Geliehener Engel

20. 11. 2014

Am Sonntag entdeckte ich wieder einen wunderbaren Text von Susanne Niemeyer. Ich darf ihn hier veröffentlichen. Danke!

Engel

Ein Wunder ist
ein Engel der aufpasst
dass der dünne Faden
nicht reißt.
Dass der dünne Faden
nicht reißt
ist ein Wunder.

Susanne Niemeyers Texte finden sich vor allem hier. Außerdem ist sie käuflich – was die gedruckten Texte betrifft.

Mal was Altes: 2008, Griff zum Klo

19. 11. 2014

http://theomix.wordpress.com/2008/11/19/welttoilettentag/

Relevanzcheck per Umkehrschluss 9

18. 11. 2014

Der Brunnen bricht so lange bis zum Krug, bis er geht.

Ist nicht leicht zu entscheiden. Jedenfalls muss es interessant sein, Brunnen zu beobachten.

Novemberregen, nasses Gedenken und frohe Musik

17. 11. 2014

Da stand  ich mit kalten Händen und nassem Kopf. Für den Rest hielt der neue Talar dicht. Nur die Hände musste ich im Anschluss überall schütteln, bis sie eine Tasse heißen Kaffee in den Händen hielten: Volkstrauertag. Erst in Kircheib, Friedhofshalle, und dann am Denkmal, Asbach die ganze Zeit draußen, am Denkmal, mit Verlesung von Verstorbenen aus dem 2. Weltkrieg.

Beide Feiern waren mir wichtig. Auf der ersten, um an den ersten Weltkrieg zu erinnern und an das geistliche  Verbrechen der Kirche, Öl ins Feuer zu gießen. Auf der zweiten werden immer die Namen auf zwei der sechs Tafeln verlesen. Die Mitglieder der Familie Bieler haben sämtlich den Tod in ihrem Haus gefunden. Deswegen ist fast die Erinnerung an ein weiteres Familienmitglied erloschen: Heinrich Bieler., gestorben 1942 im KZ Buchenwald. Er ist vermutlich der einzige Asbacher, der in einem Konzentrationslager gestorben ist.

Es regnete junge Hunde und Katzen. das ist der Bogen zu meinem Lied: Regina Spektor, On The Radio. “November Rain” spielt hier eine wichtige Rolle.

Wie im Kontrast: das verrückte (und im Video) versüßte Leben. Gut, dass wir heutzutage singen, tanzen und uns verrückt fühlen dürfen. Ich wünsche allen eine  frohe Woche!

Danke an den DRK-Ortsverband für Händeschütteln, Erbsensuppe und Kaffee!

Der alte Knochen

15. 11. 2014

Da liegt er, der alte Knochen. Dieses Telefon war stets Ersatzgerät, wurde selten benutzt und hat vielleicht deswegen 18 Jahre gehalten.  Eigentlich als Wandgerät gedacht, war es damals beim Elektrohändler unseres Vertrauens das günstigste: 24,95 – D-Mark! Immerhin, Tasten. Aber nicht mit Buchstaben versehen und kein Display. Eine kleine Erinnerung ist es mir wert.

2014-10-07 17.48.12

 

 

Und dann wurde es in der Hörmuschel stumm. Was nutzt es, drauflos zu reden, wenn man nicht mehr merkt, ob an der anderen Seite längst aufgelegt wurde?

Das Neue ist eigentlich ein Wandgerät, hat kein Display, aber den Alphabetcode aufgedruckt. Und ich kann hören, ob wer spricht.

 

Probleme mit Flüchtlingen in Deutschland

14. 11. 2014

“Würde Deutschland im Verhältnis ähnlich viele Flüchtlinge aufnehmen wie der Libanon, wären das 25 bis 30 Millionen Menschen.”
SWR1, 28.10.2014
(Ist unexakt, na gut, “pro Kopf”.)

Dunkles im Nonsens

13. 11. 2014

Christian Morgenstern:
Schiff “Erde”

“Ich will den Kapitän sehn”, schrie
die Frau, “den Kapitän, verstehn Sie?”
“Das ist unmöglich”, hieß es. “Gehn Sie!
So gehen Sie doch! Sie sehn ihn nie!”

Das Weib, mit rasender Gebärde:
“So bringen Sie ihm das – und das -,”
(Sie spie die ganze Reling nass.)
Das Schiff, auf dem sie fuhr, hieß “Erde”.

Wenn man überlegt: Vor über 100 Jahren erschienen, und in einer Sammlung von Nonsens-Gedichten – dann erstaunt das sehr und erschreckt mich auch.

Ich stelle mich als Gegenüber zur Verfügung

12. 11. 2014

Manches liest sich mit Abstand anders. Dieser Beitrag blieb lange liegen, nun bringe ich ihn heraus.

Zu Friederike Gräff, Ist Gott noch Mitglied der evangelischen Kirche?, Christ und Welt 09/2014

http://www.christundwelt.de/themen/detail/artikel/ist-gott-noch-mitglied-der-evangelischen-kirche/

Der Artikel endet mit den Sätzen: “”Ich wünschte mir, ich hätte in meiner Kirche ein Gegenüber. Eines, das sich nicht wegduckt, eines, das man respektieren kann.”

Ich stelle mich als Gegenüber zur Verfügung. Ich ducke mich nicht weg – und verdiene Respekt.

