Posts Tagged ‘Himmel’

Heiter

25. 2. 2014

Heiterkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht.
Jean Paul

Aus: Das Kampaner Thal oder über die Unsterblichkeit der Seele
Selina oder über die Unsterblichkeit II 227

Wie die Alten sungen?

15. 11. 2013

Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich
so in Freude wie in Leid;
bei dir bleib ich, dir verschreib ich
mich für Zeit und Ewigkeit.
Deines Winks bin ich gewärtig,
auch des Rufs aus dieser Welt;
denn der ist zum Sterben fertig,
der sich lebend zu dir hält.

Bleib mir dann zur Seite stehen,
graut mir vor dem kalten Tod
als dem kühlen, scharfen Wehen
vor dem Himmelsmorgenrot.
Wird mein Auge dunkler, trüber,
dann erleuchte meinen Geist,
dass ich fröhlich zieh hinüber,
wie man nach der Heimat reist.

Philipp Spitta (Bei dir, Jesu, will ich bleiben, Strophen 4 und 6)

Der Himmel, aus dem Früchte wachsen

14. 9. 2011

Schön anzusehen, aber viel zu selten wahrgenommen: die Holzdecke des Mittelschiffs in Kircheib. Seit der letzten Renovierung 2006 strahlt das Blau, als ob man in den Himmel guckt. Und aus dem Himmel wachsen einem Blätter, Ranken und Beerenfrüchte entgegen.

Oben fast das Gesamte, unten  fruchtbare Details.

Danke,  Erika, für die Bilder!

Himmel (Mystische Ecke 5)

29. 1. 2011

Halt an, wo läufst du hin? Der himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.

Angelus Silesius, Cherubinischer Wandersmann, I 82

Kalte Küche

19. 2. 2009

Der berühmte Rabbiner stirbt – und kommt  in den Himmel. Er hat einen festen Begleit-Engel, der ihn einführt, ihm seinen Raum zuteilt und ihm stets zu Diensten ist.

Mittag:  Der Engel kommt und bringt ein paar belegte Brötchen. So ist es auch am zweiten Tag. Am dritten ebenso. Der Rabbi wundert sich.

Schließlich sagt er zu seinem Engel: „Ach, ich würde mir auch gerne mal die Hölle angucken.“ „Ja , gerne.“ Die beiden wandern zur Hölle, und es sieht gar nicht viel anders aus. Sie wandern so lange, bis die Essenszeit kommt. Man versammelt sich, und viele Engel wimmeln herum und bringen Platten mit den köstlichsten Speisen zu den Tischen.

„O, Essenszeit,“ sagt der Begleitengel: „Komm, wir gehen zurück!“ Der Rabbi sagt zunächst nichts; fasst sich aber unterwegs ein Herz und fragt: „Engel, sag mal, in der Hölle gibt es so leckere Sachen, Braten, Gemüse, Beilagen. Und ich kriege immer nur belegte Brötchen. Ist das denn gerecht?“ Der Engel bleibt stehen, schaut den Rabbiner fest an und sagt: „Hör mal, für euch paar da oben lohnt es sich doch nicht den Ofen anzuschmeißen.“


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