Archive for the ‘Eigentlich geliehen’ Category

Im Mai

15. 5. 2018

https://www.freudenwort.de/2018/05/15/im-mai/

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Balkanmelodien

13. 4. 2018

Vor einigen Jahren stieß ich auf das Lied „Sarajevo“ von Damir Imamović. Ich verstand (und verstehe weiterhin) kein Wort, aber mich erfasste die Traurigkeit, die dieses Lied ausstrahlt. Wenn man bei YouTube „Weiter“ klickt, liest man auf englisch, was da gesungen wird: Ein Lied auf Sarajevo, die Heimatstadt des Sängers. Er wird hin und wieder eingeblendet. Ein stechender Blick – verstörend: er passt nicht zu dem traurigen Lied. Ich schaue hier und dort, – der Sänger war etwa 14, als die Belagerung der Stadt im Bosnienkrieg begann.

Mich ergreift die Trauer des Liedes.

Und was mussten diese Augen mit ansehen?

Gie dibt es noch?

22. 1. 2018

Ja, die Serie „Tuten Gag“ auf swr 3 webt leiter… Hätte ich dicht genacht.
Jier hetzt „Tindergeburtskag“:

Und das lässt sich hören beim langen Fahren

10. 10. 2017

 

Sexuelle Gretchenfrage aus den USA

14. 9. 2017

Die Gretchenfrage („wie hältst du’s mit…“) der Sexualität wird vor allem in den Kirchen der Vereinigten Staaten lautstark gestellt. Hier zwei mögliche Antworten. Ich reblogge den artikel von Rolf Krüger:

https://www.aufnkaffee.net/2017/09/nashville-und-denver-im-vergleich-wie-glaubst-du/

Ehe für alle – schon vor 110 Jahren erwünscht 

30. 6. 2017

​Christian Morgenstern: Die beiden Flaschen



Zwei Flaschen stehn auf einer Bank,
die eine dick, die andre schlank.
Sie möchten gerne heiraten.
Doch wer soll ihnen beiraten?

Mit ihrem Doppel-Auge leiden
sie auf zum blauen Firmament…
Doch niemand kommt herabgerennt
und kopuliert die beiden.

Zum Welttag der Poesie 

21. 3. 2017

Durch Nuscheln verhunztes Meisterwerk  

Hom hom homhom hom hom. 

Hom hommom homhomm hom hom

Hom hommhom hom. 

Hom hommom homom hom hommom

Homhom hom hommhom

Hom hom 

29. 10. 2016

Hermann von Lingg:
Das Krokodil

Im heil’gen Teich zu Singapur,
da liegt ein altes Krokodil
von äußerst grämlicher Natur
und kaut an einem Lotosstiel.
Es ist ganz alt und völlig blind,
und wenn es einmal friert des Nachts,
so weint es wie ein kleines Kind,
doch wenn ein schöner Tag ist, lacht’s.

Haarsträubend

15. 10. 2016

Der Frosch

Es ging ein Frosch spazieren
an einem schönen Sommertag,
wollt lassen sich frisieren
an einen Gartenhag.

Da sprach der Herr Frisierer:
„Ihr Frösche seid ein dummes Korps!
Wie kann man euch frisieren?
Ihr habt ja gar keen Hoor!“

Aus: Göpels deutsches Lieder- und Commersbuch, 1847, Verfasser unbekannt

Warnung vor Waldspazorgängen

8. 10. 2016

Zwei Löwen gingen einst selband
in einem Wald spazoren
und haben da, von Wut entbrannt,
einander aufgezohren.

Da kamen eines Tags daher
des Wegs zwei Leute, edel,
die fanden von dem Kampf nichts mehr
als beider Löwen Wedel.

Daraus gehet nun für groß und klein
die weise Lehr hervor:
Selbst mit dem besten Freunde dein
im Walde nie spazor.

Anonym, Fliegende Blätter (1845)

Wie relativische Satzverschränkung sättigt

1. 10. 2016

Christian Morgenstern:
Die Mittagszeitung

Korf erfindet eine Mittagszeitung,
welche, wenn man sie gelesen hat,
ist man satt.
Ganz ohne Zubereitung
irgendeiner andern Speise.
Jeder auch nur etwas Weise
hält das Blatt.

