Posts Tagged ‘Gott’

Der Bann der Zahlen

4. 2. 2016

Wann ist ein Gottesdienst gut besucht? Bei 2, 20 oder 200 Leuten?

Wann ist eine Gemeinde reich? Wenn sie 10, 1.000 oder 100.000 € besitzt?

Zahlen nivellieren: Drei geistreiche Menschen beleben eine Gruppe; dreihundert Zuschauer erwarten bloß und tun nichts. Und beim Geld ja ähnlich: ein Abendessen für fünf ist vielleicht besser angelegt als Lollys für Zehntausende. Der Hintergrund ist eben nicht deutlich. Der Zusammenhang fehlt.

Eine biblische Erinnerung: Gott schickt dem König David die Volkszählung als Versuchung.
Zahlen sind trügerisch. Sie täuschen eine Kraft vor – die vielleicht gar nicht abrufbar ist.

Und was passiert? Wegen pessimistischer Prognosen wurde in den letzten Jahren Angebote reduziert, Kirchen geschlossen, Pfarrstellen gestrichen. (Nebenbei: in die Verwaltung wurde weiterhin großzügig investiert.) Und nun sind in den letzten Jahren die Einnahmen wahrhaftig gestiegen.

Alles aufgrund von Zahlen. Gott wusste, warum er die Volkszählung nicht wollte. Zahlen täuschen – und rauben den Geist.

Auffälligkeiten und ich und Gott dann so: Die Nebensatzverweigerer

19. 1. 2016

Manche können keine Konjunktionen. “Ich meine, dass das gut ist.” wird zu “Ich meine das das gut ist.” So etwas mag ich nicht. Polemik: das ist etwas, was garantiert nicht in der neuen Rechtschreibung steht! Ich finde das häufig in Blogs. Mir verleidet das die Lust am Lesen. Mittlerweile klick ich es dann weg.

Und Gott dann so: “Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen.
“Gott, heißt das, ich versuche dich mit solchen kleinen Aufregern?”
“Ach was. Ich wollte dir nur eine Atempause verschaffen. Damit du zur Besinnung kommst. ”
“Wie bitte?”
“Hör mal, Junge, es kommt gar nicht darauf an. Klick die weg, meinetwegen. Und bleib beim Wichtigen.”
“Und was soll das Wichtige sein?”
“Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.”
“Zitate erdrücken, Chef…”
“Wo drückt dir der Schuh? Wo meinst du, fern von mir zu sein?”

“Ach so, Gott ja, da wäre.. […]”
“Gut, dass wir darüber reden.
Und vergiss nicht: Die Liebe zum Guten Hirten führt zu den anderen Schafen. Um es mal so zu sagen.”

Jahreslosung 2016 mit süßem Umweg

5. 1. 2016

“Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.”
Jesaja 66,13

Jerusalem ist wiederaufgebaut – das war vor vor 2.500 Jahren Trost, wie die Mutterbrust Trost ist für den Säugling. So sagt es der Zusammenhang. Die Jahreslosung fasst das zusammen: Gott tröstet das Volk wie eine Mutter ihren Säugling.

Die Zeiten der Muttermilch enden meist, bevor das Bewusstsein beginnt und das Gedächtnis solange zurückreicht. Was ist in Erinnerung, wie einen die Mutter getröstet hat? Oft waren es Trostpflaster, ein Kuss oder auch etwas Süßes: Kakao, Pudding oder der Lieblingskuchen.

Darum habe ich dieses Headerbild ausgewählt: Der Blick auf eine Schachtel Pralinen. Ein paar sind bereits wegprobiert. Doch sie laden zum Zugreifen ein.

