Posts Tagged ‘Trost’

Jahreslosung 2016 mit süßem Umweg

5. 1. 2016

„Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“
Jesaja 66,13

Jerusalem ist wiederaufgebaut – das war vor vor 2.500 Jahren Trost, wie die Mutterbrust Trost ist für den Säugling. So sagt es der Zusammenhang. Die Jahreslosung fasst das zusammen: Gott tröstet das Volk wie eine Mutter ihren Säugling.

Die Zeiten der Muttermilch enden meist, bevor das Bewusstsein beginnt und das Gedächtnis solange zurückreicht. Was ist in Erinnerung, wie einen die Mutter getröstet hat? Oft waren es Trostpflaster, ein Kuss oder auch etwas Süßes: Kakao, Pudding oder der Lieblingskuchen.

Darum habe ich dieses Headerbild ausgewählt: Der Blick auf eine Schachtel Pralinen. Ein paar sind bereits wegprobiert. Doch sie laden zum Zugreifen ein.

 

 

Werbeanzeigen

Liebe hinter dem Grau

13. 1. 2014

Im tristen Grau wird die Liebe zum Rückzugsort und wird so verletzlich, dass die wunden Herzen nur mit Mühe zusammenfinden.

Tricky, Nothing Matters (feat. Nneka)

Das Video erinnert mich an graue Momente, an graue Orte. Gerade an den grauen Orten ist Heilsames so nötig. Und ich bin ja gerne auf Harmonie aus. wenn sie ausbleibt, halte ich das nur schwer aus. Manchmal muss eben. Ob Meditation da noch hilft?

Ich hoffe, meine und eure Woche wird bunt. Ich wünsche euch und mir, dass Liebe heilt, was wund ist. Und wenn bei uns alles heil ist, dass wir’s weitergeben können!

Espresso zum Trost

21. 5. 2013

Mein geistlicher Espresso für heute:

Losung und Lehrtext für Dienstag, 21. Mai 2013

Der HERR hat mich gesandt, zu trösten alle Trauernden.
Jesaja 61,1.2

Gott tröstet uns in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
2.Korinther 1,4

Trost-Worte. Der Prophet Jesaja, Kapitel 61 bringt die Botschaft des Propheten: er soll und will die, die unten sind, aufrichten. ausgewählt ist heute das Stichwort Trost. Wer den Trost erfahren hat und aufgerichtet ist, wird, so steht es im  Zusammenhang (Vers 4) „die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten“. Eigenartig: die Trümmerbeseitiger nach dem 2. Weltkrieg haben oft aus Verzweiflung, aus purem Überlebenswillen den Schutt zur Seite geräumt. Man musste ja durchkommen durch die ganzen Scherbenhaufen. Bei Jesaja umgekehrt: nach dem Trost kommt die Arbeit, erst der Trost motiviert.

Der zweite Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 1, hat in Vers 4 noch Einleitungssätze. Das Thema wird umrissen. Trost. (Klar, oder?) Ich tröste mit dem Trost, den ich selber erfahren habe. Das ist schlichte gesagt und wahr. Gott ist Anfang und Schluss des Satzes: Für den Autor, Paulus, ist Gott die Grundlage für diese „Solidarität des Tröstens“, der Ausgangspunkt.

Dabei ist Trösten etwas, was jedem Menschen gut tut. Und jeder Mensch kann es. Denn viel gehört nicht dazu: In den Arm nehmen oder die Hand halten. Sich zuwenden und zuhören. Mehr braucht es nicht.

Wenn aber Gott dazukommen soll, dann müsse doch auch von ihm die Rede sein. Haben dann manche Theologen gemeint. Doch Seelsorge ist keine Abteilung der Predigtlehre. In den Sechzigern und Siebzigern zog die Psychologie in die Seelsorge ein. Manchmal schien es, die Seelsorge sei eine Abteilung der Gesprächspsychotherapie geworden.
Der wichtigste Effekt: Es ging um Zuhören lernen. Antennen ausrichten auf die Gefühle. Keine theologischen Schnickschnack-Diskussionen. Sondern hinhören, wo die Angst sitzt, die Wut, die Trauer.

Ich bin davon geprägt. Hinhören, Schweigen. Nicht erklären wollen. (Wenigstens nicht als erstes.)
Gott ist die Grundlage. Erzählen muss ich nicht von ihm. Das Trösten geht auch ohne.

Wem das zu wenig scheint: Natürlich geht es um mehr. Nur ruhig Blut, das wird schon noch kommen. Gott schenkt Gelegenheit.Oder nicht. Dann soll es auch gut sein.


%d Bloggern gefällt das: