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Zur Hölle

7. 5. 2014

Zum Teufel“ gab es ja eine interessante Diskussion. Die Kommentatoren sind Schuld, wenn ich kurz zur Hölle ergänze. (Und an den vielen Unterbrechungen liegt es, dass es so lange gedauert hat.)

Die Themen liegen nah beieinander, wie ich einigen Kommentaren entnahm. In meinen Augen ist die Nähe nicht zwingend. Woher kommt sie? Vermutlich aus der darstellenden Kunst, da tauchen die Teufelchen am liebsten in der Hölle auf. Schauen wir mal ins „Quellenbuch“:

In der hebräischen Bibel ist das Jenseits noch „höllenfrei“. Wem es vergönnt ist, der stirbt „alt und lebenssatt“. Friedlich gestorbene Könige werden „zu ihren Vätern versammelt“. Die Psalmen sprechen von der Grube, in die jemand nach dem Tode fährt, also in die Erde. Wenig Interesse daran, was danach kommt. Die Propheten drohen Strafen an, aber die sind irdisch, innerweltlich gedacht.

In der weiteren Entwicklung des Judentums wird dann die „Hölle“ ein Thema.

Deshalb sagt dann auch das Neue Testament etwas zur Hölle: Sie ist der Ort, wo Heulen und Zähneklappen herrschen. Vor allem in der Offenbarung (des Johannes) wird ein wenig angedeutet – der feurige Pfuhl, in der dann der Teufel mit allen seinen Genossen gestoßen wird.

Eine apokryphe Schrift, die Offenbarung des Petrus, malt die einzelnen Höllen und ihre Qualen aus. Es ist gut, dass dieses Werk nicht in den Bibelkanon aufgenommen wurde. Schlecht ist: Diese Schrift war bis in die Renaissance beliebte Lektüre. so prägte sie die darstellende Kunst, in Malerei und Literatur (Dantes Göttliche Komödie zum Beispiel.)

Bilder prägen das Denken – so auch hier. Breughel oder Riemenschneider haben Höllenorte ausgemalt, die wir lieber nicht gesehen hätten. Und die sich dann doch in der Welt hinter  der Leinwand wiederfinden. Das traurige Jubiläum 1914 – 2014 erinnert an die „Hölle von Verdun“ und die Schlachtfelder bei Ypern und anderswo.

 

 

 

 

 

Bruchstück Glück

2. 7. 2013

dann kommt das unvollendete
und es ist wie offenbarung

da ist nicht mehr als das
nur das unvollkommene
von der ewigkeit
kaum eine spur

das unvollendete
wie helles licht
lässt blinzeln

und ausgeblendet bleibt
was unglück sein könnte

nur für einen moment

rundet sich was bruchstück war

glück

gewidmet denen, die mein leben bereicherten und bereichern. amen.

Wüsten-Haiku

6. 4. 2009

zeit in der wüste

zeigt beim klären des weges

auch stolpersteine

Zuerst als Kommentar auf „Amor Vincit Omnia“,  2. 3. 2009

Und da auch meine Kreativität für diesen Tag in der Wüste steckt, passt das doch…

Die „Wüste“ ist ja auch Ort der Offennbarung Gottes (10 Gebote am Sinai; Jesu Versuchung). Ein archetypisches Bild.


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