Bisschen bissig

17. 9. 2016

Sei ein braver Biedermann,
fange tüchtig an zu loben!
Und du wirst von uns sodann
gerne mit emporgehoben.

Wie, du ziehst ein schiefes Maul?
Willst nicht, dass dich andre adeln?
Na, denn sei mir nur nicht faul
und verlege dich aufs Tadeln.

Gelt, das ist ein Hochgenuss,
schwebst du so mit Wohlgefallen
als ein sel’ger Kritikus
hoch erhaben über allen.

Wilhelm Busch, aus: Kritik des Herzens

Voll krass Sodsialkriticke

14. 9. 2016

Das erfasst ziemlich alle Lebensbereiche und ist auch sonst sehr tief.

Gönnen für die Ewigkeit

10. 9. 2016

Strebst du nach des Himmels Freude
und du weißt’s nicht anzufassen,
sieh nur, was die andern Leute
mit Vergnügen liegen lassen.

Dicke Steine, altes Eisen
und mit Sand gefüllte Säcke
sind den meisten, welche reisen,
ein entbehrliches Gepäcke.

Lass sie laufen, lass sie rennen;
nimm, was bleibt, zu deinem Teile.
Nur, was sie dir herzlich gönnen,
dient zu deinem ew’gen Heile.

Wilhelm Busch, aus: Kritik des Herzens

Leiser Moment

3. 9. 2016

Ich wusste, sie ist in der Küchen,
ich bin ihr leise nachgeschlichen.
Ich wollt ihr ew’ge Treue schwören
und fragen: »Willst du mir gehören?«
Auf einmal aber stutzte ich.
Sie kramte zwischen dem Gewürze;
dann schnäuzte sie und putzte sich
die Nase mit der Schürze.

Wilhelm Busch, aus: Kritik des Herzens

Falscher Absender 

27. 8. 2016

Wilhelm Busch, aus „Kritik des Herzens“:

Ich habe von einem Vater gelesen:
Die Tochter ist beim Theater gewesen.
Ein Schurke hat ihm das Mädchen verdorben,
sodass es im Wochenbette gestorben.

Das nahm der Vater sich tief zu Gemüte.
Und als er den Schurken zu fassen kriegte,
verzieh er ihm nobel die ganze Geschichte.
Ich weine ob solcher Güte.

Hier lernt man nichts

9. 7. 2016

Christian Morgenstern:

Unter Zeiten

Das Perfekt und das Imperfekt
tranken Sekt.
Sie stießen aufs Futurum an
(was man wohl gelten lassen kann).

Plusquamper und Exaktfutur
blinzten nur.

Menschenliebe vor Insektenfreude

2. 7. 2016

Christian Morgenstern:
Philanthropisch

Ein nervöser Mensch auf einer Wiese
wäre besser ohne sie daran;
darum seh er, wie er ohne diese
(meistens mindestens) leben kann.

Kaum dass er gelegt sich auf die Gräser,
naht der Ameis, Heuschreck, Mück und Wurm,
naht der Tausendfuß und Ohrenbläser,
und die Hummel ruft zum Sturm.

Ein nervöser Mensch auf einer Wiese
tut drum besser, wieder aufzustehn
und dafür in andre Paradiese
(beispielshalber: weg) zu gehn.

Wenn der Mäher endlich schweigt…

1. 7. 2016

Ich schaue auf die Wiese und sehe
Tabula Rasen.

Stimmt eigentlich vorne und hinten nicht. Aber so funktioniert Nonsens.
Und der Rasenmäher ist eigentlich auch eine Non-Sense
:mrgreen:

Bewundertes Warten

25. 6. 2016

Es stand ein Mann am Siegestor,
der an ein Weib sein Herz verlor.
Schaut sich nach ihr die Augen aus,
in Händen einen Blumenstrauß.
Zwar ist dies nichts Besunderes.
Ich aber – ich bewunder es.

Erich Mühsam, aus der Sammlung „Wüste – Krater – Wolken“


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