Archive for the ‘Und sonst’ Category

Auf einem Kirchentag

20. 1. 2022

Kirchentag in Wuppertal. Ich bin dabei. Ich will zu einer Veranstaltung in der Blumenstraße. Zwei Theologiestudenten schließen sich mir an. Nestor der eine. Der andere hat einen noch fremderen Namen, Fockonn oder Fokgong. Ich kenne „Focke“ bei den Ostfriesen. Er meint, sein Name wäre die friesische, also Nordfriesische Variante. Jetzt noch auf den Stadtplan schauen, wo die Blumenstraße liegt.

Die alte Heimatstadt im Traum ist kein Wunder. Die Blumenstraße gibt es tatsächlich, etwas abseits liegt sie. Ich kann mich nicht erinnern, dort gewesen zu sein.

Nestor bedeutet „Heimkommen“, sagen die Namenslexika. Nicht sehr erstaunlich. Den anderen Namen konnte ich nicht entschlüsseln.

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Mit Egon Bahr an einem Tisch

18. 1. 2022

Eigentlich soll es ein Interview mit Egon Bahr werden, aber es ist eine nette Plauderei. Wir sitzen an einem Esstisch und können nach draußen auf eine Bonner Altstadtgasse sehen.

Wir plaudern, es werden Pellkartoffeln gereicht, fast warm, in der Mitte geteilt und mit einer würzigen Quarkcreme bestrichen. Köstlich.

Das Gespräch ist zu Ende, ich bedanke mich und gehe nach draußen. Wohin jetzt? Ich werde wach.

Zum neuen Jahr

31. 12. 2021

Ein gutes, gesegnetes 2022!

„Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
Johannes 6, 37

2021 zu Ende

31. 12. 2021

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen ruhigen Jahreswechsel!

(So ruhig, wie ihrs braucht. Ich: reichlich.)

Plötzliches Ende eines Taufgesprächs

21. 12. 2021

Taufgespräch als Härtefall: Die haben komische Vorstellungen, zum Beispiel ob sie während der Taufe ihres Kindes auf der Empore sitzen sollen. Wenn die weiterhin so unbedarft sind, dauert es sicher 2 Stunden. 🙄
Plötzlich am rechten Ohr Babygeschrei. Ich werde wach. Das Baby schläft wieder ein.
Die Anstrengung ist zu Ende. 😇

Die Zeitung von übermorgen

11. 10. 2021

Vom Zeitunglesen

Korf trifft oft Bekannte, die voll von Sorgen
wegen der sogenannten Völkerhändel. Er rät:
»Lesen Sie doch die Zeitung von übermorgen.

Wenn die Diplomaten im Frühling raufen,
nimmt man einfach ein Blatt vom Herbst zur Hand
und ersieht daraus, wie alles abgelaufen.

Freilich pflegt man es umgekehrt zu machen,
und wo käme die ›Jetztzeit‹ denn sonst auch hin!
Doch de facto sind das nur Usus-Sachen.«

– Christian Morgenstern –

Das Himmler-Projekt

29. 9. 2021

Die Geheimrede Himmlers vor SS-Offizieren 1943 in Posen ist meist wegen eines kurzen Zitats berühmt geworden. (Zum Beispiel hier.)

2001 hat der Regisseur Romuald Kamarkar die gesamte Rede vorlesen lassen. Drei Stunden schaut man den Schauspieler Manfred Zapatka. Es ist sehr gut gelesen, aber dennoch ist es mühsam zuzuhören.

Endlich habe ich den Film auf YouTube entdeckt. (Und der Film lässt sich dann jederzeit unterbrechen…)

https://youtu.be/JnGYiYSchyE

Kleine Geburtstagsfeier

16. 9. 2021

Hier ist nicht viel los zur Zeit. Aber immerhin, 13 Jahre schon…

Busfahrermentalität

17. 8. 2021

Ich habe es schon vielen erzählt, nun schreibe ich es auch hier.

Im westlichsten Südwesten Deutschlands, im Saarland – 10 Jahre lebte ich dort -, kannst du einen Busfahrer um Auskunft bitten und er wird ein Gespräch mit dir beginnen. Nach ein paar Minuten kennst du seine Lebensumstände und weißt womöglich von gemeinsamen Bekannten.

Es ist wohl eine Mentalitätsfrage. In anderen Ecken Deutschlands sieht es anders aus:

Mitte der Neunziger gab’s einen Familienurlaub auf Langeoog. Mit dem Zug bis Norden, von dort mit dem Bus nach Bensersiel, das letzte Stück mit dem Schiff.
Auf dem Rückweg kommen wir vom Schiff zum Busbahnhof und steigen in den Bus nach Norden. Wir haben das Gepäck verstaut, sitzen und warten auf die Abfahrt. Dem Buseingang nähert sich eine ältere Dame und fragt den Busfahrer: „Ist das der Bus nach Jever?“ Der antwortet: „Nö.“
Ein ganzer Satz mit Sprachbogen von N nach ö. Kurzes ö. Das war’s.

Heute vor 10 Jahren und vorletztes Jahr immer noch

9. 7. 2021

Vor zwei Jahren war ich noch einmal dort, die Beschilderung sah immer noch so aus. 🙂

Schauen

14. 6. 2021

Die goldene Sonne spielt
auf dem Hof vor der Tür
mit den grünen Blättern der Linde.
Im Kinderwagen liegt die Kleine
und schaut und staunt
und staunt und schaut
Sonst plappert und lallt sie
Jetzt liegt sie still
nur die Augen wandern, offen der Mund.

