Posts Tagged ‘Ypern’

In und um Ypern

6. 9. 2013

Ich hatte als Teilnehmer der deutsch-belgischen Tagung Gelegenheit, einen Friedhof (Essex Farm Cemetrery) gezeigt zu bekommen, das Kriegsmuseum (eher Antikriegsmuseum) „In Flanders Fields“ zu besichtigen und „The Last“ Post“ am Menentor zu verfolgen.

Der Ieprer Werbefilm zeigt in der ersten Minute Streifzüge durch das Museum.Hier wird nicht mehr zwischen Guten und Bösen unterschieden, weil so viele unter diesem Krieg gelitten haben, an erster Stelle die Zivilisten, aber auch die Soldaten in den Gräben. Unsere Gruppe hatte nur 50 Minuten Zeit, das reicht für einen gründlichen Besuch nie und nimmer. Zwei Stunden dürfen es schon sein.

The Last Post ist in Wikipedia gut dokumentiert. Die Bilder und Töne sind am Schluss des Films.

Wer Gelegenheit hat, nach Ieper zu kommen, sollte sie nutzen. Wer keine hat, sollte sie sich schaffen. Bei Gelegenheit.

Höchstens 95 Jahre alt

4. 9. 2013

In Ypern (flämisch Ieper) ist kein Haus, kein Baum, kein Strauch älter als 95 Jahre alt. Die Gegend war eine der am stärksten umkämpften Frontabschnitte im 1. Weltkrieg. Auf kleinster Fläche in vier Jahren 500.000 vernichtete Menschenleben. Die Hügelkette um die Stadt war von deutschen Truppen besetzt. Ihnen gegenüber, in der Stadt, belgische und britische Heere.

Die Begegnungstagung der deutsch-belgischen Protestanten tagte in der Nähe von Ypern, zum Thema „Vom Thema Krieg und Frieden – Zur Erinnerung an den 1. Weltkrieg vor 100 Jahren“. Am letzten vollen Tag hatten wir neun Stunden, um einiges von der Stadt und der Geschichte zu erfahren. Zu kurz, um alles ausführlich anzuschauen. Lang genug, um zu spüren: Die Schrecken dieses Krieges sind noch nah.

1919 kehrte die Bevölkerung wieder zurück in die (nun) „tote Zone“. Zehn Jahre dauerte der Wiederaufbau. Heute wird in Ypern wieder gelebt und geliebt und gelacht. Und erinnert und getrauert.


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