Posts Tagged ‘Meditation’

Verdorben für die Meditation?

21. 5. 2015

Meditation als „In die Stille gehen“ – das finde ich eine schöne Definition. Nur höre ich dann im geistigen Ohr bald Wasserrauschen, weil es ja auch andere stille Örtchen gibt. Vermutlich hat mich die uralte Geschichte von der WaldCapelle verdorben.

Hier ein Link zur WaldCapelle. Aus einer Zeit, als der Fortschritt noch nicht aufs Land gezogen war.  :mrgreen:

 

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Sonntagsakkuaaufladeaktionsempfehlung

9. 11. 2013

Alle Mediengeräte aus.
Kerze anzünden.
In der Bibel blättern
was Schönes lesen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen des Kirchenschlafs

19. 9. 2013

Gut, dass wir Bänke in den Kirchen haben. Und wie schön wäre es, wenn wir sagen könnten, wir verdanken sie dem Heiligen Eutychus.

Ein Sankt Eutychus wäre ein Schutzheiliger des Kirchenschlafs geworden. Aber zum Heiligen hat er es nicht geschafft. Wohl aus Platzmangel und Enge auf der selbstgedachten Balustrade sitzen, in muckeliger Wärme einschlafen, herunterfallen und vom Verursacher des tödlichen Schlafs wieder zum Leben erweckt zu werden – das reicht nicht zum Heiligen.

Überhaupt ist die Geschichte durch das Raster strenger Liturgien gefallen. Die Episode des Eutychus hat es nicht in die Perikopen­ordnungen geschafft. Auch wenn bei der letzten Revision 1978 mehrere Stunden Predigt schon lange aus der Mode gekommen waren.

Warum ich den Kirchenschlaf so positiv sehe? Ich liebe ihn. Denn ich bin ein schlechter Predigthörer: oft schweifen meine Gedanken ab. Als Predigtprofi wird man anspruchsvoll; und wenn du dann mal unter einer Kanzel sitzt, willst du schon was Ordentliches. Wenn das nicht kommt, sssst, sind die Gedanken weg. Ich könnte dann selten ein ordentliches Feedback über Aufbau und Struktur so einer Predigt geben. Was soll’s? Hinterher fühle ich mich frisch und erholt, habe vielleicht selbst neue Predigtideen bekommen oder eine schöne Phantasiereise unternommen.

Nun heißt es ja, den meisten heutigen Menschen ginge es ähnlich, sie könnten nicht mehr lange zuhören. Im Radio werden die Andachten immer kürzer, lange Sinneinheiten sind nicht mehr zuzumuten. Ist das so? Womöglich auch bei der eigenen Gottesdienstgemeinde? Meine eigene Unvollkommenheit macht mich gnädiger mit den ZuhörerInnen. Heute sitzen wir ja sicher auf dem Stuhl oder in der Kirchenbank. Nicht immer bequem, aber ohne Verletzungsgefahr.

Und vor meinem geistigen Auge entsteht eine „meditative Predigtlehre“: Die Gegenwart ist hektisch, Achtsamkeitsübungen und Meditation sind wichtig geworden. Eine Viertelstunde Wortbeitrag, von ein- und derselben Stimme, ohne Musikbett: Damit bieten wir jeden Sonntag an, die Gedanken schweifen zu lassen. Wo um alles in der Welt kriegt man das sonst so günstig und einfach geboten?

Ich predige gerne, ich möchte etwas mitgeben mit meinen Worten. Gut. Doch wer will den Geist Gottes einschränken? Wenn meine Worte beflügeln – und vielleicht nur die Phantasie – warum sollte der Heilige Geist nicht den Umweg des inneren Abtauchens wagen? Der Weg des Eutychus führte vom Schlaf ins Leben zurück. Ist das so viel anders bei den Menschen des 21. Jahrhunderts?

Andacht über Apg 20, 7-12 beim regionalen Pfarrkonvent am 11. 9. in Asbach

Manchmal nachts

18. 5. 2013

bei nebel im abgedunkelten zimmer am pc zu singen (oder zu lesen)

manchmal nachts sitzen
die welt wird still
lesen und suchen
und austausch
und finden und meditieren
und dank und erkennen
die schaltungen regen sich
Gott bist du’s?

Geistlich

19. 4. 2013

Was macht ein Tun oder Denken, einen Text oder eine Veranstaltung „geistlich“?
Ein Bezug zur Bibel oder zwingend ein direktes Zitat aus ihr?
Ein gesprochenes Gebet?
Ein gedachtes Gebet oder eine Meditation?

Wie viele Menschen braucht es, damit etwas „geistlich“ wird?
Einen, den einsamen Autor oder mindestens zwei – und dann auch noch in Seinem Namen?

Ich finde diese Frage wichtig für das kirchliche Leben und für die eigene Spiritualität/ Frömmigkeit.
Aber wurde schon erfolgreich eine Antwort gegeben?

Internationaler Gebetstag für den Frieden

21. 9. 2012

Was macht eigentlich der Ökumenische Rat der Kirchen so?

Das zum Beispiel heute: Er ruft zum Internationalen Gebetstag für den Frieden auf.
Auf einer Facebook-Seite kann man Aktionen und Gebete nachlesen oder – sofern bei Facebook registriert – aufschreiben.

Ich selbst mag dieses gereimte Gebet und empfehle es zur Lektüre und Meditation.


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