Manche blättern Hunderte hin
um an erlesenen Orten
in teuren Kursen
wieder schauen zu lernen

Dabei ist es nicht schwer
Ich leg alles beiseite
und schau einfach ins Grüne
und nichts ist wichtiger
(und wär es nur eine Zimmerblume)

Sich an den Kopf gefasst und geschrieben

7. 6. 2021

#evang #synodeAB

Ist Geschlecht ein Qualitätskriterium? Das Thema ist seit Jahrzehnten präsent und jetzt erst soll ein Projektteam das Ei der Kolumba finden?
Kam die Initiative aus Gemeinden? Inwieweit sind Initiativen „von oben“ nicht schon selbst eine „patriarchale Gegebenheit“, die man doch überwinden will? Wird es tief an die Strukturen gehen und das episkopal-konsiatoriale Element minimieren, damit es wirklich presbyterial-synodal wird? Oder produziert das Projektteam ein besseres Bewusstsein als die Basis je zu hoffen wagte?
Beruft bitte ein Kind ins Team, es hat die beste Kompetenz, der Kaiserin neue Kleider zu beurteilen.

Mein Kommentar zu diesem Bericht:

https://evang.at/evangelische-kirche-setzt-schritte-zu-einer-geschlechtergerechten-leitungskultur/

Ein wundersames Kind

18. 5. 2021

Das Kind ist uns eingelaufen! Vor zwei Wochen bei einer Untersuchung im Krankenhaus kam sie auf 59 cm, diese Woche beim Kinderarzt war sie knapp 57 cm groß.

Da Ärzte nicht irren, muss das an den Eltern liegen. Vermutlich haben wir sie ein Mal zu heiß gebadet. Und zack, geschrumpft.

Teneo quia teneor – halten weil gehalten

5. 5. 2021

Schon mal Thema:
https://theomix.wordpress.com/2018/05/29/allseits-gehalten-so-viel-zum-29-05/



Lauren Daigle – You Say

Neues Lied mit alten Worten

3. 5. 2021

Der Wochenpsalm nach dem Sonntag Kantate, nach der Luther-Übersetzung 1912

Psalm 98

Singet dem HERRN ein neues Lied;
denn er tut Wunder.
Er siegt mit seiner Rechten
und mit seinem heiligen Arm.
Der HERR lässt sein Heil verkündigen;
vor den Völkern lässt er seine Gerechtigkeit offenbaren.
Er gedenkt an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel;
aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes.
Jauchzet dem HERRN, alle Welt;
singet, rühmet und lobet!
Lobet den HERRN mit Harfen,
mit Harfen und Psalmen!
Mit Drommeten und Posaunen
jauchzet vor dem HERRN, dem König!
Das Meer brause und was darinnen ist,
der Erdboden und die darauf wohnen.
Die Wasserströme frohlocken,
und alle Berge seien fröhlich
vor dem HERRN; denn er kommt das Erdreich zu richten.
Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht.

Würd es mir fehlen, würd ich’s vermissen?

1. 5. 2021

Theodor Fontane:

Heut früh, nach gut durchschlafener Nacht,
bin ich wieder aufgewacht.
Ich setzte mich an den Frühstückstisch,
der Kaffee war warm, die Semmel war frisch,

ich habe die Morgenzeitung gelesen
(es sind wieder Avancements gewesen).
Ich trat ans Fenster, ich sah hinunter,
es trabte wieder, es klingelte munter,
eine Schürze (beim Schlächter) hing über dem Stuhle,

kleine Mädchen gingen nach der Schule —
alles war freundlich, alles war nett,
aber wenn ich weiter geschlafen hätt‘
und tät von alledem nichts wissen,
würd es mir fehlen, würd ich’s vermissen?

Frohe Ostern!

4. 4. 2021

Am Freitag ist eine Tochter zur Welt gekommen. Das Kirchenjahr ist deshalb verrutscht. Karfreitag war mir ziemlich egal.

Die Tage zuvor haben wir gewartet. Intensiver als in der übrigen Schwangerschaft. Darum die Stille auf dem Blog. Und ich vermute, das Leben spielt in der nächsten Zeit mehr im analogen Leben als hier.

Sei’s drum. Jetzt ist Ostern. Gott hat Jesus neues Leben geschenkt und die Tür zur Ewigkeit aufgetan. Ein neues Menschenleben ist ein schwacher Abglanz davon – und ein fröhlicher.

Frohe Ostern in nah und fern!

Das Leben geht weiter und es ist gut

25. 3. 2021

Ein halbes Jahr lang habe ich den Blog wiederbelebt, indem ich meine YouTube-Lesezeichen hierher verlagert habe. Zwischendrin Erinnerungen, kleine Texte und neue Funde bei YouTube. dieses Regelmaß unterbreche ich für eine kurze Zeit und dann werden wir sehen.

Es ist gut hier. Wir lesen uns!

Sasha, Good Days

Von der langen Liste 18

24. 3. 2021

Rammstein-Fan war ich nie und nach diesem Song werde ich auch keiner werden. Aber er ist originell zu hören.
Ich habe zuerst gehört und dann das Video gesehen. Sollen nun die dreißiger Jahre karikiert werden oder die fünfziger bis sechziger? Das ist so eine Unschärfe, die ich, nun ja, schwierig finde. aber sonst kann man’s ja hören:

Rammstein, Radio

Psalm 43

23. 3. 2021

Der Wochenpsalm in der Vertonung von Felix Mendelssohn-Barhtoldy:

Felix Mendelssohn Bartholdy, Richte mich Gott (Psalm 43) Op.78 Nr. 2, gesungen von Vocantare Berlin unter der Leitung von Nils Jensen

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