Posts Tagged ‘Kritik’

Wir basteln einen kritischen Blogbeitrag, Teil 5

7. 12. 2012

Wer kritisch über die Kirche schreiben möchte:

Es ist immer „die“ Kirche. Seit 456 Jahren gibt es in Deutschland zwar mehr als eine. Aber Differenzieren könnte ja weh tun.

Die Kirche besteht aus Heuchlern. Oder herzlosen alten Männern. oder aus verhärmten Frauen mit unerfülltem Leben. Andere, möglicherweise sympathische VertreteInnen der Kirche sind auf der oberen Etage unsere Helfer (also die Heilige Margot, äh, also Frau Käßmann zum Beispiel). Das passt jetzt nicht mit dem Feindbild überein. Egal – über innere Widersprüche unserer Argumentation nicht nachdenken. Denn es gibt noch die netten Leute auf den niederen Rängen: in die Irre geführte Schafe, künstlich unmündig gehalten. Die brauchen unser Mitleid.

Wenn mal die Argumente ausgehen:

Bei der Kirche ist auch praktisch, dass man nicht aufhören muss zu meckern, wenn die aktuelle Luft raus ist.
Wir haben ja die Kreuzzüge, die Inquisition und die Hexenverbrennungen.

Ich nehme mich mal als Beispiel.  Ich habe keine Mordabsichten gegen Andersgläubige, mag die Meinungsfreiheit für mich und andere und wüsste gar nicht, wie man ohne Feuerzeug einen Reisighaufen anzündet. Aber ich muss dafür geradestehen, was irgendwelche Simpel vor 600 Jahren ausgeheckt haben..

Beschäftigt euch bitte nicht mit Franziskus, den Quäkern, Dietrich Bonhoeffer oder Martin Luther KIng. Lasst sie einfach weg. Die Welt ist auch so schwierig genug. Hauptsache, die Kirche steht in der geistigen Erbfolge der Totschlagsargumentstrinität, das muss genügen.

Gut ist auch, dass man die Hardcore-Atheisten stets auf seiner Seite hat. Denn die meinen ja, egal, was Christen machen, es ist falsch. (Arno Backhaus)

Auf alle Fälle belegt dann der Skandal, dass es Gott nicht geben kann und / oder Jesus unerreicht bleibt oder beides. Egal. Hauptsache, den autoritären Knackern wird gewaltfrei eins auf die Rübe gegeben!

Ach, den Papst hätte ich fast vergessen! Hier schließt sich der Kreis: Da es nur „die“ Kirche gibt, braucht sich niemand darum zu kümmern, dass er in fast allen Konfessionen (außer der römisch-katholischen) keine Rolle spielt.

Wir basteln einen kritischen Blogbeitrag, Teil 4

6. 12. 2012

Der Rauch hat sich verzogen. Wenn jetzt nach einiger Zeit der ursprüngliche Bericht doch Fehler enthielt oder gar nicht stimmt? Wenn sich die Lage ganz und gar geändert hat?

Keine Panik! Wir bleiben weiter kritisch.
Sollte sich der Skandal in Luft auflösen, bloß nichts ändern, nichts ergänzen. Oder gar einen Beitrag schreiben, der irgendwas an der ein Mal geäußerten Meinung relativiert.

Ändern ist Selbstaufgabe. Um Entschuldigung bitten ist Mittelalter und deshalb einem aufgeklärten Menschen nicht zuzumuten. Außerdem haben wir nach unserer schweren Jugend vom Therapeuten gesagt bekommen, wir sollten schön offen bleiben für die gerade Fortentwicklung unseres Ego.

Die Sache ist jetzt herum und gut ist!

Zugabe: Da ich irgendwie mit dem Thema zu tun habe, möchte ich noch etwas zum Thema „Kritische Beiträge über die Kirche“ schreiben. Ihr lest es beim nächsten und letzten Beitrag der Reihe!

Wir basteln einen kritischen Blogbeitrag, Teil 3

5. 12. 2012

Die Reihe hatte ich aus aktuellem Anlass unterbrochen. Ich hatte mich mit der medialen Grundlage befasst, dann mit dem Selbstgeschriebenen.

Jetzt kommen Kommentare herein.

Grundsatz: Wer zustimmt, hat den Durchblick.

Wer andere Ansichten hat, wird, weil wir gute Demokraten sind, geduldet.

Aber diese anderen Ansichten sind schon hart am Rande der Kriminalität. Jedenfalls potenziell unmenschlich oder lieblos oder berechnend.. (Also, hier bitte auch nur ein Stichwort pro Kommentar!) Und sie sind immer unsachlich. Grundsatz: Widerspruch entlarvt!

