, wir kommen ins Gespräch. Ich erwähne noch einmal ihr Alter. „Ja, so alt wird kein Schwein“, sagt sie. Wir lachen.

Und dann meint sie – und dabei tippt sie sich an die Stirn: „Hauptsache, da oben ist noch alles in Ordnung.“ Ich stimme ihr zu.
Denselben Satz wiederholt sie in den nächsten drei Minuten noch zwei Mal.

Hier zum Original: https://theomix.wordpress.com/2011/01/07/hauptsache/

Das Weihnachtsfest der Weisen

6. 1. 2021

Matthäus 2,9b-11:
„Und siehe, der Stern, den sie [die Weisen] im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen, bis dass er kam und stand oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“

Hier nach der Lutherübersetzung, Revision 1912.

Ich wünsche einen schönen Dreikönigs-/ Epiphaniastag!

Pause oder so

4. 1. 2021

Zur Zeit sitze ich gerne am Weihnachtsbaum und genieße das, was ist.

Na, dann lasse ich euch teilhaben und mach das Bloggen weiter, wenn es so weit ist.

Statistik 2020

2. 1. 2021

Mit 17.781 Aufrufen ist mein Blog so oft besucht worden wie seit vier Jahrn nicht. Ob das am Besuch vieler Spammer liegt, sei dahingestellt.
Denn mit 15.697 Spamkommentaren ist ein Höhepunkt der letzten Jahre erreicht. Demgegenüber waren 617 Kommentare „seriös“.
Der am meisten aufgerufene Beitrag war Verschwundene Verkehrsteilnehmer: Der Mann mit dem Handkarren vom 07.04.2016: 321mal.

Woher kamen die Besucher? Die Top Ten:
1. Google-Suche
2. WordPress-Reader
3. hausfrauhanna.blogspot.com
4. allesalltaeglich.de
5. Twitter
6. bloggerliste.blogspot.com
7. Facebook
8. GMX-Konten
9. beymeister.wordpress.com
10. WordPress Android App

ins neue jahr

1. 1. 2021

stille
erwägen, was geboten ist
und das tun nicht vermeiden
vertrauen
und um gute eingebungen bitten

das könnte genügen
für das jahr

freude
über das wir
und achtgeben
und dank und freude

das kann das jahr
erfüllen

Ein frohes, gesegnetes 2021!

Text © Jörg Wilkesmann

Jahresende 2020

31. 12. 2020

Das Jahr geht still zu Ende,
nun sei auch still, mein Herz.
In Gottes treue Hände
leg ich nun Freud und Schmerz
und was dies Jahr umschlossen,
was Gott der Herr nur weiß,
die Tränen, die geflossen,
die Wunden brennend heiß.

Hilf du uns durch die Zeiten
und mache fest das Herz,
geh selber uns zur Seiten
und führ uns heimatwärts.
Und ist es uns hienieden
so öde, so allein,
o lass in deinem Frieden
uns hier schon selig sein.

Eleonore Fürstin Reuß 1867

Ich wünsche allen einen ruhigen, freundlichen Jahreswechsel!

Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (4)

30. 12. 2020

Weihnachten nach Johannes

Das Johannesevangelium hat eine Einleitung, die weltumspannend ist und wie die Schöpfungsgeschichte beginnt: „Am Anfang…“ Am Anfang war der LOGOS, das Wort, die Vernunft, das Weltprinzip – das mag den ersten Lesern im Ohr geklingelt haben. Die Philosophie lässt grüßen. Und dann geht das Ganze hinüber zur Geschichte mit Johannes dem Täufer. Das war es schon.

„Bleib mir weg mit Bethlehem“, das scheint ein heimliches Motto des Johannesevangeliums zu sein. Es kommt gar nicht vor. Im Gegenteil, Johannes hat eine kleine feine Spitze in sein Werk eingebaut: „Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth.“ (1,45) Josefs Sohn, aus Nazareth – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Auch in den anderen Evangelien ist er Jesus von Nazareth, aber Lukas und Matthäus haben ihn natürlich nicht Josefs Sohn genannt.

Man darf sich da natürlich zurechtreimen, dass seine Namensangabe mit „Sohn Gottes“ höchst seltsam angemutet hätte, aber so steht es nun mal da. Jesus ist Josefs Sohn. Eine Krippe hat hier keinen Platz.

Oder doch?

