Posts Tagged ‘Menschen’

Kaffeekränzchen gegen Terror

3. 12. 2015

Das Kaffeekränzchen Oberweidendorf hat entschieden gegen den islamistischen Terror Stellung bezogen: Zum Kaffee gibt es entweder Schweineohren oder Teilchen mit Gelatine.

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Wir hätten es schon lange wissen können

15. 7. 2015

Losung für heute:
Verlasst euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
Psalm 146, 3

Wir hätten es schon lange wissen können: auch die „hohen Tiere“ kochen nur mit Wasser. Was wurde zum Beispiel Obama nach seiner ersten Wahl zum Präsidenten umjubelt – als ob er zugleich Präsident Europas (oder so) geworden wäre. Selbst das Nobelpreiskomittee bescherte ihm Vorschusslorbeeren. Und knapp acht Jahre später? Ein Mensch ist er, ganz normal. Mit Fehlern. Die leider auch andere ausbügeln müssen.

Die „hohen Tiere“, die Heroen, Helden und Supermänner helfen nicht. „Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist“, heißt es ein paar Sätze weiter. Gott Jakobs! Jakob war ja auch so ein Oberschlauer, ein Betrüger und einer, der mit Gott kämpfte. Aber davon habe ich bereits geschrieben…

https://theomix.wordpress.com/2015/02/05/meditation-vor-der-flussquerung/
https://theomix.wordpress.com/2015/02/06/meditation-nach-der-flussquerung/

 

Zeiten ändern sich?

22. 5. 2015

Wieso sagen wir, es änderten sich Zeiten, wo es immer um Menschen geht, die sich ändern?

Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 8

23. 1. 2015

Nun erfahre ich in Wahrheit,
dass Gott die Person nicht ansieht;
sondern in jedem Volk,
wer ihn fürchtet
und recht tut,
der ist ihm angenehm.

Apostelgeschichte 10, 34 – 35

So erzählt Lukas, wie Nichtjuden in die christliche Gemeinde kamen: ein römischer Hauptmann möchte gerne getauft werden. Damit der Oberapostel  Petrus nicht  zaudert, muss Gott  einigen Menschen Träume schicken und Sendboten zur rechten Zeit, sodass beim Apostel der Groschen fällt.

Selbst unter Christenmenschen  muss man sich manchmal daran erinnern – und gerade dann, wenn Flüchtlinge vor der Tür stehen:
„GOTT sieht die Person nicht an.
In jedem Volk, wer IHN fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.“

Welche Bedenken da auszuräumen waren, so dass auch der Speiseplan sich auf „Igitt!“ umzustellen drohte, das steht im gesamten Kapitel. Es sei zur Lektüre empfohlen. Und wer Augenzwinkern wahrnimmt, tut recht daran. Es liegt am Autor und nicht an der flirrenden Mittagshitze.  🙂

Die Heiligen

1. 11. 2013

Eine Andacht für den Pfarrkonvent, 2012 geschrieben und für diesen Tag aufgehoben. Ein echter Feiertag für mich.

AUGSBURGER BEKENNTNIS,
ARTIKEL 21:VOM DIENST DER HEILIGEN

Vom Heiligendienst wird von den Unseren so gelehrt, dass man der Heiligen gedenken soll, damit wir unseren Glauben stärken, wenn wir sehen, wie ihnen Gnade widerfahren und auch wie ihnen durch den Glauben geholfen worden ist; außerdem soll man sich an ihren guten Werken ein Beispiel nehmen, ein jeder in seinem Beruf. […]  Aus der Heiligen Schrift kann man aber nicht beweisen, dass man die Heiligen anrufen oder Hilfe bei ihnen suchen soll. „Denn es ist nur ein einziger Versöhner und Mittler gesetzt zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus“ (1.Tim 2,5). Er ist der einzige Heiland, der einzige Hohepriester, Gnadenstuhl und Fürsprecher vor Gott (Röm 8,34). Und er allein hat zugesagt, dass er unser Gebet erhören will. Nach der Hl. Schrift ist das auch der höchste Gottesdienst, dass man diesen Jesus Christus in allen Nöten und Anliegen von Herzen sucht und anruft: „Wenn jemand sündigt, haben wir einen Fürsprecher bei Gott, der gerecht ist, Jesus“ ( 1. Joh 2,1) usw.

