Posts Tagged ‘Mensch’

Die erste Vertreibung in der Bibel

1. 9. 2015

„Und er vertrieb den Menschen…“
1. Mose/ Genesis 3, 24
(Einheitsübersetzung; Schlachterbibel 1951/ 2000; Zürcher Bibel 1931/ 2007; ähnlich Bibel in gerechter Sprache und Neues Leben. Die Bibel.)

Gott selbst vertreibt „den Menschen“ aus seiner Heimat, dem Garten Eden. Der Mensch sollte also wissen, dass er und seinesgleichen zu den Vertriebenen gehört. Wird der Mensch sesshaft und gewinnt Wohlstand, vergisst er das leicht. Vertriebene sind dann „aus der Gnade herausgefallen“.  Doch es trifft auf jeden zu – und jeder lebt aus Seiner Gnade.

Nachdenklich

25. 3. 2015

Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit,
und alle Welt vergehet mit ihrer Herrlichkeit.
Es ist nur einer ewig und an allen Enden,
und wir in seinen Händen.

Matthias Claudius

Nicht nur wegen der Opfer des Flugzeugunglücks. Auch wegen der Verhältnisse in Tansania. Und wegen einiger Menschen.

Gemütliche Gottesdienste?

14. 6. 2013

Passen die beiden Begriffe zusammen – „Gemütlich“ und „Gottesdienst“?

Ich meine: Gemütlichkeit im heutigen Sinn, verbunden mit der Geselligkeit, ist keine Auszeichnung für einen Gottesdienst. Außer es geht um Wohlfühlen, Geborgenheit oder Heimat. Diese Begriffe verbinde ich positiv mit Gottesdienst.

Vor ein paar Tagen hatte eine katholische Gemeinde in einem Heimatblatt zum Pfarrfest eingeladen. Dort hieß es dann: „Den Sonntag beginnen wir mit der Familienmesse um 11.00 Uhr; im Anschluss daran findet der gemütliche Teil auf dem Kirchplatz und im Pfarrzentrum statt.“ Wie bitte? Stolperfalle?.

Es gibt auf der einen Seite die Messe und auf der anderen den „gemütlichen Teil“. Das klingt so, als ob die Messe (Familienmesse!) ungemütlich sein müsse. Jedenfalls sind beide deutlich getrennt.

Eine Familienmesse versucht ja wohl, Familien mit Kindern zu integrieren. Das heißt, es geht etwas lockerer zu? Ich habe keine Erfahrung damit. In Familiengottesdiensten bei uns ist die „normale“ Liturgie deutlich gelockert.

Gemeint ist es sicher anders: Die Messe ist etwas Offizielles, Feierliches, der Priester trägt Gewänder, die Gemeinde Sonntagsstaat. Und danach Krawatte aus, Sakko über die Stuhllehne und Ärmel hochkrempeln. Die Menschen sind nicht mehr distanziert, sondern dicht beieinander.

Ich kann feierlich und locker nicht so trennen. Es schadet beiden.  Gemütlich soll es nicht werden im Gottesdienst. Aber etwas zum Freuen muss der Mensch haben, wenn er die Nähe Gottes feiert. Wenn man sich nach Kaffee oder Kaltgetränk sehnt, stimmt etwas nicht.. Ist der Gottesdienst kurz genug und fröhlich, dann wird, meine ich, das Gemeindefest zu einer runden Sache. Wer will, darf das auch „gemütlich“ nennen – wenn es nur „schön“ ist… 😉

Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 4

2. 11. 2011

Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und wem sind sie gleich? Sie sind Kindern gleich, die am Markte sitzen und einander zurufen und sprechen: „Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt! Wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint!“
Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der aß kein Brot und trank keinen Wein; da sagt ihr: Er hat einen Dämon! Des Menschen Sohn ist gekommen, der isst und trinkt; da sagt ihr: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, Freund der Zöllner und Sünder!
Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden.
Lukas 7, 31-35

Wer sich einmal ehrenamtlich exponiert hat, vielleicht sogar verantwortlich, kennt das:  Die Zuschauer auf der Tribüne pfeifen, egal was passiert. Man kann es eben niemandem recht machen.

Schon vor über 1.900 Jahren hat man das gekannt? Motzen als menschliche Grundkonstante? Erstaunlich.

Das steht für mich auch in diesem kleinen Text, der gerne vernachlässigt wird. Er ist nur bei Lukas und sonst nirgends.


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