Archive for the ‘Eigentlich geliehen’ Category

Und das lässt sich hören beim langen Fahren

10. 10. 2017

 

Advertisements

Sexuelle Gretchenfrage aus den USA

14. 9. 2017

Die Gretchenfrage („wie hältst du’s mit…“) der Sexualität wird vor allem in den Kirchen der Vereinigten Staaten lautstark gestellt. Hier zwei mögliche Antworten. Ich reblogge den artikel von Rolf Krüger:

https://www.aufnkaffee.net/2017/09/nashville-und-denver-im-vergleich-wie-glaubst-du/

Ehe für alle – schon vor 110 Jahren erwünscht 

30. 6. 2017

​Christian Morgenstern: Die beiden Flaschen



Zwei Flaschen stehn auf einer Bank,
die eine dick, die andre schlank.
Sie möchten gerne heiraten.
Doch wer soll ihnen beiraten?

Mit ihrem Doppel-Auge leiden
sie auf zum blauen Firmament…
Doch niemand kommt herabgerennt
und kopuliert die beiden.

Zum Welttag der Poesie 

21. 3. 2017

Durch Nuscheln verhunztes Meisterwerk  

Hom hom homhom hom hom. 

Hom hommom homhomm hom hom

Hom hommhom hom. 

Hom hommom homom hom hommom

Homhom hom hommhom

Hom hom 

29. 10. 2016

Hermann von Lingg:
Das Krokodil

Im heil’gen Teich zu Singapur,
da liegt ein altes Krokodil
von äußerst grämlicher Natur
und kaut an einem Lotosstiel.
Es ist ganz alt und völlig blind,
und wenn es einmal friert des Nachts,
so weint es wie ein kleines Kind,
doch wenn ein schöner Tag ist, lacht’s.

Haarsträubend

15. 10. 2016

Der Frosch

Es ging ein Frosch spazieren
an einem schönen Sommertag,
wollt lassen sich frisieren
an einen Gartenhag.

Da sprach der Herr Frisierer:
„Ihr Frösche seid ein dummes Korps!
Wie kann man euch frisieren?
Ihr habt ja gar keen Hoor!“

Aus: Göpels deutsches Lieder- und Commersbuch, 1847, Verfasser unbekannt

Warnung vor Waldspazorgängen

8. 10. 2016

Zwei Löwen gingen einst selband
in einem Wald spazoren
und haben da, von Wut entbrannt,
einander aufgezohren.

Da kamen eines Tags daher
des Wegs zwei Leute, edel,
die fanden von dem Kampf nichts mehr
als beider Löwen Wedel.

Daraus gehet nun für groß und klein
die weise Lehr hervor:
Selbst mit dem besten Freunde dein
im Walde nie spazor.

Anonym, Fliegende Blätter (1845)

Wie relativische Satzverschränkung sättigt

1. 10. 2016

Christian Morgenstern:
Die Mittagszeitung

Korf erfindet eine Mittagszeitung,
welche, wenn man sie gelesen hat,
ist man satt.
Ganz ohne Zubereitung
irgendeiner andern Speise.
Jeder auch nur etwas Weise
hält das Blatt.

Bisschen bissig

17. 9. 2016

Sei ein braver Biedermann,
fange tüchtig an zu loben!
Und du wirst von uns sodann
gerne mit emporgehoben.

Wie, du ziehst ein schiefes Maul?
Willst nicht, dass dich andre adeln?
Na, denn sei mir nur nicht faul
und verlege dich aufs Tadeln.

Gelt, das ist ein Hochgenuss,
schwebst du so mit Wohlgefallen
als ein sel’ger Kritikus
hoch erhaben über allen.

Wilhelm Busch, aus: Kritik des Herzens

Voll krass Sodsialkriticke

14. 9. 2016

Das erfasst ziemlich alle Lebensbereiche und ist auch sonst sehr tief.

Gönnen für die Ewigkeit

10. 9. 2016

Strebst du nach des Himmels Freude
und du weißt’s nicht anzufassen,
sieh nur, was die andern Leute
mit Vergnügen liegen lassen.

Dicke Steine, altes Eisen
und mit Sand gefüllte Säcke
sind den meisten, welche reisen,
ein entbehrliches Gepäcke.

