Posts Tagged ‘Humor’

Fast schon Karneval

4. 2. 2016

Karneval muss ich nicht, aber das hier ist auch ganz lustig.

Jochen Malmsheimer, Das Wurstbrot

Heute beginnt mit Weiberfastnacht der Höhensaus des Karneval.

Winterliche Gedanken

16. 1. 2016

Dr. Owlglaß
Schneeschmelze

Die Erde schluckt alles: schluckt den Schnee,
des Winters Leid, des Lebens Weh.

Sie schluckt’s und spuckt es wieder aus,
macht Gras und Kraut und Blumen draus.

Und immer, immer ist jemand da,
der nie noch so viel Schönes sah

— bis alles wieder welkt und dorrt.
So geht das fort und ewig fort.

Stumm sitzt Gott Vater auf dem Thron.
…O Gott, was hast du bloß davon?

Auch Dr. Owlglaß darf jetzt frei zitiert werden. Mehr über ihn bei wikipedia.

Böse Jahreszeit

12. 12. 2015

Heinrich Heine
Winter

Die Kälte kann wahrlich brennen
wie Feuer. Die Menschenkinder
im Schneegestöber rennen
und laufen immer geschwinder.

Oh, bittre Winterhärte!
Die Nasen sind erfroren,
und die Klavierkonzerte
zerreißen uns die Ohren.

Weit besser ist es im Summer,
da kann ich im Walde spazieren,
allein mit meinem Kummer,
und Liebeslieder skandieren.

Heine wurde am 13. Dezember 1797 geboren.

Das Schiff als Bild der Kirche

19. 5. 2015

Warum ist das Schiff der Kirche nach fast zweitausend Jahren immer noch nicht gesunken?

Weil es von Nieten zusammengehalten wird.

Ein Prosit auf die Evolution

28. 2. 2015

Sie stritten sich beim Wein herum,
was das nun wieder wäre;
das mit dem Darwin wär gar zu dumm
und wider die menschliche Ehre.

Sie tranken manchen Humpen aus,
sie stolperten aus den Türen,
sie grunzten vernehmlich und kamen zu Haus
gekrochen auf allen vieren.

Wilhelm Busch, aus: Kiritk  des Herzens

Aus der gehässigen Abteilung, in heiterer Verpackung

31. 1. 2015

Die erste alte Tante sprach:
»Wir müssen nun auch dran denken,
was wir zu ihrem Namenstag
dem guten Sophiechen schenken.«

Drauf sprach die zweite Tante kühn:
»Ich schlage vor, wir entscheiden
uns für ein Kleid in Erbsengrün,
das mag Sophiechen nicht leiden.«

Der dritten Tante war das recht:
»Ja«, sprach sie, »mit gelben Ranken!
Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht
Und muss sich auch noch bedanken.«

Wilhelm Busch, Aus: Kritik des Herzens

Damals war es so

16. 4. 2014

verdunstet

gestalten willst du
hast guten willen
aber nichts fruchtet

die fragen zu groß
die widerstände zu zäh
die strukturen zu mächtig
und deine kraft zu klein

tausenderlei geschwätz
am grill und beim kaffee
gemütlich und belanglos

ein großer schmerz
weit weg gehalten
ohne echo deine werte

bleibt noch humor
bleibt noch da sein
und der kleine zirkel des glücks

doch gott, dein gott,
bleibt fern in dieser zeit
und ist verdunstet im gestrüpp

Eine Prise Schadenfreude

10. 4. 2014

Wilhelm Busch:
Tröstlich

Nachbar Nickel ist verdrießlich,
und er darf sich wohl beklagen,
weil ihm seine Pläne schließlich
alle gänzlich fehlgeschlagen.

Unsre Ziege starb heut morgen.
Geh und sag’s ihm, lieber Knabe!
Dass er nach so vielen Sorgen
auch mal eine Freude habe.

Deutsch-Indisches Wirtschaftstreffen

6. 2. 2014

Mahatma Gandhi
ma hat ma Metzger

Ursprünglich auf eigentliches.com veröffentlicht. Dort einer Karmakrise zum Opfer gefallen. Wegen dem Gauck sein Besuch Aus Anlass des Staatsbesuchs des deutschen Bundespräsidenten in Indien wieder hervorgekramt.

