Posts Tagged ‘Beruf’

Mein Sonntag – fast 10 Jahre noch einmal

14. 7. 2018

Novemmber 2008 geschrieben, vor den Augen liegen die Änderungen.
Original: https://theomix.wordpress.com/2008/11/20/mein-sonntag/

  1. Fast ist der Sonntag ein gewöhnlicher Arbeitstag für mich: Dann ist (im Schnitt alle 14 Tage) der Gottesdienst an der Reihe.
    Aber weitere berufliche Termine an diesem Tag sind selten. So ist der Sonntag auch für mich ein besonderer Tag. Und ich habe mir angewöhnt, den Gottesdienst zu feiern. Ich rede nicht mehr davon, den Gottesdienst zu halten, wie man oft sagt. Ich feiere. Auch wenn ich durch die Liturgie führe und predige: Ich feiere mit, der Großteil der Arbeit ist vorher passiert, jetzt führe ich durch, was ich vorbereitet habe, und ich stelle mich innerlich auf Feiern ein.

  2. Der Beruf prägt mein Freizeitverhalten. Und das ist bei mir nicht „normal“: ich habe selten ein Wochenende, sondern oft genug manchmal ist der Samstag frei und der Sonntag mit etwas Arbeit gespickt. Das widerspricht der gesellschaftlichen Norm, die kennt das durchgängig „freie Wochenende“ – oder zumindest von Samstag Abend bis Montag früh. Für uns ist es immer mit etwas Organisation verbunden, wenn wir von Samstag auf Sonntag privat etwas unternehmen wollen. Daran merke ich, wie stark das Freizeitverhalten der meisten am Gottesdienst am Sonntag-Vormittag vorbeigeht.
    Auf dem Land ist das bäuerliche Leben anders strukturiert, und wer musikalisch engagiert ist – und das sind viele – hat oft am „Wochenende“ zu tun.

  3. Der jüdische Sabbat fasziniert mich: wie bewusst der Tag frei gehalten wird von allem, was das Tun des Schöpfers nachahmen könnte. Kein Feuer darf entzündet werden, auch elektrische Geräte einschalten ist bei orthodoxen Juden verpönt. Das bringt dem Tag Ruhe. Schöpferische Pause. Was ich davon gelernt habe: An „meinem“ Sabbat mache ich keine Termine, habe keinen Kalender dabei. Denn das Einteilen der Zeit gehört zum Tun Gottes bei Erschaffung der Welt: Am ersten Tag teilt Gott die Zeit in Tag und Nacht. Und Termine machen ahmt das nach. Übrigens: die Nachfrage war auch äußerst gering, in den letzten 10 Jahren hat nach dem Gottesdienst niemand bei mir um Termine gebeten.
    Bei diesen weiten Entfernungen hier sind die Gelegenheiten, sich zufällig zu treffen selten. Und mittlerweile ist der Kalender auf dem Telefongerät, das mich auch sonntags begleitet. Da ist es manchmal wichtig, sofort einen Termin zu machen. selten aber immerhin.

Altes neu: Zum Sonntag

18. 2. 2015

Auch mit sechs Jahren Abstand trifft das noch zu. (Nur beim Wochenende  hat sich ein bisschen was verändert.)

https://theomix.wordpress.com/2008/11/20/mein-sonntag/

Stellenausschreibung Messemanager

12. 4. 2013

Gesucht wird ein/ eine Messe-Manager/ Managerin für die
Problema 2014 – Die Schwierigkeitenmesse.
Themenschwerpunkt: „weiß nicht genau“ – Zögerlichkeit  gestern und heute“.

Nach dem die diesjährige Messe zum Schwerpunkt: „Morgen ist auch noch Zeit – Prokrastination als Zukunftschance“ vom Februar auf den November verschoben werden musste, soll die Messe in 2014 einschlagen.

Gesucht wird eine problemgeladene Persönlichkeit, die alles persönlich nimmt und sich zu nahe gehen lässt. Sie sollten Entscheidungen gerne aus dem Weg gehen und diese, wenn möglich, anderen überlassen. Rückzieher und Bedenkzeiten sind für Sie selbstverständlich. Ihre persönliche Ausstrahlung nimmt alle, mit denen Sie arbeiten, möglicherweise ein. In Ihren Kernkompetenzen strahlen sie stets hinterfragbare Autorität aus.

Sie wissen nicht, ob Sie sich bewerben sollen? Dann sind Sie richtig bei uns! Senden Sie uns die Fülle Ihrer Unterlagen bis fünf Tage nach dem 30. April. Wir freuen uns auf Sie! Oder doch nicht?