 

 

morgenklage/ seelenselfie

25. 9. 2015

da sitze ich und bin maulig
nichts recht, alles quer

alles egal, Gott
auch die gründe, nach Dir zu fragen
flüchtlinge, kriegstote, sklavenarbeit
ach, Gott

das glas wasser,
du quelle des lebens
die tasse gefüllt,
du himmlische kraft
leben kehrt zurück
hunger nicht nur nach brot
durst nicht nur nach kaffee

der nebel lichtet sich
da sitze ich, Gott, ich bin da
und du auch

Die erste Vertreibung in der Bibel

1. 9. 2015

“Und er vertrieb den Menschen…”
1. Mose/ Genesis 3, 24
(Einheitsübersetzung; Schlachterbibel 1951/ 2000; Zürcher Bibel 1931/ 2007; ähnlich Bibel in gerechter Sprache und Neues Leben. Die Bibel.)

Gott selbst vertreibt “den Menschen” aus seiner Heimat, dem Garten Eden. Der Mensch sollte also wissen, dass er und seinesgleichen zu den Vertriebenen gehört. Wird der Mensch sesshaft und gewinnt Wohlstand, vergisst er das leicht. Vertriebene sind dann “aus der Gnade herausgefallen”.  Doch es trifft auf jeden zu – und jeder lebt aus Seiner Gnade.

tagesgedanke 05.08.

5. 8. 2015

Lehrtext für Mittwoch, 5. August 2015

Fürchte dich nicht, glaube nur!
Markus 5,36

Wenn’s nur so einfach wäre. Und manchmal, denke ich auch, kann es nur so sein. Weil nichts anderes bleibt?

Und will Beten nicht Ähnliches: Furcht nehmen und Gott vertrauen?

Wir hätten es schon lange wissen können

15. 7. 2015

Losung für heute:
Verlasst euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
Psalm 146, 3

Wir hätten es schon lange wissen können: auch die “hohen Tiere” kochen nur mit Wasser. Was wurde zum Beispiel Obama nach seiner ersten Wahl zum Präsidenten umjubelt – als ob er zugleich Präsident Europas (oder so) geworden wäre. Selbst das Nobelpreiskomittee bescherte ihm Vorschusslorbeeren. Und knapp acht Jahre später? Ein Mensch ist er, ganz normal. Mit Fehlern. Die leider auch andere ausbügeln müssen.

Die “hohen Tiere”, die Heroen, Helden und Supermänner helfen nicht. “Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist”, heißt es ein paar Sätze weiter. Gott Jakobs! Jakob war ja auch so ein Oberschlauer, ein Betrüger und einer, der mit Gott kämpfte. Aber davon habe ich bereits geschrieben…

https://theomix.wordpress.com/2015/02/05/meditation-vor-der-flussquerung/
https://theomix.wordpress.com/2015/02/06/meditation-nach-der-flussquerung/

 

Pfingsten 2015

24. 5. 2015

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern ein frohes Pfingstfest!

Der Geist Gottes Menschen und lässt sie überfließen vor Begeisterung. Das erzählt die Pfingstgeschichte.

Durch die Predigt des Petrus werden viele überzeugt und lassen sich taufen. Die erste Gemeinde entsteht. Deshalb wird Pfingsten oft auch “Geburtstag der Kirche” genannt. Nur: Gott ist schon länger da, als die Kirche existiert.

Bild: Von der Aktion “Kirche aufmachen” (www.kirche-aufmachen.de).

ewigkeit

6. 3. 2015

doch was ich sehe
ist heimat nicht

Meditation nach der Flussquerung

6. 2. 2015

gott an der gurgel
feind auf dem brustkorb
der den atem abschnürt

o groll so groß
gott des verrats
ich kämpf dich nieder
ich halt dich
bleib
sonst zwing ich dich

so ringe ich
voller wut
schweiß rinnt zu boden
du willst mich lehren
mein leben sei versaut?

was, fliehst im blau des morgens?
nein, nicht du,
GOTT des Segens!
oder blender
der mich getäuscht hat

mit aller kraft halt ich
und lass dich nicht
was es auch kostet
dich erkenne ich
bis auf den grund
bleib
bleib hier
mein leben zählt nicht mehr

zwei schatten ein knäuel
würgen und pressen
und holt aus und ein schlag

sticht der schmerz an der seite
zugleich der segen
und fort

mein keuchen hör ich
da lieg ich
bild? traum?