Der will nur wortspielen

16. 1. 2014

Christian Morgenstern:
Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: „Bitte, beuge mich!“

Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:

„Der Werwolf“, sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ, wie mans nennt,
den Wenwolf, – damit hats ein End.“

Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
„Indessen“, bat er, „füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!“

Der Dorfschulmeister aber musste
gestehn, dass er von ihr nichts wusste.
Zwar Wölfe gäbs in großer Schar,
doch „Wer“ gäbs nur im Singular.

Der Wolf erhob sich tränenblind –
er hatte ja doch Weib und Kind!!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.

Hier besonders an >N< gedacht, mit Dank für die Erinnerung an dieses wertvolle Gedicht, indem sie eine Kopie zur Erweiterung der Kulturbildung für sich, die nachwachsende Generation und eventuell bedürftige Gäste an die Toiletteninnentür geheftet hat. (Und sowieso Dank auch für den Austausch. Ist eigentlich klar, nur nicht allen Leserinnen und Lesern.😉 )

Denkwürdig

6. 11. 2013

Johann Peter Hebel: Die leichteste Todesstrafe

Man hat gemeint, die Güllotine sei’s. Aber nein! Ein Mann, der sonst seinem Vaterland viele Dienste geleistet hatte und bei dem Fürsten wohl angeschrieben war, wurde wegen eines Verbrechens, das er in der Leidenschaft begangen hatte, zum Tode verurteilt. Da half nicht Bitten, nicht Beten. Weil er aber sonst bei dem Fürsten wohl angeschrieben war, ließ ihm derselbe die Wahl, wie er am liebsten sterben wolle; denn welche Todesart er wählen würde, die sollte ihm werden.

Also kam zu ihm in den Turn der Oberamtsschreiber: »Der Herzog will Euch eine Gnade erweisen. Wenn Ihr wollt gerädert sein, will er Euch rädern lassen; wenn Ihr wollt gehenkt sein, will er Euch henken lassen. Es hängen zwar schon zwei am Galgen, aber bekanntlich ist er dreischläferig. Wenn Ihr aber wollt lieber Rattenpulver essen, der Apotheker hat. Denn welche Todesart Ihr wählen werdet, sagt der Herzog, die soll Euch werden. Aber sterben müsst Ihr, das werdet Ihr wissen.«

Da sagte der Malefikant: »Wenn ich denn doch sterben muss, das Rädern ist ein biegsamer Tod, und das Henken, wenn besonders der Wind geht, ein beweglicher. Aber Ihr versteht’s doch nicht recht. Meines Orts, ich habe immer geglaubt, der Tod aus Altersschwäche sei der sanfteste, und den will ich denn auch wählen, und keinen andern«, und dabei blieb er und ließ sich’s nicht ausreden. Da musste man ihn wieder laufen und fortleben lassen, bis er an Altersschwäche selber starb. Denn der Herzog sagte: »Ich habe mein Wort gegeben, so will ich’s auch nicht brechen.«

Dies Stücklein ist von der Schwiegermutter, die niemand gerne umkommen lässt, wenn sie ihn retten kann.

Auf der Weide

11. 9. 2013

Früher, da ich unerfahren
und bescheidner war als heute,
hatten meine höchste Achtung
andre Leute.

Später traf ich auf der Weide
außer mir noch mehre Kälber,
und nun schätz ich, sozusagen,
erst mich selber.

Wilhelm Busch, in: Kritik der Herzen

Eine kleine Breitseite

19. 8. 2013

Tschingderassabumm! Protestantische Humorfähigkeit jenseits von Karneval und Co habe ich ja dank Morgenstern und der Purzelbäume unter Beweis gestellt.

Auch andere haben (ohne auf die Weltanschauung zu achten) Beweise abgeliefert. Vor einiger Zeit habe ich einen schönen Clip von Fayzen entdeckt. Er macht sonst auf Betroffenheits-Rap; das muss ich nicht haben. Mit „Und der Wasserhahn tropft“ karikiert er sich und andere. Herrlich! Leider gibt es kein Video zum Einbinden. Aber einen Link von Plonki.

Einen vergnüglichen Start der Arbeitswoche wünsche ich!