HEIDELBERGER KATECHISMUS
Frage 55

Was verstehst du unter der »Gemeinschaft der Heiligen«?

Erstens:
Alle Glaubenden haben als Glieder
Gemeinschaft an dem Herrn Christus
und an allen seinen Schätzen und Gaben.

Zweitens:
Darum soll auch jeder seine Gaben
willig und mit Freuden
zum Wohl und Heil der anderen
gebrauchen.

Wir wissen es: die Heiligen sind Beispiele.

Wir beten sie nicht an, verehren sie auch nicht.
Der katholische Heiligenkalender hat ja für jeden Tag mindestens 3 Heilige, eine Auswahl von über tausend Menschen, die alle schon nicht mehr leben und vorbildlich für uns sein können. Aber da wir es nicht mit der katholischen Tradition haben, haben wir es auch nicht so mit den Heiligen, selbst mit denen vor dem Jahr 1517.(Ausnahmen gibt es, etwa Martin, Nikolaus und Franz von Assisi.)

Wir Evangelischen haben ja zahllose andere Beispiele, die wir als Heilige anführen, wie etwa Dietrich Bonhoeffer, Mutter Theresa, Martin Luther King, ja Moment wer noch? Vielleicht noch Albert Schweitzer. Oder war das Albert Einstein, irgendwie sehen die sich so ähnlich, volles graues Haar und Schnauzbart…

und … ja, richtig, Dietrich Bonhoeffer und Mutter Theresa.

Für Experten gibt es ja doch mehr, sie stehen zum Beispiel unter heiligenlexikon.de

Dorothee Sölle hat in ihren Bibelarbeiten mit Luise Schottroff immer wieder „moderne Heilige“ gesucht, aus den letzten Jahrzehnten: Menschen, die die Befreiung vorgelebt haben. Menschen, die „dem Terrorsystem der Sünde nicht mehr untertan waren“ (Die Erde ist des Herrn, 1984). Ganz so, wie es der Heidelberger Katechismus beschreibt: sie lassen uns teilhaben an ihren Schätzen und Gaben.

Aber ob man sie wirklich nicht verehren darf? Ich habe da eine irritierende Erfahrung gemacht. (Ich meine diesen Beitrag.) Und ich kann sie mir wunderbar psychologisch erklären. (Wie auch das Wunder von Ostern.) Aber sie erst einmal mitzumachen war auch wunderbar.

Gemeindealltag in Blog und Netzwerken?

16. 8. 2013

Neulich wurde ich gefragt, ob ich den neben den ganzen Social-Media-Aktivitäten überhaupt noch zur Gemeindearbeit komme, zumal von mir darüber so gut wie nichts auf Facebook und Co. zu lesen sei. Da habe ich gelächelt und gesagt, das ist Absicht, die »ganz normale«, alltägliche Gemeindearbeit hat auf Facebook nichts zu suchen.

Ich habe hinterher angefangen zu überlegen, wofür ich die sozialen Netzwerke dann überhaupt nutze.

So beginnt der Blogbeitrag meines Kollegen Matthias Jung, Was Pfarrer so machen. Ich stimme im Wesentlichen überein. Außer bei twitter, das nutze ich nach wie vor nicht. Zitieren möchte ich die Schlussgedanken:

Social Media läuft nebenbei, das ist keine Arbeit und keine Anstrengung. Nur so macht es Sinn. Beim Bloggen ist das anders, das dauert schon mal. Aber der Effekt, Gedanken aus meinem Kopf in einen Text gebracht zu haben, erleichtert mir wieder die Zuwendung zu anderen Aufgaben, ist ein Teil von Meditation und Kontemplation.

Das zweite: Es macht Spaß, Menschen kennenzulernen in den sozialen Netzwerke. Mit der Zeit wächst der Wunsch, diese Menschen auch mal in der »realen« Welt zu treffen. Das hat verschiedentlich auch schon geklappt, weitere Begegnungen sind in Planung.

Und das dritte und wichtigste: Meine Präsenz in den sozialen Netzwerken ist eine bewusste Inszenierung. Ich überlege relativ genau, was ich schreibe und was nicht. Es ist persönlich, aber nicht privat. Und der Gemeindealltag hat hier weitgehend nichts zu suchen.


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