im rot der sonne
geh ich davon
aufrecht
hat ER mich gestellt
doch ach die hüfte
krumm
bleibt der gang

ich der sieger
über einen mächtigen Gott
so hat er selbst gesagt
geschlagen von hier an

Zu 1. Mose 32,25-32

Meditation vor der Flussquerung

5. 2. 2015

ich habe sie alle ausgetrickst
den bruder den vater den onkel
macht euch nichts vor
ich musste meinen preis bezahlen

wie zum beweis
körperlich war nie gewalt
und der segen war mit mir

hätt ich dem skrupel gehorcht
ich wäre nicht hier
geduld und umsicht sind meine stärken

alles ist wohl bedacht
den bruder wiederzusehen
nach zwanzig jahren
sollte rache sein ziel sein
den frauen und kindern wird er nichts tun
bedienen soll er sich an den herden
morgen dann sehen wir weiter
alles ist gut soweit

nacht fällt über den fluss
und das dunkel greift
und die angst nach der seele
das übersehene
drückt zu boden
und würgt

Zu 1. Mose 32,14-25

Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 8

23. 1. 2015

Nun erfahre ich in Wahrheit,
dass Gott die Person nicht ansieht;
sondern in jedem Volk,
wer ihn fürchtet
und recht tut,
der ist ihm angenehm.

Apostelgeschichte 10, 34 – 35

So erzählt Lukas, wie Nichtjuden in die christliche Gemeinde kamen: ein römischer Hauptmann möchte gerne getauft werden. Damit der Oberapostel  Petrus nicht  zaudert, muss Gott  einigen Menschen Träume schicken und Sendboten zur rechten Zeit, sodass beim Apostel der Groschen fällt.

Selbst unter Christenmenschen  muss man sich manchmal daran erinnern – und gerade dann, wenn Flüchtlinge vor der Tür stehen:
“GOTT sieht die Person nicht an.
In jedem Volk, wer IHN fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.”

Welche Bedenken da auszuräumen waren, so dass auch der Speiseplan sich auf “Igitt!” umzustellen drohte, das steht im gesamten Kapitel. Es sei zur Lektüre empfohlen. Und wer Augenzwinkern wahrnimmt, tut recht daran. Es liegt am Autor und nicht an der flirrenden Mittagshitze.  :)

Altes neu: Der mich atmen lässt

14. 1. 2015

https://theomix.wordpress.com/2008/10/15/noch-einmal-zum-atmen/

gedanken um eine bestattung

12. 12. 2014

I

manchmal ist es wie
sand im mund, der zwischen den zähnen knirscht
keine wohlfeilen worte, kein gelungener abschied
dem im sarg den plötzlichen tod,
den anderen schmerz und bitternis

II

gott klagen, ihn anklagen
es gibt schlimmeres ja
aber es gibt keinen trost auf umwegen
wenn es einen geben kann
für die verletzten und empörten seelen

III

nicht erst beim absenken in die grube
schon beim rückblick auf das leben
schluchzen und heulen bei denen
die vor mir saßen

hinterher dank der familie an mich
und dabei habe ich nur meinen zweifel gesagt
und mit sympathie auf ein leben geschaut

im ringen mit GOTT war ich
ich habe es IHM nicht leicht machen wollen
und was verpasst ER mir da?

#nachtgedanken 09.12. liebe güte

9. 12. 2014

http://bit.ly/1yZw1ZN liebe. güte. du zu mir, gott? was zum leben hilft, reicht auch für den nachtschlaf.

Gut

29. 11. 2014

Unter dem Schatten DEINER Flügel
wohnt die Herzerwärme.

