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Wege am Dienstag, 13. Juli

4. 8. 2010

Von Rheinbreitbach über das „Auge Gottes“ nach Bruchhausen und wieder zurück.

Rheinbreitbach
Rheinbreitbach ist ein beschaulicher Ort etwas oberhalb des Rheins. Aber es liegt näher am Rhein als das andere Breitbach an der Wied, das näher am Wald liegt, und das heißt jetzt Waldbreitbach. Das Zentrum bietet genug, um Bankgeschäfte zu erledigen. Wer Geld abhebt, findet aber außer der Apotheke nur wenig Gelegenheit, es auszugeben.

Wir sind direkt in den Wald. Unvermeidlich durchquert man den Ortsteil Breite Höhe. Es geht stetig bergan, und irgendwann erreicht man

Das Auge Gottes
– mitten im Wald? Vielleicht um Holzdiebe und Wilderer zu ermahnen? Man weiß es nicht. So sieht es aus:Aus Wikipedia, von Chriusha

Vom Auge Gottes ging es weiter durch den Wald, vorbei an Resten von V1- und V2-Abschussrampen, nach

Bruchhausen
Hier gibt es eine Besonderheit: den Bruchhausener Totentanz. Er hängt in der Kirche des Ortes und gilt als der einzige seiner Art im Rheinland.  Hübsch barock gemalt, mit Versen in Zierschrift.

Die etwa 13 km lange Strecke haben wir nicht als Erste entdeckt, sondern wir folgten der Tour 12 von Peter Squentz, Das Siebengebirge.

Wege am Samstag

19. 4. 2010

Von Burg Niederpleis über Schloss Birlinghoven am Pleisbach entlang

Mit einem kleinen praktischen Wanderführer bewaffnet, habe ich selbdritt den oben genannten Weg erwandert.

Burg Niederpleis

Die Burg ist keine richtige Burg (mehr), sondern ein Neubau aus den Gründerjahren.

Schloss Birlinghoven

Auch dieses Schloss ist nicht so alt wie es aussieht: Es stammt vom Anfang des vorigen Jahrhunderts, sieht von der Gartenseite wunderbar aus. Aber weil das Fraunhoferinstitut Besitzer ist, darf kaum jemand hinein. Aber sie stellen das junge Schlösschen gut vor.

Beinahe ein Park

Der Weg ging von der Gartentreppe über eine verwilderte Rhododendron-Allee über eine Holztreppe bergab-bergauf zu einem anderen Teil des geplanten, nie verwirklichten Parks: Eine barocke Sonnenuhr steht da, die niemand versteht.
Ich möchte ja sagen, es ist ein Scherz, eine Ironisierung der beginnenden Wissenschaftsgläubigkeit, die gar nicht funktionieren sollte. Aber einer, der anfangs des 21. Jahrhunderts Zitate erfindet, ist vielleicht kein guter Ratgeber…

Ein Hoch dem Wanderstübchen!

Als wir dann den Weg suchen mussten, weil es überhaupt keine Wegemarkierung gab (wie der Wanderführer verhieß), wandten wir uns hoffnungsfroh der verheißenen Einkehrmöglichkeit zu.

Die ausgehängte Karte verhieß Mahlzeiten – ab 15.00 Uhr. Und es war kurz vor 14 Uhr… Getränke gäbe es. Und dann meinte der Wirt: „Mal sehen, ob der Koch schon bereit ist.“ Er war bereit, und wir haben lecker gegessen…

Ein Hoch dem Wanderstübchen! Eine Service-Oase. Wir haben gerne im Biergarten gesessen und den aufziehenden Frühling begrüßt.

Nachtrag Mai 2012/ April 2020: Das Wanderstübchen hat mehrfach den Besitzer gewechselt. Zur Zeit gibt es keinen Link dorthin.

Resümee

Ein hübscher Weg, abwechslungsreich und wohltuend fürs Auge. Auch ohne Einkehren lohnend.

Sonstiges

7 km, wenig Steigungen. Feste oder asphaltierte Wege. Drei Mal müssen Landstraßen überquert werden.


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