Für Anderes als schwarz-weiß bleibt ja wegen der Dringlichkeit des Themas keine Zeit. Wer sich um differenzierte Beurteilung bemüht, hat das nicht verstanden und gehört eigentlich gelöscht.
Wenn es schon draußen ist, kurz entscheiden:
Entweder das ist ein Gegenagent, der uns, die Guten, verwirren will.
Oder es ist ein intellektuell verkleideter Torfkopf, der versucht, sich mit seinen Gedankenspielereien vor der Entscheidung zu drücken.
Sofort mit einer der beiden Klassifizierungen brandmarken und unfreundlich behandeln! Wir lassen die Gegner analog am Leben, das muss genügen.

Nach einer heißen Phase wird irgendwann Ruhe eintreten. Manchmal zeigt sich, der Skandal war eigentlich unbegründet. Was dann? Das beschreibe ich morgen, wenn es wieder heißt: „Wir basteln einen kritischen Blogbeitrag“.

Wir basteln einen kritischen Blogbeitrag, Teil 2

24. 11. 2012

Wir haben einen Bericht übernommen, die Recherche anderen überlassen. Und jetzt schreiben wir.

Wie?

Volles Rohr verstärken wir die Richtung der Medien. Wir sind ja kritisch. Deshalb bitte noch eine Runde Emotion extra!

Grundsatz: Wir sind die Guten. Es geht gegen die Bösen.

Die Bösen sind (bitte jeweils möglichst nur EIN Stichwort auswählen!):
das Privatfernsehen, die Kirche, die Politiker, die Lehrer, die Bänker…. im wesentlichen alle, die wir nicht sind und nicht sein wollen.
Kräftig draufklatschen. Die haben es verdient. Immer. Egal warum.

Jetzt das Ganze einstellen und warten, bis Kommentare kommen. Dazu beim nächsten Mal mehr (Am Dienstag.).

Wir basteln einen kritischen Blogbeitrag, Teil 1

23. 11. 2012

Wir nehmen
einen aktuellen Bericht
möglichst mit emotionalem Thema.

Bitte nicht überprüfen, das frisst Zeit.

Außerdem gilt der alte Grundsatz:
Was in der Zeitung steht, stimmt.

Bitte gleichberechtigt ergänzen:
Was im Fernsehen zu sehen ist, stimmt.

Und neu hinzu kommt jetzt:
youtube-Filme sind manchmal schlecht gemacht,
aber  i m m e r  ehrlich. 

Wir verlinken zum Bericht und schreiben etwas dazu. Was? Das erfahrt ihr morgen im nächsten Teil.

Über vier Jahre Bloggen, Lesen und Kommentieren: Das ist wie eine Langzeitstudie in Eigenverantwortung. Ein bisschen habe ich jetzt aufgesammelt und zu einem Fünfteiler gebündelt.
Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Blogs kann ich nicht ausschließen.
Sollte sich jemand getroffen fühlen: Nimm es/ nehmen Sie’s als Zerrspiegel!
Wer meint, meine Beschreibungen seien harmlos, die Wirklichkeit sei viel skurriler – ja, kann sein.

Eindeutig

21. 1. 2010

Fünf Jahre Hartz Vier.

Das nimmt der Paritätische Wohlfahrtsverband zum Anlass, Bilanz zu ziehen:
http://www.5jahre-hartz4.de

Kurz und knapp: Das Ergebnis ist vernichtend. Der Hauptgeschäftsführer bewertet Hartz IV als „gescheitert“.

Eigentlich wundert das nicht, wenn ein Sozialverband das sagt. Aber wer ist „Der Paritätische Wohlfahrtsverband“? Die Restesammlung aller sozialen Wohlfahrtseinrichtungen, die nicht unter ein konfessionelles oder weltanschauliches Dach passen: Von den Adventisten zu den Freimaurern, von der ostalgisch anmutenden Volkssolidarität zum eher staatstragenden Bundeswehr-Sozialwerk. Und natürlich noch ganz viele weltanschaulich neutraler Werke und Einrichtungen. Also wirklich keine einheitliche „Truppe“.

Da gibt diese Bilanz zu denken. Für eher nachdenkliche Momente empfehle ich die Lektüre.


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muss das jetzt sein?

...diese Frage wird oft Kindern und Jugendlichen gestellt. Hier soll diese Frage an Erwachsene aus Politik und Gesellschaft gestellt werden - bei Angelegenheiten, die Kinder und Jugendliche oder auch Familien betreffen.

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