Lass sie laufen, lass sie rennen;
nimm, was bleibt, zu deinem Teile.
Nur, was sie dir herzlich gönnen,
dient zu deinem ew’gen Heile.

Wilhelm Busch, aus: Kritik des Herzens

Leiser Moment

3. 9. 2016

Ich wusste, sie ist in der Küchen,
ich bin ihr leise nachgeschlichen.
Ich wollt ihr ew’ge Treue schwören
und fragen: »Willst du mir gehören?«
Auf einmal aber stutzte ich.
Sie kramte zwischen dem Gewürze;
dann schnäuzte sie und putzte sich
die Nase mit der Schürze.

Wilhelm Busch, aus: Kritik des Herzens

Falscher Absender 

27. 8. 2016

Wilhelm Busch, aus „Kritik des Herzens“:

Ich habe von einem Vater gelesen:
Die Tochter ist beim Theater gewesen.
Ein Schurke hat ihm das Mädchen verdorben,
sodass es im Wochenbette gestorben.

Das nahm der Vater sich tief zu Gemüte.
Und als er den Schurken zu fassen kriegte,
verzieh er ihm nobel die ganze Geschichte.
Ich weine ob solcher Güte.

Hier lernt man nichts

9. 7. 2016

Christian Morgenstern:

Unter Zeiten

Das Perfekt und das Imperfekt
tranken Sekt.
Sie stießen aufs Futurum an
(was man wohl gelten lassen kann).

Plusquamper und Exaktfutur
blinzten nur.

Menschenliebe vor Insektenfreude

2. 7. 2016

Christian Morgenstern:
Philanthropisch

Ein nervöser Mensch auf einer Wiese
wäre besser ohne sie daran;
darum seh er, wie er ohne diese
(meistens mindestens) leben kann.

Kaum dass er gelegt sich auf die Gräser,
naht der Ameis, Heuschreck, Mück und Wurm,
naht der Tausendfuß und Ohrenbläser,
und die Hummel ruft zum Sturm.

Ein nervöser Mensch auf einer Wiese
tut drum besser, wieder aufzustehn
und dafür in andre Paradiese
(beispielshalber: weg) zu gehn.

Wenn der Mäher endlich schweigt…

1. 7. 2016

Ich schaue auf die Wiese und sehe
Tabula Rasen.

Stimmt eigentlich vorne und hinten nicht. Aber so funktioniert Nonsens.
Und der Rasenmäher ist eigentlich auch eine Non-Sense
:mrgreen:

Bewundertes Warten

25. 6. 2016

Es stand ein Mann am Siegestor,
der an ein Weib sein Herz verlor.
Schaut sich nach ihr die Augen aus,
in Händen einen Blumenstrauß.
Zwar ist dies nichts Besunderes.
Ich aber – ich bewunder es.

Erich Mühsam, aus der Sammlung „Wüste – Krater – Wolken“

Alte Geschichten

18. 6. 2016

Wilhelm Busch:
Der kühne Ritter und der gräuliche Lindwurm

Es kroch der alte Drache
aus seinem Felsgemache
mit grausigem Randal.
All‘ Jahr ein Mägdlein wollt‘ er,
sonst grollt er und radollt er,
fraß alles ratzekahl.

Was kommt da aus dem Tore
in schwarzem Trauerflore
für eine Prozession?
Die Königstochter Irme
bringt man dem Lindgewürme;
das Scheusal wartet schon.

Hurra! Wohl aus dem Holze
ein Ritter keck und stolze
sprengt her wie Wettersturm.
Er sticht dem Untier schnelle
durch seine harte Pelle;
tot liegt und schlapp der Wurm.

Da sprach der König freudig:
»Wohlan, Herr Ritter schneidig,
setzt Euch bei uns zur Ruh.
Ich geb Euch sporenstreiches
die Hälfte meines Reiches,
mein Töchterlein dazu!«

»Mau, mau!«, so rief erschrocken
mit aufgesträubten Locken
der Ritter stolz und keck.
»Ich hatte schon mal eine,
die sitzt mir noch im Beine!
Ade!«, und ritt ums Eck.

