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Wellenverminderung

14. 4. 2016

Das habe ich erst in den letzten Wochen  mitbekommen: Zum Jahreswechsel haben die letzten deutschen Sender die Ausstrahlung über Mittel- und Langwelle eingestellt.

Eine glorreiche Geschichte war damit verbunden. Ist UKW doch eine späte Entwicklung, verglichen mit den anderen Wellen.

Eine glorreiche Geschichte: In den Siebzigern hörte ich samstags und sonntags nachmittags gerne den Deutschlandfunk. Etwa wenn ich Briefmarken ablöste und trocknete. Auf UKW gab es entweder ernsteste Musik oder Fußballfußball. Doch der Deutschlandfunk sendete Informationen, Wortbeiträge. Jedoch nur auf Mittelwelle oder Langwelle. Die eine Welle schwankte, die andere hatte Pfeiftöne.

Das sind sicher auch Gründe, warum die beiden Wellen verschwunden sind. Und den Deutschlandfunk kann ich nun auch über UKW hören. Ohne Schwanken oder Pfeifen. Nur Briefmarken sammeln habe ich mir abgewöhnt.

Meine Suchtgeschichte

15. 3. 2016

Vermutlich, meinen einige Menschen meiner Umgebung, sei ich smartphonesüchtig. Ich wage nicht zu widersprechen, denn damit würde ich den Verdacht ja nur bestätigen.

Davor war ich übrigens internetsüchtig.

Bevor das Internet ins Haus kam, war ich computersüchtig.

Und das alles habe ich überlebt und mein Hirn auch.

Was war eigentlich vor den PC’s? Ich konnte stundenlang telefonieren. (Das kann ich, glaube ich, immer noch.) Und ich habe einfach nebenher das Radio laufen lassen. Diese Süchte sind mittlerweile schon nicht mehr in der Statistik.

Brettspielsüchtig könnte ich auch gewesen sein, doch ja, phasenweise war ich das, also quasi ein Quartalsspieler. Besser: Quartalsbrettspieler.

Und morgens die Tageszeitung: Manchmal konnte ich mich bis mittags nicht losreißen.

Ich erinnere mich weit zurück: Fernsehsüchtig war ich auch.

Nachdem ich den Comics-Entzug überlebt hatte, habe ich Bücher geradezu verschlungen. Ich war also ein echter Bücherwurm. Nun gut, heute wäre das eine Tugend. (Die Harry-Potter-Lese-Revival-Phase ist ja nun auch 15 Jahre her.)

Zähle ich richtig zusammen? Neun nichtmaterielle Süchte habe ich überlebt. Und nun wird mich die zehnte Sucht, das Smartphone, zur Strecke bringen. Oder braucht es noch eine elfte? Und was wird passieren? Wird mein Kopf implodieren? Werde ich das Sprechen verlernen? Na ja, sagen Experten, mit unvollstä Sätz sol es anfang. LAchhaf…

Einflugschneise

16. 6. 2014

Wenn ich unterwegs bin, wünsche ich mir aus dem Autoradio Melodien, die gut ins Ohr gehen. Wie die hier:

Und Unendlichkeit – Musik kann sie vermitteln. In manchen Momenten ist es eher Bach oder Heinrich Schütz. Beim Autofahren – siehe oben.

„Infinity“:  Transzendenzerfahrung nennt man das dann distanziert – und wenn die Gnade das Herz überflutet, kannst du es auch Gottes Liebe nennen. Nicht immer und überall ist das zu spüren. Selten beim Autofahren.

Egal wie, kommt gut durch. Mit Sehnsucht und Verantwortung…

Nebelraum

14. 5. 2014

Da saß ich dann, draußen war es neblig oder nieselte. Wenn ich zum Lesen zu müde war, drehte ich an der Sendersuche.
Kaum eine Handweit sehen können, aber auf UKW Klänge empfangen, die mehr als 100 Meilen gewandert waren: Radio Regenbogen machte es möglich. Nicht der Sender der ersten Wahl. Aber welche andere hatte ich?

By Ilias81 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Das Internet hat mein Leben verbessert

13. 6. 2013

Internet, Facebook und so weiter sei nutzlos und vertane Zeit, heißt es.

Wie war das in den Zeiten vorher? Ich versuche, die Erinnerungen zu wecken und gehe noch weiter zurück in meiner Biographie: Das Computerzeitalter begann für mich 1998, die Zeit mit Kindern 1994

War vor 1994 jede Minute sinnvoll genutzt?

Ich habe damals:

  1. blöde Zeitungsartikel aus Langeweile mehrfach gelesen
  2. weit entfernte Radiosender auf UKW oder Kurzwelle gesucht
  3. mit mühsamen analogen Mitteln Wahlergebnisse recherchiert, kopiert (teils handschriftlich) und aufbewahrt
  4. öfters Frust geschoben, weil ich manche aktuellen Fragen nicht schnell recherchieren konnte (Lebt dieser Autor noch, was schrieb jener wann?)

Natürlich habe ich damals auch mehr Briefe geschrieben. Das ist der einzige Punkt,an dem ich einen Verlust  bedauern könnte. Auf die anderen Sachen kann ich gut verzichten.

Genauer: Punkt 1 ist weggefallen. Stattdessen interaktiv chatten ist lustiger. Punkte 2 bis 4 haben sich mit Benutzung des Internets verbessert.

Das ist mit leichter Polemik geschrieben. Wie geht es euch so bei dieser Frage?

Kleine Erinnerung

24. 11. 2010

In der Jugend hörte ich an langweiligen Samstagen oft „Hermann Hoffmanns kleine Dachkammermusik“. Erinnern sich auch andere daran?

Damals fand ich es manchmal eigenartig bis unwitzig, aber heute würde es mir wohl besser gefallen.  Zum Glück gibt es Fan-Hompages und auch Erinnerungsstücke.

Hier zwei davon:
Und das hier kannte ich noch nicht, aber es ist irgendwie noch aktuell:

Hochgenuss

22. 10. 2008

Ein intellektueller und spiritueller Genuss: das Gespräch mit Hans Conrad Zander in der Sendung „Lebenszeichen“ auf WDR 5 vom 22.10.2008 .

Leider ist das Gespräch als MP3 zum Herunterladen nicht mehr erhältlich.


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