Da es als evangelische Tugend gilt, sich gleich für jeden Schaden an der eigenen Sache zu entschuldigen, wage ich polemisch das Gegenteil und setze Pluspunkte:

Ich finde die leise evangelische Kirche gut.

  • Wir sind die Kirche, in der man beim Gottesdienst hinten sitzen darf. Bei uns darf der Glaube lau sein, denn Gott liebt alle.
  • Wir sind die Kirche, der Diakonie wichtig ist. Die Hauptamtlichen unsere Kirche fallen nicht über Harz-IV-Empfänger und Asylsuchende her, sondern versuchen ihnen Respekt und Würde zu geben.
  • Wir überfallen die Menschen nicht mit missionarischen Bedürfnissen. (Blinde Flecken einkalkuliert.)

Noch ein paar wichtige Ergänzungen:

  • Ja, viele Pfarrerinnen und Pfarrer haben ein Frömmigkeitsdefizit.  Ich bete heute mehr als noch vor Jahren. Ich schäme mich nicht dafür, aber auch nicht für meine Geschichte
  • Ich nehme wahr, wie die Grenzen zwischen “den Politischen” und “den Frommen” flüssig geworden sind. Aus einer frommen Jugendarbeit kam ich ins Studium, es entließ mich mit politischem Schwergewicht. Mittlerweile sehe ich an viele Stellen die Verbindung zwischen beiden.
  • Ich gebe zu: Manchmal könnte die evangelische Kirche lauter treten. Mehr beten, mehr direkt von Gott und seiner Gnade reden. Ich nehme zugleich wahr, wie experimentierfreudig viele Gemeinden sind, wie offen für Anregungen und Engagement.
  • Ich entdecke viel guten Geist, Gottes Geist. Und ich schäme mich nicht, das so zu sagen.
  • Und ich spreche gern über meine Haltung.

Anderes zum Thema:

https://theomix.wordpress.com/2008/10/14/chancen/

https://theomix.wordpress.com/2013/05/24/die-spiritualitat-der-markthalle/

https://theomix.wordpress.com/2013/12/12/wort-mit-unterlage/

 

 

 

Relevanzcheck per Umkehrschluss 8

11. 11. 2014

Es ist nicht alles Glänz, was goldet.

eigentlich ziemlich klar und eindeutig.

Netter Retter

10. 11. 2014

Eine Zeitlang hatte ich auf meinem Blog einen “Spirituals-Freitag”. Irgendwann fand ich nichts Passendes mehr. Geblieben ist jedoch der musikalische Montag. Heute mit einem Spiritual. :)

Golden Gate Jubilee Quartet, Found A Wonderful Savior:

Man kommt kaum  mit, so überschlagen sich die vier schwungviollen stimmen. Der Text ist kaum zu verstehen, aus einer anderen Version lautet er so.

Ein netter Retter, der einen an die Hand nimmt, einen fast außer Atem bringt (Singtempo) und gut zu einem ist. Hätte ich diesen Song immer im Kopf, Glauben könnte so einfach sein.

Und ich ahne, wie befreiend dieser Retter für die Sklaven gewesen sein muss, die solche Lieder als erste gesungen haben. Weder schlägt oder zwingt er, sondern er baut auf und ist lieb. Meine Güte.
Und das ist so nah an den Ursprüngen, wo auch die rechtlosen Sklaven Leute fanden, die sie an den Tisch baten, gemeinsam mit Herren und anderen freien, und sie als ihresgleichen behandelten.

Lasst euch von diesem Schwung ergreifen, seid freundlich zu allen, und wenn ihr wollt, lasst euch an die Hand nehmen. Heute mal, indem ihr mitsingt. ;)
Eine befreiende Arbeitswoche!

November als Ausklang

8. 11. 2014

Seid mir nur nicht gar zu traurig,
dass die schöne Zeit entflieht,
dass die Welle kühl und schaurig
uns in ihre Wirbel zieht;

dass des Herzens süße Regung,
dass der Liebe Hochgenuss,
jene himmlische Bewegung,
sich zur Ruh begeben muss.

Lasst uns lieben, singen, trinken,
und wir pfeifen auf die Zeit;
selbst ein leises Augenwinken
zuckt durch alle Ewigkeit.

Wilhelm Busch, Kritik des Herzens

Aus dem Lexikon der Stilregeln, 1

7. 11. 2014

O, niemals einen Satz mit “O, niemals” beginnen.

Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 7

6. 11. 2014

Kein Eingehen auf Verantwortungsethik, kein Sinnieren über politische Entscheidungen, schon gar nicht im Nahen Osten.
Erinnern muss sein. Steht Christenleuten ganz gut an.

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: «Auge um Auge und Zahn um Zahn!» Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deinen rechten Backen schlägt, so biete ihm auch den andern dar; und wer mit dir rechten und deinen Rock nehmen will, dem lass auch den Mantel; und wenn dich jemand eine Meile weit zu gehen nötigt, so gehe mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.

Matthäus 5, 38 – 42

Was daraus folgt? Es wird einiges kosten.

Relevanzcheck per Umkehrschluss 7

5. 11. 2014

Tags sind alle Katzen nichtgrau.

Stimmt ja gar nicht.

Druckfrisch [Update ISBN]

4. 11. 2014

Als Geschenkbüchlein für Humorbegabte: “Heiterkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht“,
im Verlag am Birnbach, für schlappe 4,95 €.
ISBN 978-3-86508-330-2

Deckblatt gibt es auch:
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