Posts Tagged ‘Predigt’

Hinweis

20. 10. 2016

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Unverschränkt zuhören

30. 6. 2016

Der Referent zum Thema Gottesdienst sagte: „Wer sitzt mit verschränkten Armen da? Die Gemeinde hört Ihnen zu. Wer mit verschränkten Armen dasitzt, sind Kollegen, Journalisten, Geisteswissenschaftler und so weiter.“

Was Heilig Abend in der Kirche so gesagt wird

15. 12. 2015

Auf dem Blog von Alexander Schnapper ist das Bullshit-BingoWeihnachtspredigt 3.0“ erschienen:

Größere Version hier.

 

Predigten werden selten ohne „Amen“ auskommen. Auch „Fürchtet euch nicht!“ und „Ehre sei Gott in der Höhe…“ als Zitate aus der Weihnachtsgeschichte (Lukasevangelium, Kapitel 2) finde ich noch angemessen. Aber alles andere sollten“wir  Menschen auf den Kanzeln“ auf Floskelrisiko“ überprüfen…

Habt ihr noch weitere Floskeln aus Weihnachtspredigten?

Fülle und Kraft

25. 8. 2015

„Ich persönlich habe als Predigerin oft das Gefühl, ich bin nur dazu da, um den Bibeltext richtig zur Wirkung zu bringen – mehr muss ich eigentlich gar nicht machen. Die Kraft kommt ja nicht aus mir, sondern aus den Geschichten, die da erzählt werden.“

Katharina Oxen
http://www.weblogs.evangelisch.de/inhalte/88028/02-09-2013/kathrin-oxen-schrumpfen-der-vereinskirche-kein-verlust

Auch da sagt Katharina Oxen wieder etwas, was ich anfangs unterschätzt habe. In den letzten Monaten predige ich so: Es sind keine dicken Striche, die ich von damals in Heute ziehe. Eher zarte Linien: ich versuche den Text zu erklären; suche den Punkt, wo es mich trifft oder wo ein Widerhaken ist. Und davon rede ich.

Weisheitsgeschichten sind seitdem viel seltener von Belang und Selbstgedichtetes erst recht.  Nicht wer predigt, bringt die Fülle. Das wäre anmaßend. Fülle wird geschenkt. Wenn sie kommt, kann sich auch eine schlechte Predigt nicht dagegen anstellen… 😉

Spuren im Sand, Espresso-Remix

10. 6. 2014

Manchmal
hättest du ruhig sagen können
dass du an meiner Seite warst.
Das waren Tage
wie Espresso ohne Zucker
bitter und schwarz.

Wo Scheitern zum Ende führt,
da fängst du an.
Das predigt sich leicht
und lebt sich schwer.

(Original: zum Beispiel hier.)

Wenn die Worte fehlen

11. 6. 2013

wenn die worte fehlen
schweig ich halt

dumm nur
dass ich jetzt
eine predigt schreiben muss

Mitleiden, aufbauen

12. 1. 2013

Das möchte niemand erleben: Mit gerade 20 Jahren durch einen Arbeitsunfall querschnittsgelähmt. Um dann mehrere Jahrzehnte im Rollstuhl durchs mühsame Leben geschoben zu werden.

Der älteste Bruder hat nicht nur ihn aufgebürdet bekommen, sondern war auch stets um den anderen, geistig behinderten Bruder bemüht.

Die Trauerfeier war ein Moment der Ruhe für ihn. Nun kam es aus ihm heraus, die Tränen flossen, als ob ihn der Schmerz zum ersten Mal träfe.

Ich hätte lieber neben ihm gesessen als vor ihm zu stehen. Mit ihm geweint um das schwere Gepäck, das  er seit Jahren auf dem Lebensweg mitschleppt. Die Aufteilung der Rollen war anders: Ich führte durch die Feier, ich sprach von Hiob, den Lasten des Lebens, dem Loslassen.

Bei allem, was wir Protestanten in den letzten Jahren über den Wert von Gesten und Zeichen gelernt haben: Ich habe hier auf das Wort gehofft, das durch Gottes Geist die Herzen erreicht.

Zu den ungehaltenen Predigtteilen

7. 12. 2011

Beim Öffnen der Tür riecht es schon nach Zigarettenrauch. Auf dem Tisch zwei gut gefüllte Aschenbecher. Angehörige erzählen mir, was wichtig ist.  Der Verstorbene hatte Lungenkrebs.

Haben die nichts aus dieser Krankheit gelernt?  Ich habe das bei der Trauerpredigt nicht angesprochen. Das war wohl die richtige Intuition: Wie mir ein ehemaliger Raucher sagte, ist mein Denken „typisch Nichtraucher“. Wer rauchen will, wird die Verbindung nicht herstellen, ob bewusst oder unbewusst.

Nachdenklich macht es mich dennoch. Immer ist es die eigene Verantwortung. Auch beim Konsequenzen ziehen. Ob das jemand von außen so sagen kann, dass es Kopf und Herz erreicht?

Gottesdienst am 11. September in Kircheib

6. 9. 2011

Fast wie im Mittelalter – Zwischen Romanik und Romantik

11. September 2011 – Tag des offenen Denkmals
an und in der Kirche Kircheib

10:15 Uhr Festgottesdienst in der Kirche Kircheib mit dem Duo Feschmir und dem Duo Incantato

Der Gottesdienst führt vom Mittelalter in die Gegenwart. Von der Romanik zur Romantik: der schlichte Schmuck der Kirche will helfen, sich auf das Wort zu konzentrieren, und was nicht auf die Wände gemalt ist, kann in Kopf und Herzen lebendig werden.

