Posts Tagged ‘In Flanders Fields’

In und um Ypern

6. 9. 2013

Ich hatte als Teilnehmer der deutsch-belgischen Tagung Gelegenheit, einen Friedhof (Essex Farm Cemetrery) gezeigt zu bekommen, das Kriegsmuseum (eher Antikriegsmuseum) „In Flanders Fields“ zu besichtigen und „The Last“ Post“ am Menentor zu verfolgen.

Der Ieprer Werbefilm zeigt in der ersten Minute Streifzüge durch das Museum.Hier wird nicht mehr zwischen Guten und Bösen unterschieden, weil so viele unter diesem Krieg gelitten haben, an erster Stelle die Zivilisten, aber auch die Soldaten in den Gräben. Unsere Gruppe hatte nur 50 Minuten Zeit, das reicht für einen gründlichen Besuch nie und nimmer. Zwei Stunden dürfen es schon sein.

The Last Post ist in Wikipedia gut dokumentiert. Die Bilder und Töne sind am Schluss des Films.

Wer Gelegenheit hat, nach Ieper zu kommen, sollte sie nutzen. Wer keine hat, sollte sie sich schaffen. Bei Gelegenheit.

Auf Flanderns Feldern

5. 9. 2013

„In Flanders Fields“ „ist eines der bekanntesten englischsprachigen Gedichte über den Ersten Weltkrieg.“ (wikipedia)

In Flanders fields the poppies blow
Between the crosses, row on row,
That mark our place; and in the sky
The larks, still bravely singing, fly
Scarce heard amid the guns below.

We are the Dead. Short days ago
We lived, felt dawn, saw sunset glow,
Loved and were loved, and now we lie
In Flanders fields.

Take up our quarrel with the foe:
To you from failing hands we throw
The torch; be yours to hold it high.
If ye break faith with us who die
We shall not sleep, though poppies grow
In Flanders fields.

Die dritte Strophe hat noch Pathos, wie es damals zu sein hatte, doch  verhalten genug um nicht wie Hurrapatriotismus zu klingen. Hier die deutsche Übersetzung.

Der Autor, der Sanitätsarzt John McCrae, verarbeitet in seinem Gedicht die Nachricht vom Tod eines Freundes an der Front. Der Legende nach hat er das Gedicht auf der Fahrt eines Krankentransports in ein Krankenhaus in der Nähe, in zwanzig Minuten, heruntergeschrieben. McCrae hatte schon – die zweite Legende – das Gedicht weggeschmissen, aber ein andere Offizier fand es, gab es an Zeitungsredaktionen weiter und Ende 1915  kam es in der Zeitschrift „The Punch“ heraus  Seither ist es in Großbritannien (und wohl auch anderen englischsprachigen Ländern) sehr populär. Und beschert den Soldatenfriedhöfen des Commonwealth Plastikmohnblumen..

Traurig: John McCrae starb 1918, mit 45 Jahren, an einer Lungenentzündung. An Krankheiten und Seuchen starben viele Soldaten des Ersten Weltkriegs, nicht nur durch Kampfhandlungen.


%d Bloggern gefällt das: