Archive for the ‘Und sonst’ Category

Blog-Geburtstag 2022

16. 9. 2022

WordPress erinnert mich heute an den Blog-Geburtstag. 14 Jahre alt. Ein bisschen flügellahm kommt der Blog zurzeit daher. Er ist aber weiterhin lebensfroh. Vieles läuft im Hintergrund; und wer auf Twitter nach mir sucht, findet dort einiges.

Sechs Zeilen, fünf Buchstaben und Gott und Mensch

3. 8. 2022

Vor Monaten habe ich Wordle ausprobiert, und jetzt mach ich regelmäßig mit.

Das Original: https://www.nytimes.com/games/wordle/index.html

Auf Deutsch: https://wordle.at/ und https://6mal5.com/

Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht, die findet ihr hier:

Vor Gott spielen: Mein Wordle-Club

Viel Spaß beim Lesen und Lösen!

Über den eingerosteten Glauben…

20. 7. 2022

Über den eingerosteten Glauben berichtet die Ordensfrau Jordana Schmidt in einer Radioandacht.

Ich fand das gut und hilfreich. Deswegen verlinke ich das hier:

Mit einer Frage geliebäugelt

4. 7. 2022

Gehört „liebäugeln“ zu eurem aktiven Wortschatz?

Pfingsten 2022

6. 6. 2022

Es gibt nicht viel, es geht still zu.

Frohe Pfingsten noch!

Heute vor 10 Jahren: Des Kaisers neuer Zaun

16. 5. 2022

https://theomix.wordpress.com/2012/05/16/des-kaisers-neuer-zaun/

Auch schon fünfzig Jahre

27. 4. 2022

Der Geschichtslehrer kam mit einem Radio ins Klassenzimmer. „Das hat es in der Bundesrepublik bisher noch nicht gegeben.“ Und weil er auch Deutsch gab, verfolgten wir eine Doppelstunde das erste Misstrauensvotum. Und erfuhren, was daran „konstruktiv“ war und warum.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-das-misstrauensvotum–willy-brandt-am–100.html

Ostern mit guten Aussichten

16. 4. 2022

Frohe Ostern in Nah und Fern!

„Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen;“

1. Korinther 15,20

Wir haben gute Aussichten.

Amen Brun, All My Tears

#nichtvergeblich Teil 2 und: #anerkannt

9. 4. 2022

Gestern, 8. April, war der zweite Verhandlungstag. Das iranische Paar wurde anerkannt und die Familie darf nun ihr Leben in Österreich planen.

Eine Pfarrerin, ein Pfarrer und ein Lektor waren Zeugen der Verteidigung. (Ich war dieses Mal nicht dabei.)

Wir sind sehr dankbar.

Psalm 82

11. 3. 2022

Ein Psalm Asafs.

Gott steht in der Gottesgemeinde und ist Richter unter den Göttern.

»Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Gottlosen vorziehen? SELA. Schaffet Recht dem Armen und der Waise und helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht. Errettet den Geringen und Armen und erlöst ihn aus der Gewalt der Gottlosen.«

Sie lassen sich nichts sagen und sehen nichts ein, sie tappen dahin im Finstern. Darum wanken alle Grundfesten der Erde.

»Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Söhne des Höchsten; aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.«

Gott, mache dich auf und richte die Erde; denn du bist Erbherr über alle Heiden!

Lutherbibel 1984, © Deutschpe Bibelgesellschaft

Die Götter haben heute viele Namen: Putin, Biden, Xi, und bei den kleineren Rängen Macron, Johnson, Selenskyj (Helden werden gerne vergöttert). Und so weiter.

Dennoch…

9. 3. 2022

https://music.youtube.com/watch?v=J9EJWQodFUg&feature=share

Melissa Helser, Sound Mind

mit Dank an weilmaglaubn.at

#nichtvergeblich

15. 2. 2022

In der Gemeinde wohnt ein iranisches Ehepaar, das den Asylantrag abgelehnt bekam, obwohl sie evangelisch sind. Sie haben Widerspruch eingelegt und 3 Jahre auf die Gerichtsverhandlung gewartet. Ich bin als ihre Vertrauensperson hinzugebeten. Das Verfahren ist vor dem Bundesverwaltungsgericht in Wien, am Mittwoch um 9 Uhr.

Das wären 3 Stunden Fahrt. 4 Uhr aufstehen, 5 Uhr los? 😕 Zum Glück kann mich ein befreundeter Kollege Dienstag Abend für die Nacht aufnehmen. 🙂 Erst mal 160 km.

Am Mittwoch lande ich punktgenau nach 125 km um 8:30 Uhr auf dem nahegelegenen Parkplatz. Die paar Schritte zum BVerwG. Bin zum 5. Mal hier und kenne den Ablauf: Anmelden, Gepäck und Körper werden durchleuchtet.

Ah, da sitzen die beiden ja, und bei ihnen der Anwalt. Wir begrüßen uns.

Der Anwalt ist kundig in Asylverfahren, wie gut. Zugleich warnt er mich, die Richterin könne mich wegen COVID usw. vor die Tür setzen. Er bittet mich, das im Fall der Fälle zu akzeptieren. Es seien zwar alle drei Mal geimpft, aber wer weiß.

