Posts Tagged ‘Sünde’

Die Todsünden – sieben auf einen Streich

7. 8. 2015
  1. Ihr Schnösel,
  2. ich sag euch nix, ich behalte mein Wissen für mich.
  3. Ihr denkt ja eh nur an Sex.
  4. Himmelkreuzdonnerwetter, wo ist denn jetzt der Flaschenöffner hin?
  5. Ich will lieber den Kasten Bier leersaufen.
  6. Ihr alten Angeber,
  7. ich hab eh keinen Bock, was zu schreiben.

In genannter Reihenfolge.

Espresso heute

21. 2. 2011

Der HERR sprach: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.

1. Mose 8,21

Auf dem Kirchentag 1985 in Düsseldorf hielt John Howard Yoder, mennonitischer Theologe, die Bibelarbeit über 1. Mose 8. Bei diesem Vers verwies er zurück auf 1. Mose 6, 5-6: „Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen…“ Fast mit denselben Worten begründet die Aussage Gottes sowohl die Zerstörung der Erde als auch ihre Erhaltung. Und deutlich ist: Der Mensch hat sich nicht verändert. Verändert hat sich Gott.

Die Diskussion darüber zeigte, manche brachen fast in Wutgeheul aus. Denn Gott könne sich doch nicht verändern, er sei doch ewig und unveränderlich. Yoder blieb recht gelassen, denn der Gott der Neuplatoniker findet sich nicht in der Noahgeschichte. Und ich fand, Yoder hatte Recht.

Gott verändert sich, und das ist die Chance des Menschen. Und der Mensch kann und soll von Gott lernen. Veränderung, immer wieder, Dazulernen. Gelassen bleiben ob der Unzulänglichkeit der Menschen (also auch der eigenen), das ist angesagt. Wäre heute Jahreswechsel, es wäre ein wegweisendes Wort für ein ganzes Jahr. So möge es durch diesen Tag geleiten.

System Sünde

21. 6. 2010

Ausgelöst durch die Diskussion über die Ölpest will ich das aus den Komentaren in einen Beitrag heben.

Onebbo kommentierte:

„… Dennoch haben auch wir Verantwortung. Selbst mit Spenden sitzen wir vor dem PC, fahren ein Auto. Wohlgemerkt: Ich bin nicht gegen PC und Auto fahren. Wer aber dies alles will, sollte vorsichtig sein, bevor er sich im Sessel zurückschmeißt, die Erdnussflips reinstopft, den Breitbildschirm bewundert und sagt ‚Ich kann nix dafür, immer die bösen anderen‘.“

Mialieh schrieb dazu:

„Spenden hilft, aber es ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Genauso ist es mit dem Verzicht: fahre ich kein Auto, fliege ich nicht oder trenne ich den Müll, dann bin ich eine Person, die das macht. Wo hilft das dem Großen Ganzen?

Andererseits: es ist auch zu einfach zu sagen: die BP ist schuld. Wer kauft denn ihre Produkte? Das sind doch immer noch wir! Klar, wir verlassen uns darauf, dass sie es redlich machen. Aber meckern wir nicht auch rum, wenn die Benzin- und Ölpreise schon wieder steigen? Sind wir denn bereit, uns so zu engagieren, wie wir es von anderen verlangen?.
Das sind Grundsatzfragen, die die Ölpest bei MIR auslösen. Und gleichzeitig habe ich dieses Ohnmachtsgefühl: was kann ich schon machen? Und das gibt dann die Legitimation, weiter zu machen wie bisher. […] wir sollten nicht vergessen, dass wir mit unseren Lebensweisen und gerade als Abnehmer der großen Konzerne auch Mitschuld an dem haben, was da entstanden ist.“
In einem großartigen System gefangen. So sieht Paulus die Sünde. Für viele ist dieser Begriff gleichbedeutend mit individueller kleinkarierter Moral. Ursprünglich etwas anderes gemeint. Sicher vom Individuum nicht zu trennen: „Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7, 18.19)
Dies mündet nach einigen weiteren Sätzen in den Ausruf: „Ich unglückseliger Mensch! Wer rettet mich aus dieser tödlichen Verstrickung? Gott sei gedankt durch Jesus Christus, unseren Herrn: Er hat es getan!“ (Römer 7,24.25 GNB)
Denn Jesus Christus brachte einen neuen, befreienden Geist, der die Kreisläufe unseres Denkens durchbricht. Konsequenz: Wer zu Jesus Christus gehört, ist nicht mehr der Sünde unterworfen. Aber das ins Heute zu übersetzen, meine Güte. Thema für andere Beträge, so bis 2016 möglich.
Musikalisch umgesetzt: So hätten wir’s gern:

Und wenn man das „System Sünde“ einbezieht, klingt es eher so:

Sünde – erklärt

26. 2. 2009

Das ist eine nette Reihe: Theologische Sachverhalte für junge Leute (und Junggebliebene?)

Unter der Überschrift „E – wie Evangelisch“ gibt es einzelne Filmchen.  Die Texte dieser Reihe finde ich besser.

Den ersten Film fand ich ja noch toll. Aber dann zeigte es sich, die sind alle nach derselben Masche: Erläuterungen in lockerer Sprache, Straßeninterviews und Äußerungen einer protestantischen Persönlichkeit. Stets sind die Personen übermalt. Schade, immer dasselbe.

Aber der dieser hat einen guten Text. Ich empfehle: Hört ihn an, lasst den Film laufen und schaut derweil auf etwas anderes.  Das genügt.

Wer sich den Film anguckt und ihn trotz der Machart gut findet, möge das bitte den Filmemachern mitteilen. Mir genügt der „Radiobeitrag“.

Schafe, Sünde und Auffangnetz: 3. Auffangvorrichtung

23. 10. 2008

Vor allem, wie sie „instant“ abläuft, weiß ich nicht. Wer kein Schaf ist, braucht wohl auch keine solche Vorrichtung. So weit, so mündig (siehe „1. Schafe“).

Verstehe ich aber mein Leben und die mögliche Sünde nicht moralin-versäuert , sondern als alptraumhafte Verstrickung (siehe „2. Sünde“), dann wäre so ein Auffangegerät ganz gut.

Im praktischen Leben, wenn man aus einem Alptraum hochgeschreckt ist, hilft frische Luft und dann wieder das Bett. Für „Kopf und Herz“: ein Gespräch, ein Gebet, und teils Ruhe (innerlich), teils Bewegung (äußerlich).

(more…)

Schafe, Sünde und Auffangnetz: 2. die Sünde

21. 10. 2008

Tatsächlich, ein völliges Problemwort. Die wenigsten können ihm etwas beimessen. Die einen haben es zur Bagatelle gemacht, die anderen verbinden damit säuerliches Moralin.

Theologen sprechen darum lieber von Schuld. Das kommt unserem heutigen Verstehen entgegen. Es erinnert auch an die materielle Herkunft, die zu Jesu Zeiten im jüdsichen Lande für viele bedrohlich war: „Vergib uns unsere Schuld(en)“.

(more…)