Posts Tagged ‘Propheten’

Zum geistlichen Espresso von heute – 18. 8.

18. 8. 2012

Losung:
Fürchte dich nicht; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.
Jeremia 1,8

Lehrtext:
Ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
Römer 8,15

Zur Losung:
Jeremia, der Bedenkenträger:“ Ich bin nur ein Mensch! Ich bin zu jung!“ Er will nicht Prophet sein, er ahnt, es kommt Unangenehmes auf ihn zu. Diese Worte sollen (zunächst ihn) ermutigen. Gott vollführt ein Zeichen an ihm, er „reckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.“ Was dann kam, war unangenehm, und weiter hinten im Jeremiabuch ist zu lesen, wie es den Propheten fast zerbricht. Es ist nicht so leicht, einen Depressiven zu ermutigen. Auch für Gott nicht. Selbst wenn es ein Prophet ist.

Zum Lehrtext:
Ein „knechtischer Geist“? Wo Luther „Knecht“ schreibt, könnte auch „Sklave“ stehen. Das ist drastischer, ein Sklave verfügt nicht über sich selbst, er gehört ganz seinem Besitzer. ein Knecht hat noch ein kleines bisschen, was ihm gehört.

Dem Sklaven gegenüber steht hier nicht der Freie, sondern – das Kind. Im Sinne von „künftiger Erbe“. Ich übertrage ich diesen Vers so: „Ihr habt nicht den Geist von Sklaven empfangen und müsst euch deshalb nicht vor Gott fürchten; ihr habt den Geist von künftigen Erben (ihr habt Großes zu erwarten) und habt Nähe zu Gott“

Abba, lieber Vater – ein besonderes Vertrauensverhältnis. Abba – bevor es die Songgruppe aus Schweden gab, war es ein aramäisches Wort für „Papa“. So nahe ist Gott, ein lieber Papa. Da ist dann „kindlich“ gut übersetzt. Denn auch mündig geworden bleibt der Mensch ein Kind. Und wohl dem, der dann ein gutes Verhältnis zu Papa (und Mama) hat. Der kann verstehen, wie nahe Gott rückt.

Mein Espresso und die Berichte über den Koalitionsvertrag

23. 10. 2009

Tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen!

Sacharja 7, 10

Die soziale Botschaft der Propheten variiert ein Thema: Die Armen werden zum Maßstab der Sozialethik. Wie es ihnen geht, sagt etwas über den gesamten Zustand der Gesellschaft.

Das gerät oft aus dem Blick. Überwiegend fasst man die Genannten heute zusammen als Hartz-IV-Empfänger. Und denen geht es schlecht. Schlechter meist als damals, als es noch Sozialhilfe gab.

In den Medien wurde oft in das Missbrauchs-Horn getutet. Auch schon, als die SPD vor fast 30 Jahren regierte. Nun haben wir wieder CDU und FDP in einer Koalition. Ob sich da soziale Wärme ausbreiten wird?

Ich bezweifle es. ich habe auch kein schlaueres Konzept. Aber mit Sacharja wird man ja noch mal erinnern dürfen: Was ist der Maßstab der Politik? Wie steht es um unsere Gesellschaft?

Die zweite Hälfte des Espresso, der Lehrtext, erinnert an die Liebe als Band der Vollkommenheit (Kolosser 3,14). Das bleibt für die, die ob der Gegenwart schier verzweifeln oder traurig resignieren. Die Liebe hat Chancen. Ich verweise auf gute Initiativen in der Blogroll. Gut,wenn es Menschen gibt, die nicht aufgeben, sondern Liebe zur Tat machen.


%d Bloggern gefällt das: