Posts Tagged ‘Herz’

gang ins herz aller dinge

24. 9. 2015

beten –
der gang ins herz aller dinge
das äußere weicht
das einfache bleibt

haiku

10. 3. 2015

wildgänse schreien
dein herz sah doch nur winter
nun ahnt es wärme

Altes neu: Danach

4. 2. 2015

Sechs Jahre später traut sich das Herz mehr zu. Und immer schon der GUTE HIRTE. Der da ist, bevor ich an ihn denke.

https://theomix.wordpress.com/2008/11/06/was-kommt-danach/

Gut

29. 11. 2014

Unter dem Schatten DEINER Flügel
wohnt die Herzerwärme.

Liebe hinter dem Grau

13. 1. 2014

Im tristen Grau wird die Liebe zum Rückzugsort und wird so verletzlich, dass die wunden Herzen nur mit Mühe zusammenfinden.

Tricky, Nothing Matters (feat. Nneka)

Das Video erinnert mich an graue Momente, an graue Orte. Gerade an den grauen Orten ist Heilsames so nötig. Und ich bin ja gerne auf Harmonie aus. wenn sie ausbleibt, halte ich das nur schwer aus. Manchmal muss eben. Ob Meditation da noch hilft?

Ich hoffe, meine und eure Woche wird bunt. Ich wünsche euch und mir, dass Liebe heilt, was wund ist. Und wenn bei uns alles heil ist, dass wir’s weitergeben können!

Feuriger Motivationsschub

21. 10. 2013

Pfingstgeschichte? Flämmchen auf dem Kopf? Bild für Begeisterung. Ja, gut.
Wenn ich heute die Pfingstgeschichte erklären sollte, kann mir ab jetzt die Musik von Ivy Quinaoo zu Hilfe kommen: Wildfires (Light it up). Nur das Lied, nicht den Clip. Der ist mir zu döselig.

Das oben ist die Version, wenn ich hinterher 3.000 Menschen taufen will.

Wenn mich das pfingstliche Feuer im Herzen erreichen soll, dann mit der unplugged Version:

Lasst euch begeistern, lasst das Feuer entfachen! Eine prasselnde Arbeitswoche!

Mitleiden, aufbauen

12. 1. 2013

Das möchte niemand erleben: Mit gerade 20 Jahren durch einen Arbeitsunfall querschnittsgelähmt. Um dann mehrere Jahrzehnte im Rollstuhl durchs mühsame Leben geschoben zu werden.

Der älteste Bruder hat nicht nur ihn aufgebürdet bekommen, sondern war auch stets um den anderen, geistig behinderten Bruder bemüht.

Die Trauerfeier war ein Moment der Ruhe für ihn. Nun kam es aus ihm heraus, die Tränen flossen, als ob ihn der Schmerz zum ersten Mal träfe.

Ich hätte lieber neben ihm gesessen als vor ihm zu stehen. Mit ihm geweint um das schwere Gepäck, das  er seit Jahren auf dem Lebensweg mitschleppt. Die Aufteilung der Rollen war anders: Ich führte durch die Feier, ich sprach von Hiob, den Lasten des Lebens, dem Loslassen.

Bei allem, was wir Protestanten in den letzten Jahren über den Wert von Gesten und Zeichen gelernt haben: Ich habe hier auf das Wort gehofft, das durch Gottes Geist die Herzen erreicht.

Herzenswort

21. 2. 2012

Wenn dein Herz wandert oder leidet,
bring es behutsam an seinen Platz zurück
und versetze es sanft in die Gegenwart Gottes.
Und selbst, wenn du in deinem Leben nichts getan hast
außer dein Herz zurückzubringen,
um es wieder in die Gegenwart deines Gottes zu versetzen,
obwohl es  jedes Mal wieder fortlief,
nachdem du es zurückgeholt hattest,
dann hat sich dein Leben wohl erfüllt.