 

 

Kein Hund und doch schön bissig

6. 5. 2011

Ich habe es schon einmal auf den Blog gebracht, am 5. 7. 2009. Damals schrieb ich:

Liedermacher und Pfarrer haben zuweilen Gemeinsamkeiten. Dieses Lied bestätigt mir das immer wieder. „Sei du Erfüllungsgehilfe meiner Wünsche!“

Die meisten Videos dort sind  leider nicht mehr greifbar und der angeführte Blog nicht mehr öffentlich.

Es gab Zeiten, da habe ich dieses Lied zum seelischen Ausgleich gebraucht. Das ist Gott sei Dank lange vorüber!

 

Bin ich sozial vernetzt?

22. 4. 2010

Bei den „sozialen Netzwerken“ bin ich sehr bescheiden. Ich widme ihnen sehr wenig Zeit. Am ehesten noch Orkut. Darüber bin ich auf Verwandte in Brasilien gestoßen. Twitter oder facebook habe ich noch nicht vermisst. Auch wkw-Angebote habe ich bisher ausgeschlagen. Ich war ein paar Tage bei der Community von evangelisch.de angemeldet. Aber ich habe das Konto gekündigt.  Woher soll ich die Zeit nehmen, um alle möglichen wichtigen Dinge von mir anzugeben?

Mein Blog genügt mir: Hier ist eine Art Netzwerk mit bestimmten Kommentatoren und Bloginhabern entstanden. Aber kommentieren kann jeder Mensch, der seine Mailadresse hinterlässt. Da muss niemand angemeldet oder irgendwessen Mitglied sein.

Und in der analogen Welt? Berufsbedingt bin ich bestens sozial vernetzt: Ich gehe durch den ortsansässigen Supermarkt und treffe mindestens ein halbes Dutzend Menschen, mit denen ich ein  paar Worte wechsle, wenn es mir nicht allzu eilig ist.
Dann und wann  werde ich freundlich gegrüßt, ich grüße freundlich zurück und im Kopf arbeitet es: „Woher könntest du diesen Menschen kennen?“

Leute in der näheren Umgebung kennen, das ist ein gutes soziales Netz. Und  Freundschaften pflegen. Das ist für die Seele wichtig.

Liedermacher und Pfarrer…

5. 7. 2009

… haben zuweilen Gemeinsamkeiten. Dieses Lied bestätigt mir das immer wieder. „Sei du Erfüllungsgehilfe meiner Wünsche!“

Ich verdanke diesen Beitrag einer Anregung der „Pressepfarrerin“ – übrigens ein neuer Blog, der Beachtung verdient.

Mein Sonntag

20. 11. 2008

Ein Statement für den Buß- und Bettags-Gottesdienst zum Thema „Sonntag“

  1. Fast ist der Sonntag ein gewöhnlicher Arbeitstag für mich: Dann ist (im Schnitt alle 14 Tage) der Gottesdienst an der Reihe.
    Aber weitere berufliche Termine an diesem Tag sind selten. So ist der Sonntag auch für mich ein besonderer Tag. Und ich habe mir angewöhnt, den Gottesdienst zu feiern. Ich rede nicht mehr davon, den Gottesdienst zu halten, wie man oft sagt. Ich feiere. Auch wenn ich durch die Liturgie führe und predige: Ich feiere mit, der Großteil der Arbeit ist vorher passiert, jetzt führe ich durch, was ich vorbereitet habe, und ich stelle mich innerlich auf Feiern ein.

  2. Der Beruf prägt mein Freizeitverhalten. Und das ist bei mir nicht „normal“: ich habe selten ein Wochenende, sondern oft genug ist der Samstag frei und der Sonntag mit etwas Arbeit gespickt. Das widerspricht der gesellschaftlichen Norm, die kennt das durchgängig „freie Wochenende“ – oder zumindest von Samstag Abend bis Montag früh. Für uns ist es immer mit etwas Organisation verbunden, wenn wir von Samstag auf Sonntag privat etwas unternehmen wollen. Daran merke ich, wie stark das Freizeitverhalten der meisten am Gottesdienst am Sonntag-Vormittag vorbeigeht.

  3. Der jüdische Sabbat fasziniert mich: wie bewusst der Tag frei gehalten wird von allem, was das Tun des Schöpfers nachahmen könnte. Kein Feuer darf entzündet werden, auch elektrische Geräte einschalten ist bei orthodoxen Juden verpönt. Das bringt dem Tag Ruhe. Schöpferische Pause. Was ich davon gelernt habe: An „meinem“ Sabbat mache ich keine Termine, habe keinen Kalender dabei. Denn das Einteilen der Zeit gehört zum Tun Gottes bei Erschaffung der Welt: Am ersten Tag teilt Gott die Zeit in Tag und Nacht. Und Termine machen ahmt das nach. Übrigens: die Nachfrage war auch äußerst gering, in den letzten 10 Jahren hat nach dem Gottesdienst niemand bei mir um Termine gebeten.


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