O altes blaues Wunder!
Da han wir doch jetzunder
mehr Herz im Kamisol.
Wir ziehen unsre Kappe
vor solchem Schwiegerpappe
und sprechen: »Ei jawohl!«

Weil der Juni darin vorkommt

11. 6. 2016

Wilhelm Busch:
Zum Geburtstag

Der Juni kam. Lind weht die Luft.
Geschoren ist der Rasen.
Ein wonnevoller Rosenduft
dringt tief in alle Nasen.

Manch angenehmes Vögelein
sitzt flötend auf den Bäumen,
indes die Jungen, zart und klein,
im warmen Neste träumen.

Flugs kommt denn auch dahergerennt,
schon früh im Morgentaue,
mit seinem alten Instrument
der Musikant, der graue.

Im Juni, wie er das gewohnt,
besucht er einen Garten,
um der Signora, die da thront,
mit Tönen aufzuwarten.

Er räuspert sich, er macht sich lang,
er singt und streicht die Fiedel,
er singt, was er schon öfter sang;
du kennst das alte Liedel.

Und wenn du gut geschlafen hast
und lächelst hold hernieder,
dann kommt der Kerl, ich fürchte fast,
zum nächsten Juni wieder.

Schön wie ein Purzelbaumgedicht :)

28. 5. 2016

Ein ringelnatzsches Gegenstück zu Morgensterns Purzelbaum-Gedicht:

Joachim Ringelnatz:

Bumerang

War einmal ein Bumerang;
war ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
aber kam nicht mehr zurück.
Publikum ­ noch stundenlang ­
wartete auf Bumerang.


jasaxndi

Ja saxndi! Do legsdi nieda...

Wesenzielles

Buntes aus dem Zettelkasten

Westfälische Momentaufnahmen

.... wenn es eine Hanseatin ins Münsterland verschlägt

Gedanken sind mein

Frei wie ein Vogel hoch über dem Alltag und du bist der Wind, der mich trägt. (Liedvers)

sugarfree temptation

by janastrawberry

Liebes Gedanken Tagebuch

Mein Kopf, meine Gedanken und Ich

Zur Freiheit berufen

Ein Krankenhauspfarrer über Theologie, Seelsorge, Ethik und mehr

tageweise unsortiert

momente - gedanken - wegbeschreibungen

Heimathafen

Frau Momos Blog für zwischendurch

Die Chaosbude

Alles Chaos, oder was?

jostart

Jeder Trage Des Anderen Last

Art blog Germany-France-Italy - Nadia Baumgart

Foto -Watercolour-Pittura-Arte-Kunst- Aquarelle

sonjas perspektive 3

meine Art zu sehen

Der Grüne Apfel

Alles andere ist Banane

Dieter's Welt

Mit allen Licht - und Schattenseiten

stories from the city

stories from the town

Mein Leben auf dem Lande.

Kochen. Kräuter. Kreative Ideen.

Was das Leben schöner macht - mit und ohne Babybauch :)

Stress beiseite, jetzt ist genießen angesagt!

pastoracara

Willkommen in meiner Welt

Made in Thailand

A smarter way to buy online!

stonii`s Blogg

check das aus!

Letternwald

Gelesenes & Gedanken

Vitamin Erfolg

Academy für deine Charakterentwicklung

Annie Adler (Das Leben zum Buch)

Hallo. Ich bin Annie. Das ist das Leben zum Buch. Es ist ein Experiment.

Verzbilovska

-Unfälle passieren-

GOLD-WRITING.COM

Mit dem Schreiben Geld verdienen – als Autor, Texter und Blogger

Martina Schilling

Photographie

Deutsch Lernen

Mein Blog ist für Deutsch lernen weil ich in Deutschland Universität studieren will und dafür lerne ich Deutsch und ich werde einige Sätze oder einige Texte hier bloggen

Veränderung.Prozesse.Entwicklung

youth theology institute

Mein Blog Andreas Hämer

This WordPress.com site is the bee's knees

Gottes Geschenk

Aber ich mag die Müllhalde gern. Ich liebe das Leben im Müll. (Zu Zin Moe)

voninnennachaussenblog

Wenn die Seele spricht

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

Freidenkerins Weblog

Gedanken, Geschichten, Anekdoten, Bilder und mehr...

%d Bloggern gefällt das: