Posts Tagged ‘Rechtschrebung’

Heiterkeit erregender Traum

4. 3. 2016

Da erkläre ich dem junge Redakteur, dass es nach der neuen Rechtschreibung „Heiterkeit erregende Texte“ heißen sollte und das etwas anderes ist als die „Heiterkeit erregender Texte“.

Auffälligkeiten und ich und Gott dann so: Die Nebensatzverweigerer

19. 1. 2016

Manche können keine Konjunktionen. „Ich meine, dass das gut ist.“ wird zu „Ich meine das das gut ist.“ So etwas mag ich nicht. Polemik: das ist etwas, was garantiert nicht in der neuen Rechtschreibung steht! Ich finde das häufig in Blogs. Mir verleidet das die Lust am Lesen. Mittlerweile klick ich es dann weg.

Und Gott dann so: „Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen.
„Gott, heißt das, ich versuche dich mit solchen kleinen Aufregern?“
„Ach was. Ich wollte dir nur eine Atempause verschaffen. Damit du zur Besinnung kommst. “
„Wie bitte?“
„Hör mal, Junge, es kommt gar nicht darauf an. Klick die weg, meinetwegen. Und bleib beim Wichtigen.“
„Und was soll das Wichtige sein?“
„Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.“
„Zitate erdrücken, Chef…“
„Wo drückt dir der Schuh? Wo meinst du, fern von mir zu sein?“

„Ach so, Gott ja, da wäre.. […]“
„Gut, dass wir darüber reden.
Und vergiss nicht: Die Liebe zum Guten Hirten führt zu den anderen Schafen. Um es mal so zu sagen.“

Hier wird spitz abgerechnet

10. 12. 2013

2013-11-28 12.14.18

Ein bisschen Suchbild. 🙂

Wiesbadener Empfehlungen

2. 10. 2009

Als Student zog ich mal über einen Flohmarkt und erstand ein abgeschabtes Taschenbüchlein, aus dem Anfang der 70-er Jahre. Es warb für die Einführung der gemäßigten Kleinschreibung. 1958 – man stelle sich vor, in der konservativen Adenauer-Zeit – tagte ein Ausschuss der westdeutschen Kultusministerien in Wiesbaden und gab die „Wiesbadener Empfehlungen“ heraus. Sie empfahl, im Wesentlichen nur bei Satzanfängen und Namen groß zu schreiben.

Das Buch aus den Siebzigern atmet fast revolutionäres Pathos: Um die Chancengleichheit in der Bildung zu vergrößern, solle man endlich die komplizierten Regeln der Groß- und Kleinschreibung verändern.

Die deutschsprachigen Nachbarländer, inklusive DDR haben die Wiesbadener Empfehlungen abgelehnt. Heinrich Böll und Günther Grass unterstützten den Kongress, auf dem die verkappte Revolution ausgerufen wurde. Aber sie haben im Folgenden nach den klassischen Regeln geschrieben.

Das ist nicht nur eine interessante Randnotiz. Im Moment erlaube ich mir die gemäßigte Kleinschreibung in den Kommentaren. Das kürzt die Zeit, die ich mit meinem Zweieinhalb-Finger-System verplempere. Ich würde meinem alten Hirn ein 10-Finger-Schreibkurs zumuten, aber in der Nähe gibt es so was nicht.

Ich weiß, ich weiß, wir sind die normale Großschreibung gewohnt, sie macht uns die Texte lesbarer. Aber um mir die Freude am Kommentieren zu erhalten, werde ich eben da und  dort entsprechend schreiben.

„Sänkju for rieding Theomix!“


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