Ich stelle mich als Gegenüber zur Verfügung

12. 11. 2014

Manches liest sich mit Abstand anders. Dieser Beitrag blieb lange liegen, nun bringe ich ihn heraus.

Zu Friederike Gräff, Ist Gott noch Mitglied der evangelischen Kirche?, Christ und Welt 09/2014

http://www.christundwelt.de/themen/detail/artikel/ist-gott-noch-mitglied-der-evangelischen-kirche/

Der Artikel endet mit den Sätzen: “”Ich wünschte mir, ich hätte in meiner Kirche ein Gegenüber. Eines, das sich nicht wegduckt, eines, das man respektieren kann.”

Ich stelle mich als Gegenüber zur Verfügung. Ich ducke mich nicht weg – und verdiene Respekt.

Da es als evangelische Tugend gilt, sich gleich für jeden Schaden an der eigenen Sache zu entschuldigen, wage ich polemisch das Gegenteil und setze Pluspunkte:

Ich finde die leise evangelische Kirche gut.

  • Wir sind die Kirche, in der man beim Gottesdienst hinten sitzen darf. Bei uns darf der Glaube lau sein, denn Gott liebt alle.
  • Wir sind die Kirche, der Diakonie wichtig ist. Die Hauptamtlichen unsere Kirche fallen nicht über Harz-IV-Empfänger und Asylsuchende her, sondern versuchen ihnen Respekt und Würde zu geben.
  • Wir überfallen die Menschen nicht mit missionarischen Bedürfnissen. (Blinde Flecken einkalkuliert.)

Noch ein paar wichtige Ergänzungen:

  • Ja, viele Pfarrerinnen und Pfarrer haben ein Frömmigkeitsdefizit.  Ich bete heute mehr als noch vor Jahren. Ich schäme mich nicht dafür, aber auch nicht für meine Geschichte
  • Ich nehme wahr, wie die Grenzen zwischen “den Politischen” und “den Frommen” flüssig geworden sind. Aus einer frommen Jugendarbeit kam ich ins Studium, es entließ mich mit politischem Schwergewicht. Mittlerweile sehe ich an viele Stellen die Verbindung zwischen beiden.
  • Ich gebe zu: Manchmal könnte die evangelische Kirche lauter treten. Mehr beten, mehr direkt von Gott und seiner Gnade reden. Ich nehme zugleich wahr, wie experimentierfreudig viele Gemeinden sind, wie offen für Anregungen und Engagement.
  • Ich entdecke viel guten Geist, Gottes Geist. Und ich schäme mich nicht, das so zu sagen.
  • Und ich spreche gern über meine Haltung.

Anderes zum Thema:

https://theomix.wordpress.com/2008/10/14/chancen/

https://theomix.wordpress.com/2013/05/24/die-spiritualitat-der-markthalle/

https://theomix.wordpress.com/2013/12/12/wort-mit-unterlage/

 

 

 

Voll erwischt

2. 10. 2014

Da hetze ich nach Schwerte, nach Villigst, ins Pastoralkolleg. Seit ein paar Jahren bin ich als Vertreter meines Kirchenkreises eingeladen. Ich komme gern, es wird das Programm des übernächsten Jahres geplant, viel diskutiert und angeregt,. Wie es sich gehört, beginnt der offizielle Teil mit einer Andacht. Oft schon war sie für mich eher eine Pflichtübung, – wenn noch die Gedanken halb auf der Autobahn sind. Diess Jahr war ich sehr zeitig und hatte mich vorher akklimatisiert..

Der Dozent hält eine interessante Andacht über Lukas 12, 22 – 31. Ein Gedanke: Das verworfene “Sorgen” wird klarer, wenn man in die lateinische Übersetzung schaut: Dort steht nicht “curare”, “sorgen in Verantwortung”, sondern “solicitare”, “in sorgender Unruhe umhergetrieben werden”. Das leitet seine Strophenauswahl:

Wir singen die 1.,´ 5. und 7. Strophe von “Wer nur den lieben Gott lässt walten”von Georg Neumark:

1)
Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.