Franz von  Sales

(Nach: Hildegard Aepli, Thomas Ruckstuhl (Hrsg.), Leben im Haus der Kirche: Zum 100-jährigen Bestehen des Salesianums,  Fribourg 2007, S. 100)

Danke, ig!

Familie

29. 12. 2011

Familie, viel gescholtene Daseinsform, häufig ungeliebt. Lästige Pflichten tauchen oft in Erinnerungen auf. Freunde seien doch wichtiger, weil selbstgewählt.

Über 20 Jahre habe ich sie nicht mehr gesehen, die Verwandte, alle paar Jahre gab es mal einen Schwatz am Telefon oder Grüße per Post. Und nun ergibt sich die Gelegenheit, sich wiederzusehen. Wunderbar, sie freut sich, und ich mich auch.

Sie holt mich vom Bahnhof ab, ich denke: „Die ist ja noch kleiner als ich sie in Erinnerung hatte!“ Einer ihren ersten Sätze: „Sag mal, bist du größer geworden?“  Ich sag ihr meine spontanen Gedanken, wir lachen. Zu Hause bei ihr reden und reden wir – irgendwann gibt es Bewegung an der Haustür: die beiden Töchter sind da!

Auch älter geworden, und ich hatte in den Jahren zuvor nur Kontakt zu ihrer Mutter. Aber sie sind gekommen, meinetwegen. Einfach weil ich, der Großcousin, da bin. Kaum zu fassen. Ich weiß nicht so genau, wie mir geschieht, da klingelt das Handy und die Heimat begehrt Auskunft. Ich erzähle kurz. Und merke, wenn ich wollte, könnte ich jetzt auch losheulen. Ich will aber nicht.

Die Töchter nehmen  nach einem guten Stündchen Abschied. Auch zu zweit  gibt es ja so viel zu erzählen und auszutauschen. Bis wir um Mitternacht für weiteres zu müde sind.

Am anderen Tag fahre ich nach Hause. Abends muss ich doch dahin und dorthin mailen, wie es mir erging. Da allerdings sind hinterher die Augen feucht.

Familie: eine Verbindung, die vorgegeben ist, nicht selbst gewählt. Und zugleich ein Band, das einen halten kann. Wie schön, das auch so herum zu erfahren.

Leitwort, aus dem Herzen – immer noch

12. 12. 2011

Über Jesus heißt es im Matthäus-Evangelium (Kapitel 9, Vers 36): „Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.“

Jesus sieht das Volk und „es jammert ihn“. „Er wurde innerlich bewegt“, übersetzt die Elberfelder Bibel. Keine Übersetzung gibt, meine ich, den Urtext richtig wider: ἐσπλαγχνίσθη („esplangchnísthe“) – das Verb „splangchnizomai“ kommt vom Substantiv für „Eingeweide, Herz, Innerstes“.  „Es zerriss ihm seine Eingeweide“ ? – das ist wohl etwas zu stark. „Es ging ihm durchs Eingeweide“, „…durch Mark und Bein“, besser noch „Es ging ihm zu Herzen“ oder „es berührte sein Innerstes“.

Jesus sieht die vielen Kranken, und das ganze Volk. Wer weiß, was sie in ihm sehen. Den Wunderheiler, Magier, den Schönredner. Aber sein Anliegen, seine Botschaft, sein Auftrag? Wohl ganz viele mit ganz wenig Ahnung.

Wie Schafe ohne Hirten. Durcheinander, zerstreut.

So ein Blick auf die Zeitgenossen wäre ab und zu nötig. Ein liebevoller Blick auf all die Neunmalklugen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben; ein offenes Herz für alle, die die Kirche nur als Kulisse für ihre Familienfeier brauchen. Innerlich berührt von Dummschwätzern und Stammtischquasslern.

Ja, das wäre gut Menschen so zu sehen. Nicht als Heiden, missionswürdige Objekte. Oder als Nervfaktor, der den normalen Betrieb stört. Sondern als liebenswerte, liebesbedürftige Gegenüber. Auch wenn das auf den ersten Blick nicht so ist. Gerade dann.