 

Lieblingskaffeezubereitung der Mafia

31. 5. 2013

ist bekanntlich
(more…)

Wer hat da was von schlechter Laune gesagt?

25. 5. 2013

Ludwig Bechstein:

Der Verdrießliche

Ich bin verdrießlich,
weil ich verdrießlich bin
bin ich verdrießlich,
ach so verdrießlich.

Sonne scheint gar zu hell,
Vogel schreit gar zu grell,
Wein ist zu sauer mir,
zu bitter ist das Bier
Honig zu süßlich,
ich bin verdrießlich.

dort wird Musik gemacht,
dort wird getanzt, gelacht,
dort wirft man gar den Hut,
wie mich das ärgern tut!

Ist nicht ersprießlich,
ist nicht in meinem Sinn,
weil ich verdrießlich bin,
ach so verdrießlich bin.

Wo ich auch geh und steh,
ich meinen Schatten seh
immer verfolgt er mich,
ist das nicht ärgerlich!?

Oh, wie mich das verstimmt,
oh wie das mich ergrimmt,
wie das ins Herz mir brennt,
himmelkreuzsakrament!

Ist nicht ersprießlich,
ist nicht in meinem Sinn,
weil ich verdrießlich bin,
ach so verdrießlich bin.

schlaflos

14. 5. 2013

nacht zergrübelt
schlaf entfleucht
im morgengrauen
abwägen
und dann doch aufraffen
den ersten viel zu starken kaffee
maulige bisse ins brot
und dann den zweiten
radio oder lektüre?
den gedanken nachhängen
geht auch so

in den hirnwindungen
den humor suchen
und nicht finden
sich sortieren
noch den dritten kaffee

pflichten wie mechanisch
hinleben auf das mittagsloch
durchkommen dann für den rest
und irgendwie geht es doch

Stellenausschreibung Messemanager

12. 4. 2013

Gesucht wird ein/ eine Messe-Manager/ Managerin für die
Problema 2014 – Die Schwierigkeitenmesse.
Themenschwerpunkt: „weiß nicht genau“ – Zögerlichkeit  gestern und heute“.

Nach dem die diesjährige Messe zum Schwerpunkt: „Morgen ist auch noch Zeit – Prokrastination als Zukunftschance“ vom Februar auf den November verschoben werden musste, soll die Messe in 2014 einschlagen.

Gesucht wird eine problemgeladene Persönlichkeit, die alles persönlich nimmt und sich zu nahe gehen lässt. Sie sollten Entscheidungen gerne aus dem Weg gehen und diese, wenn möglich, anderen überlassen. Rückzieher und Bedenkzeiten sind für Sie selbstverständlich. Ihre persönliche Ausstrahlung nimmt alle, mit denen Sie arbeiten, möglicherweise ein. In Ihren Kernkompetenzen strahlen sie stets hinterfragbare Autorität aus.

Sie wissen nicht, ob Sie sich bewerben sollen? Dann sind Sie richtig bei uns! Senden Sie uns die Fülle Ihrer Unterlagen bis fünf Tage nach dem 30. April. Wir freuen uns auf Sie! Oder doch nicht?

 

 

Fortbildung 3: Wie kriegen wir das hin?

5. 2. 2013

Vorletzte Woche war ich auf einer Fortbildung zum Thema Gottesdienst.

Wo steht der Liturg oder die Liturgin beim Gottesdienst: Vor oder hinter dem Altar? Unfreiwillig komisch geriet die Äußerung:

„Bei uns wird das Abendmahl von hinten eingeleitet.“

Da möchte man lieber nicht dabeisein.:mrgreen:

Wenn Bibelleser sterben, ein zweiter Teil

1. 2. 2013

Der alte Herr ist in den Neunzigern gewesen und blieb bis auf den letzten Tag frisch im Kopf.

Kurz vor seinem neunzigsten Geburtstag treffe ich ihn auf der Straße, frage, wie es ihm geht. Er antwortet: „Der Psalm sagt doch: ‚Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre.'“ Und er ergänzt lachend: „Um fast zehn Jahre habe ich mein Konto überzogen, ich lebe auf Pump.“

Was hatte Jesus heutigen Kindern voraus?

11. 1. 2013


(more…)


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