Im 1. Johannesbrief, der sprachlich und inhaltlich in der Nähe des Evangeliums ist, da sind die Anfangsverse so, als ob sie aus dem Mund der Hirten oder der Weisen kämen:

„Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist – was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch.“ (1. Joh. 1, 1-3a)

Diese Stelle sagt zumindest: Hier, beim Glauben, geht es um Dinge von Fleisch und Blut – wie Jesus auch aus Fleisch und Blut war. (Auch hier das Stichwort „Anfang“ und wieder der Logos…)

Wer mehr darin sieht, darf sich freuen, dass es zur Epistellesung am 1. Sonntag nach Weihnachten geworden ist, also recht nah an der Krippe.

Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (3)

29. 12. 2020

Weihnachten nach Markus

Hier kann ich mich kurz fassen, wie der Evangelist selbst. „Das ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus.“ Das ist der erste Vers. Und der zweite: „Es ist die Stimme eines Predigers in der Wüste“. Nichts weiter.

Oder doch? Zum Thema Familie gibt es bei Markus (und nur bei ihm) einige interessante Stellen.

„Und er ging in ein Haus. Und da kam abermals das Volk zusammen, sodass sie nicht einmal essen konnten. Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.“ (Markus 3, 20f)
Von hier aus kann man  nur sehr begrenzt von „heiliger Familie“ reden.

Markus schildert eh ein konfliktreiches Familienleben und definiert folgerichtig Familie neu:

„Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir.
Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ (3, 31-35)

In Markus 6, 3 fragen die Einwohner Nazareths: „Ist er (Jesus) nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns?“
Das ergibt mindestens sechs Geschwister. Die Arbeit war für Maria „nach Weihnachten“ nicht herum…

Konfliktgeladen ging es zu in der Zimmermannsfamilie, auch nach der Pubertät.

Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (2)

28. 12. 2020

Weihnachten nach Matthäus

Die ganze Vorgeschichte, also die ersten beiden Kapitel, sind gefüllt mit Träumen, die die Handlung steuern: Joseph träumt (wie sein alttestamentlicher Namensvetter), die Weisen aus dem Osten haben auch Träume – und einen Stern am Himmel.

Ganz andere Geschichten werden hier erzählt, und sie tauchen eher am alten orthodoxen Weihnachtsfest auf, am 6. Januar. Epiphanias, Erscheinung  – des Lichts, weil der Stern eine große Rolle spielt.

  1. Januar, war da nicht was mit den Heiligen Drei Königen?
    Jein!
    Weder drei noch Könige. Und heilig – so wie wir alle. Matthäus erzählt von Magiern, Sterndeutern, aus dem Osten (Persien, Indien?). Drei ist die Zahl ihrer Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe (nicht Möhren!).

Weil sich diese Gaben nur wirklich reiche Leute leisten konnten, kam man im Volksglauben darauf, dass das Könige sein müssten. Aber nein, es waren Astrologen, Philosophen…

Danach kommt der Kindermord in Bethlehem, während die Jesusfamilie sich nach Ägypten absetzt. Als Herodes tot ist, regiert kurzfristig dessen Sohn, und so geht man lieber nach Galiläa und landet in Nazareth.

Was würde Lukas dazu sagen?

Prägende Tradition ist die Evangelienharmonie. Mit einigen tiefen Durchatmern kriegt man das gebastelt: da, wo Lukas nichts berichtet, hat Matthäus etwas. Es bleiben leichte Unebenheiten im Erzählfluss: Wieso denkt Matthäus darüber nach, wie es nach dem Tod des Herodes in Bethlehem aussieht – wenn Nazareth nach Lukas eh die Heimat war? Und die Zwei/Drei müssten sich wohl länger in Bethlehem aufhalten, bis die Weisen ihr Ziel erreicht haben.

Oder sind die beiden Berichte recht unabhängig voneinander entstanden und später zusammengesehen worden? Dann hat Lukas eben die Geschichte von Volkszählung, Geburt im Stall, Besuch der Hirten –  und zurück geht es nach Nazareth. Und Matthäus berichtet, dass die ortsansässige junge Familie Besuch von Weisen erhält, die den Stern über der Stadt gesehen haben. Danach müssen sie ihre Siebensachen packen, nach Ägypten fliehen, können in ihre Heimat nicht zurück und siedeln sich im Norden des Landes an.

Gemeinsames Interesse beider Sichtweisen: Hier soll nachgewiesen werden, dass Jesus der Messias aus der Familie Davids – inklusive Geburtsstadt ist – denn beide Evangelien belegen das mit einem Stammbaum – der dann auch wieder jeweils Unterschiede hat.

Genug davon, rückt die Hirtenfiguren in Richtung Krippe…


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