Zuerst am 11. Dezember 2008 veröffentlicht. Stimmt immer noch.

Und der andere Beitrag ist morgen wieder da.

Kirchentag: Höhepunkte, Teil 2

10. 6. 2011

„Den Hao“ wollte ich unbedingt kennenlernen. Seit geraumer Zeit lese ich seinen Blog und kommentiere ab und zu. Warum? Er ist zwei Steinwürfe weit von meiner Wuppertaler Heimat großgeworden. Und er schafft es, täglich den aktuellen Losungstext auszulegen. Zu seinem Stil gehört es, unvermittelt und manchmal mit harter Bruchkante zu  seinem Alltag zu kommen.

Wenn das schon nicht genügt hätte. Aber wir haben auch gemeinsame Bekannte: Mein Religonslehrer (in der Oberstufe)war auch zugleich sein Dozent fürs Predigen. Als ich erfuhr, er käme auch nach Dresden, war meine Neugier nicht mehr zu bremsen.

Nach einiger Mühe haben wir uns dann auch am Vormittag  gefunden und sind plaudernd übers Messegelände geschritten, haben  uns ein Weilchen hingesetzt, und nur die unterschiedlichen Essenspläne trennten uns mittags.

Er lobt mich in den höchsten Tönen, und ich erwidere das Lob gerne. Ich befürchtete bergische Sturheit und erlebte Geradheit und  innere Klarheit. Seine Schreibe tönt etwas frömmer als meine, aber das hinderte nicht, Aug in Aug viel Gemeinsames zu entdecken: vor allem Humor und weites Herz. Deshalb haben wir auch den Sitzplatz in einem großen Herzen geteilt.

Bücher unter 8 Euro: Urlaubsbeute

8. 8. 2009

Der Urlaub endete in Beuron. Und Beuron besteht zu neunzig Prozent aus dem Kloster Beuron.
Dieses Kloster hat eine schöne Buchhandlung. Da musste etwas mit. Mein Fundstück:

Grüß Gott: Kleine Aufheiterungen für jeden Tag
(Ohne Verfasser) Leipzig, ohne Jahr
272 Seiten
ISBN 9783746226446

Für 7,50 €.  Und das auch noch gebunden.
Viele Zitate (ohne Quellenangabe), Gedichte und Geschichten. Da ich vieles noch nicht kannte, habe ich gerne zugegriffen. Manche Anregung wird hier in den Blog einmünden. (Den Beitrag von gestern zum Beispiel verdanke ich diesem Buch. ) Es ist schön – weil heiter.

Meine Frau wählte:

Anselm Grün,
Lass die Sorgen – sei im Einklang: Einfach leben
Freiburg/ Basel/ Wien, 4. Auflage 2008
192 Seiten
ISBN 9783451070556

Runde 7 Euro. Ein Band aus der HERDERspektrum-Reihe – alles Bändchen im kleinen Format, jeweils über 150 Seiten.

Anselm Grün lese ich auch sehr gerne. Ich weiß, er hat eine Masche, mit der er Seiten füllt und Leser findet. Aber diese „Masche“ tut gut, sie labt das Herz und fordert auch den Kopf.

Leitwort, aus dem Herzen

11. 12. 2008

Über Jesus heißt es im Matthäus-Evangelium (Kapitel 9, Vers 36): „Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.“

Jesus sieht das Volk und „es jammert ihn“. „Er wurde innerlich bewegt“, übersetzt die Elberfelder Bibel. Keine Übersetzung gibt, meine ich, den Urtext richtig wider: ἐσπλαγχνίσθη („esplangchnísthe“) – das Verb „splangchnizomai“ kommt vom Substantiv für „Eingeweide, Herz, Innerstes“.  „Es zerriss ihm seine Eingeweide“ ? – das ist wohl etwas zu stark. „Es ging ihm durchs Eingeweide“, „…durch Mark und Bein“, besser noch „Es ging ihm zu Herzen“ oder „es berührte sein Innerstes“.

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