Die Richterin öffnet die Tür zum Saal. Der Anwalt weist auf mich als Vertrauensperson hin. Die Richterin sagt, dass sie nicht mit so viel Leuten gerechnet hat, der Saal sei zu klein. (8 nzw. 7 Menschen verteilen sich auf ca. 30 m², bzw etwa 90 m³.) Ich müsse leider gehen, trotz der langen Reise. Ich folge dem Rat des Anwalts, verabschiede mich und gehe.

Für diese erste Verhandlung sind 7,5 Stunden angesetzt. Und nun bin ich schon am Vormittag wieder aus dem Gericht heraus. Wider Erwarten bin ich früher bei der Familie. (220 km)

Mein Resümee: Trotzdem war es nicht vergeblich. – Es war gut für das Paar, dass ich wenigstens ein paar Minuten da war. – Und ich wusste sie bei diesem Anwalt in guten Händen. – Die Richterin hat gesehen, dass jemand eine weiten Weg für die beiden auf sich genommen hat. Nur dass das Ende so überraschend kam…

Aus der Tiefe…

28. 1. 2022
Leonard Cohen, You Want It Darker

Ist das noch ein Glaube? So resigniert? Doch, es ist Glaube, in der Tiefe. Das Dunkle verdeckt fast das Licht in der Ferne. Gott wird nicht geleugnet, auch wenn er so fern zu sein scheint. „Hinejni“ – „Siehe, hier bin ich“. So lautet, häufig im Alten Testament, die Antwort auf Gottes Ruf.

„I am ready, my Lord.“ Ready: Fertig – wozu? Zur Reise? Wenige Tage, nachdem das Album herauskam, ist Leonard Cohen gestorben. Schwer krank, die Lieder würden bei ihm Zuhause aufgenommen. Als im Lied die Stimme Cohens verstummt, übernimmt der Kantor und der Gesang aus der Tradition steht am Schluss. So viel Sehnsucht und Ergriffenheit – das trägt.

Hinejni. Sieh da bin ich. Vielleicht bleibt am Ende nichts anderes. Tiefer Glaube wäre das.

Auf einem Kirchentag

20. 1. 2022

Kirchentag in Wuppertal. Ich bin dabei. Ich will zu einer Veranstaltung in der Blumenstraße. Zwei Theologiestudenten schließen sich mir an. Nestor der eine. Der andere hat einen noch fremderen Namen, Fockonn oder Fokgong. Ich kenne „Focke“ bei den Ostfriesen. Er meint, sein Name wäre die friesische, also Nordfriesische Variante. Jetzt noch auf den Stadtplan schauen, wo die Blumenstraße liegt.

Die alte Heimatstadt im Traum ist kein Wunder. Die Blumenstraße gibt es tatsächlich, etwas abseits liegt sie. Ich kann mich nicht erinnern, dort gewesen zu sein.

Nestor bedeutet „Heimkommen“, sagen die Namenslexika. Nicht sehr erstaunlich. Den anderen Namen konnte ich nicht entschlüsseln.

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Mit Egon Bahr an einem Tisch

18. 1. 2022

Eigentlich soll es ein Interview mit Egon Bahr werden, aber es ist eine nette Plauderei. Wir sitzen an einem Esstisch und können nach draußen auf eine Bonner Altstadtgasse sehen.

Wir plaudern, es werden Pellkartoffeln gereicht, fast warm, in der Mitte geteilt und mit einer würzigen Quarkcreme bestrichen. Köstlich.

Das Gespräch ist zu Ende, ich bedanke mich und gehe nach draußen. Wohin jetzt? Ich werde wach.

Zum neuen Jahr

31. 12. 2021

Ein gutes, gesegnetes 2022!

„Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
Johannes 6, 37

2021 zu Ende

31. 12. 2021

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen ruhigen Jahreswechsel!

(So ruhig, wie ihrs braucht. Ich: reichlich.)

Plötzliches Ende eines Taufgesprächs

21. 12. 2021

Taufgespräch als Härtefall: Die haben komische Vorstellungen, zum Beispiel ob sie während der Taufe ihres Kindes auf der Empore sitzen sollen. Wenn die weiterhin so unbedarft sind, dauert es sicher 2 Stunden. 🙄
Plötzlich am rechten Ohr Babygeschrei. Ich werde wach. Das Baby schläft wieder ein.
Die Anstrengung ist zu Ende. 😇

Die Zeitung von übermorgen

11. 10. 2021

Vom Zeitunglesen

Korf trifft oft Bekannte, die voll von Sorgen
wegen der sogenannten Völkerhändel. Er rät:
»Lesen Sie doch die Zeitung von übermorgen.

Wenn die Diplomaten im Frühling raufen,
nimmt man einfach ein Blatt vom Herbst zur Hand
und ersieht daraus, wie alles abgelaufen.

Freilich pflegt man es umgekehrt zu machen,
und wo käme die ›Jetztzeit‹ denn sonst auch hin!
Doch de facto sind das nur Usus-Sachen.«

– Christian Morgenstern –

Das Himmler-Projekt

29. 9. 2021

Die Geheimrede Himmlers vor SS-Offizieren 1943 in Posen ist meist wegen eines kurzen Zitats berühmt geworden. (Zum Beispiel hier.)

2001 hat der Regisseur Romuald Kamarkar die gesamte Rede vorlesen lassen. Drei Stunden schaut man den Schauspieler Manfred Zapatka. Es ist sehr gut gelesen, aber dennoch ist es mühsam zuzuhören.

Endlich habe ich den Film auf YouTube entdeckt. (Und der Film lässt sich dann jederzeit unterbrechen…)

https://youtu.be/JnGYiYSchyE


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