Posts Tagged ‘Epiphanias’

Epiphanias 2016

6. 1. 2016

Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden:
komme, wen dürstet, und trinke, wer will!
Holet für euren so giftigen Schaden
Gnade aus dieser unendlichen Füll!
Hier kann das Herze sich laben und baden.
Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.

Johann Ludwig Konrad Allendorf

Einen frohen Tag!

 

Kleine Momente, kleines Fest

6. 1. 2015

Zweiter Sonntag nach Weihnachten, der letzte mögliche weihnachtliche Gottesdienst. In Kircheib.

Hinter verschneiter, vereister Straße wartet die kleine Kirche mit wohliger Wärme. In den Bankreihen vor dem erleuchtetem Christbaum trifft sich einen kleine Runde, im Licht von zig Kerzen, die über die Kirche verteilt sind.
Die Geschichte vom zwölfjährigen Jesus ist schon nicht mehr weihnachtlich. Eben noch Windeln, jetzt ein widerborstiger Kerl. Schert sich nicht um seine besorgten Eltern und diskutiert lieber mit Gebildeten.

Nach dem Gottesdienst Aufräumen. Kurz bleibt das „Stammteam“ beisammen, der Pfarrer, die Küsterin, die Organistin und die Presbyterin. Jeder macht, nach eigenem Zeitmaß, ein paar Handgriffe, das große Aufräumen ist eh erst in den nächsten Tagen. Der Pfarrer sammelt Teelichte auf den Kämpfern ein. Er muss sich nur ein wenig recken und nicht wie die Küsterin auf eine Leiter klettern. So wird für ihn der Abschied von der Weihnachtszeit zu einem „aufstrebenden Ereignis“ .2015-01-04 15.08.01

Nachmittags kommt schon das Neue: Zurück von einem kleinen Weg, kurz vorm Haus, trifft die Familie auf die Sternsinger. Beide haben sich um Haaresbreite verpasst, und die Begleiterin fragt, ob sie denn jetzt noch einmal…
Das Ja ist gesprochen, Schuhe und Mäntel kaum abgelegt, schon biegen vier (ja, wirklich!) fein verkleidete Königinnen (ja, wirklich!) um die Ecke und klingeln. Singen ihr Lied, sagen einen Reim, empfangen eine kleine Gabe und hinterlassen ihren Kreidegruß.

 

Kleine Momente. Mach es wie Maria, hieß es in der Predigt: denn „seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.“ Und siehe, hier waren mehr als Worte…

Und nun ist ein neuer Abschnitt im Kirchenjahr da: Heute ist Epiphanias. Durch das Erlebnis am Sonntag jetzt auch „Heilige Vier Königinnen“. 🙂 Einen schönen Fest-Tag!

 

Epiphanias 2013 – am Sonntag

5. 1. 2013

Der „Tag der Erscheinung des Herrn“/ Epiphanias ist in diesem Jahr an einem Sonntag (wie zuletzt 2008). So wird er auch in den evangelischen Gottesdiensten außerhalb Baden-Württembergs und Bayerns genügend gewürdigt.

Ich habe schon öfters etwas zu diesem (Nicht- Feiertag geschrieben, gerade auch zu der zentralen Geschichte aus dem Matthäus-Evangelium.

Der Wochenspruch aus dem 1. Johannesbrief (Kapitel 2, Vers 8 [zweite Hälfte]):

Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt.

Zweieinhalb Wochen nach der Wintersonnenwende nimmt man es vielleicht schon ganz leicht wahr.
Wichtiger finde ich, dass es innen leuchtet: Licht für dunkle Seelen.
Mindestens ebenbürtig: Hoffnungszeichen. Menschen, die etwas Gutes tun und damit etwas bewirken.

Zeit, darüber nachzudenken.

Gerne auch hier in den Kommentaren!

Einen gesegneten Festtag!

Als Ausnahme von den wöchentlichen Ausnahmen ist das Kommentieren heute möglich.

Epiphanias, Ergänzung

6. 1. 2009

Ein „Un-Feiertag“. Als „Heilige Drei Könige“ ist er in einigen Bundesländern Feiertag. Nicht für mich. Dieses Jahr letzter Urlaubstag. Und die Kinder haben noch Ferien. Nun gut.

Un-Feiertag, weil sich niemand die liturgisch korrekte Bezeichnung merken kann. (epiphanía = Erscheinung). Das wahre Licht scheint, der Stern bleibt über dem Geburtshaus Jesu stehen. Und die Sterndeuter (keine Könige, keine festgelegte Zahl) huldigen dem neugebornen König. so erzählt es der Evangelist Matthäus. Ein anderes „Setting“ als Lukas mit Krippe, Engelschor und Hirten. Archetypische Geschichten.

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Epiphanias

6. 1. 2009

Der Stern

Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.

Wilhelm Busch


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