Ein Gottesdienst prallvoll mit Musik: Akkordeon, Orgel, Querflöte und Violine in unterschiedlicher Kombination. Alte Gesänge, lateinische Formeln, so war es damals, so soll es auch heute beginnen. Auch die Romantik bekommt ihr Gewicht, denn sie hat das Mittelalter verklärt und in den Himmel gehoben. In der Reformationszeit nahm man oft weltliche Lieder und taufte sie mit kirchlichen Texten. Zur Erinnerung wollen wir etwas Ähnliches tun: Wir singen ein noch ungetauftes Lied.

Politisch

26. 1. 2011
Naughty children's disguise

Image via Wikipedia

Politisch sind wir, so oder so. Wer unpolitisch sein will, bestätigt das, was ist.

Ausdrücklich Politisches ist auf diesem Blog selten zu finden. Oft ist eine Angelegenheit schon so häufig in Beiträgen durchkommentiert worden, dass mir nichts mehr (Neues) einfällt. Vielleicht kann ich dann und wann einen interessanten Link weitergeben. Wer mehr „Futter“ sucht, findet in der Blogroll einiges.

Es gibt Zeiten, so wie im Moment, da wünsche ich mir, aktueller und journalistischer zu sein.  Aber Theomix mit Beiträgen füllen ist nicht mein Hauptberuf.

Übrigens, auch in meinem Hauptberuf bin ich politisch, ob ich will oder nicht. Wobei ich zum Beispiel für Predigten mittlerweile weiß:  Statt politische Ratschläge zu geben ist es mir wichtiger Fragen zu stellen. Aber wer Ohren hat zu hören, wird hören.

Ich will nicht lamentieren. Was sind meine Gedanken im Vergleich zu den Sorgen, die Obamas Elf hat. Der ist wirklich nicht zu beneiden.

Wer hat das schwarze Zelt bestellt?

8. 9. 2010

Noch einmal in Sachen Elefant

Ein Talar für den Elefanten B. B.? Das muss nicht sein. In gewisser Weise hält er Predigten, Moralpredigten, und die sind eindeutig negativ besetzt. An seiner Rhetorik müsste Mister Blümchen noch feilen. Einer, der nur mit Appellen arbeitet, eignet sich nicht für die Kanzel. Ehrlich nicht.

Vor allem bereitet seine etwas aufdringliche Art der Vermittlung Probleme. Da wird er zum besten Spieler der Gegenmannschaft.

Im Übrigen möchte ich noch anmerken: Eine gute Predigt ist nie nur appellativ. Oftmals sind gute Fragen wichtiger als gute Antworten. Ethische, auch politische Konsequenzen können angebracht sein. Sie sollten aber aus dem Text kommen, nicht in ihn hineingelegt werden.

Jedenfalls hätte Benjamin einen weiten Weg vor sich, um Pfarrer Blümchen zu werden. Dass er es bisher nicht gewollt hat, ist sein und unser aller Glück.

Das habe ich verstanden…

20. 8. 2010

Experimental Theology,  diesen Blog von Richard Beck habe ich abonniert. Der akademische Stil ist nicht immer leicht für mich. Deshalb habe ich meist einige Beiträge auf Halde liegen, die ich lesen will, wenn es etwas ruhiger ist. So habe ich dieses hier, vom 24. Juli, erst jetzt entdeckt:

http://experimentaltheology.blogspot.com/2010/07/adventures-in-preaching.html

Das habe sogar ich verstanden. :mrgreen:

Meinungen ringsum

2. 6. 2010

Deutlich kritisiert

4. 1. 2010

Die Neujahrspredigt von Bischöfin Margot Käßmann ist in die Kritik geraten. Sie spricht Afghanistan an und vermisst zivile Perspektiven. Die Politik reagiert zumeist gereizt. Als lutherische Bischöfin weiß sie sehr wohl Luthers Haltung, dass sich die Welt mit der Bergpredigt nicht regieren lässt. Und wir sind auch nicht wie vor 27 Jahren vor der Alternative „Ganz oder Gar nicht“.

Ein guter Blog-Kommentar findet sich hier. Der hat mir einiges an argumentativer Arbeit abgenommen. (Danke dafür.)
[Link funktioniert nicht mehr. Schade.]

Nach der Predigt, bei der Predigt

31. 1. 2009

Manchmal bedanken sich Menschen für meine Worte. Ab und zu bedankt sich jemand und wiederholt dann auch noch den entsprechenden Gedanken. Ich bin dann meist still erstaunt, weil ich das gar nicht gesagt habe 🙂

Aber nachsichtig bin ich auf alle Fälle. Denn als Profi-Prediger muss ich beim eigenen Predigt-Hören aufpassen, dass ich wirklich zuhöre und nicht im Kopf eine Parallelpredigt entwickle. Und wenn es schlecht geht, beobachte ich den Raum, andere Gottesdienstgäste und und…

So weiß ich, dass jedeR mitnimmt, was er oder sie eben braucht. Ist das „Heiliger Geist“? Oder deutet es auf verstopfte Ohren hin?


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