2)
Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.

3)
Man halte nur ein wenig stille
und sei doch in sich selbst vergnügt,
wie unser’s Gottes Gnadenwille,
wie sein Allwissenheit es fügt;
Gott, der uns sich hat auserwählt,
der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.

4)
Er kennt die rechten Freudenstunden,
er weiß wohl, wann es nützlich sei;
wenn er uns nur hat treu erfunden
und merket keine Heuchelei,
so kommt Gott, eh wir’s uns versehn,
und lässet uns viel Guts geschehn.

5)
Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
dass du von Gott verlassen seist
und dass ihm der im Schoße sitze,
der sich mit stetem Glücke speist.
Die Folgezeit verändert viel
und setzet jeglichem sein Ziel.

6)
Es sind ja Gott sehr leichte Sachen
und ist dem Höchsten alles gleich:
Den Reichen klein und arm zu machen,
den Armen aber groß und reich.
Gott ist der rechte Wundermann,
der bald erhöhn, bald stürzen kann.

7)
Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu;
denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

Auch die Melodie trägt.

Das Lied erwischt mich voll, plötzlich entstehen Feuchteflecke in den Augenwinkeln: Genügend Sorgen waren da, die anderer, auch eigene und familiäre. Manches läuft einem hinterher. Der Text, die Worte: elementar. Und ich denke an einige, denen diese Worte gut tun können.

Einem Menschen habe ich sie zugeschickt, sie haben geholfen, obwohl zuvor wenig in diese Richtung geprägt hat. Das verdoppelt für mich die Wirkung dieser Worte. Ganz wie Georg Neumark das gedichtet hat. Irgendwie.

Damals war es so

16. 4. 2014

verdunstet

gestalten willst du
hast guten willen
aber nichts fruchtet

die fragen zu groß
die widerstände zu zäh
die strukturen zu mächtig
und deine kraft zu klein

tausenderlei geschwätz
am grill und beim kaffee
gemütlich und belanglos

ein großer schmerz
weit weg gehalten
ohne echo deine werte

bleibt noch humor
bleibt noch da sein
und der kleine zirkel des glücks

doch gott, dein gott,
bleibt fern in dieser zeit
und ist verdunstet im gestrüpp

Zum Teufel – 2

20. 3. 2014

Ich glaube nicht an den Teufel. Diese Figur ist im gesamten biblischen Zusammenhang deutlich eine Randfigur. Zugleich auch eine Gegenfigur zu Gott. Manche billigen ihm große Macht zu – auch Luther war nicht frei davon.

Eine symbolische Figur für “das Böse” oder “die Macht des Bösen”, so habe ich den Teufel verstehen gelernt. Interessant, diese Spur zu verfolgen: Wie heißt die symbolische Figur für “die Macht des Guten”? Gott? Nicht auszudenken. Aber für meinen kritischen Kopf war das mal eine gute Perspektive.

Das ist lange her. Mittlerweile genügt sie mir nicht mehr. Mittlerweile glaube ich: So etwas wie Dämonen gibt es. Als Kräfte, die eine Menschen beherrschen können. Wie 1932/33 ein ganzes Volk auf einen dummdreisten Hobbypolitiker hereinfällt, finde ich auch sonst schwierig zu erklären.

Teufel, Satan – keine eigene Macht. Ein Symbol. Inwieweit kann eine Gegenmacht Gott widerstehen? Im analogen Leben gelingt es leider, sonst wüsste niemand, was Genozid bedeutet. :( Wie sieht es in der Konstruktion der himmlischen Welt aus? Bei Hiob tritt in den himmlischen Szenen eine Gegenspieler auf, Satan. Ein  zynisches Spiel?

Meine Gedankensplitter zeigen, Weiterdenken, -fragen und -forschen ist nötig. Zum Teufel noch mal!


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