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Selbstachtung

19. 3. 2009

Der aufrechte Gang ist gelebte Selbstachtung.

Zuerst auf Elisabeth Ornauers Blog kommnetiert,  2. 3. 2009

„Menschen ohne Rückgrat hab’n wir schon so viel“, sang Bettina Wegner Ende der Siebziger.

In den Neunzigern fand ich es gut, dass bei uns in der Kirche nicht gekniet wird. Allmählich wächst bei mir das Verständnis für Demut, und ich bin darüber nicht mehr stolz. Aber ich bejahe es und ziehe eine aufrechte Haltung der gebückten vor.

Aufrecht gehen und leben ist Ausdruck der Selbstachtung. „Ich will mir weiterhin (vor dem Spiegel) ins Gesicht gucken können“, sagen Menschen, die eine Gewissensentscheidung getroffen haben und sich nicht (mehr) verbiegen wollen. Aufrecht müssen wir vor dem Spiegel stehen, wenn wir uns ansehen wollen. (Ich denke bei diesem Bild nicht an den Handspiegel!)

Der aufrechte Gang ist für mich auch Ausdruck der Mündigkeit. Im Glauben vor allem. Auch wenn das  Bedürfnis nach Regression zuweilen ausgelebt wird. Und werden darf.


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