Posts Tagged ‘Entrümpeln’

Aufräumen: Digitale Fotos – eine Anregung

4. 1. 2014

Neulich bekam ich zugemailt:

„Alle alten Digitalfotos, die ich auf CD gerettet hab – weg damit. Ich schaue sie sowieso nicht mehr an. Entweder sind es schöne Erinnerungen, dann habe ich die auch so. Oder sie sind wehmütig, dann brauche ich sie nicht 😉 “

Mir ging es so mit den Dias, vor Jahren. Das digitale Gedächtnis harrt noch ähnlicher Aktionen wie oben. Das Konzept hat viel für sich.

Dazu kommt: Wer will sich in dreißig Jahren noch mit unseren alten Festplatten und Silberscheiben abgeben?

Wie seht ihr das?

Sperrmüll – Gastbeitrag von Werner

9. 2. 2011

Werner hat nettterweise einfach so einen Text als Gastbeitrag zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Alle (Halb-)Jahre wieder sind unsere Straßen voller Sperrmüll – auch für mich immer wieder Anlass, den Keller oder Speicher zu inspizieren, alte Sachen in die Hand zu nehmen, zu sortieren, zu überlegen was noch brauchbar ist. Mit jedem Stück sind Erinnerungen verbunden und mancher an sich nutzlose Gegenstand hat deshalb doch noch seinen Wert.

Ich entdecke jedes Mal, wenn es darum geht, Sperrmüll an die Straße zu stellen, längst vergessene „Schätze“ – aber auch anderes was wirklich nur Platz einnimmt und längst hätte entsorgt werden sollen.

Loszulassen, mich zu verabschieden von Dingen, die man ja vielleicht noch einmal brauchen könnte, fällt mir wie auch vielen anderen nicht immer leicht.

Und doch ist das eine gute Übung, denn mit jedem Gegenstand, den wir bereit sind wegzugeben ist auch ein Stück Freiheit gewonnen. Befreiung von materiellem Besitz, der oftmals unser Denken blockiert und uns die Maßstäbe für unser Handeln verlieren lässt.

Gut, dass es die Sperrmüllabfuhr gibt, die uns hilft in unserem Haus unserem Keller, unserem Speicher immer wieder Platz zu schaffen, Unnötiges und Nutzloses zu entrümpeln.

Auch gut, dass solche Entrümpelung unserer Seele möglich ist.

Eine „revision de vie“, eine Bestandsaufnahme unseres Lebens kann auch da helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, uns von nutzlosen Gedanken und Plänen zu verabschieden. Unter Umständen können wir dabei aber auch alte verschüttete Ideen wieder entdecken, um sie dann endlich zu verwirklichen. Wenn wir dabei neue Fähigkeiten entwickeln, unsere verschütteten Talente entdecken und für das eigene Leben und für unser Zusammenleben mit anderen endlich nutzbar machen, ist dieser Blick in unser eigenes Innere ein Gewinn.
Von anderem können wir uns getrost verabschieden und können das, was schief gelaufen ist,  loswerden – zum Beispiel in der – nach katholischem Verständnis sakramentalen – Beichte, in Bußgottesdiensten, im Schuldbekenntnis im Abendmahls- oder Eucharistiegottesdienst. Wenn wir dabei wirklich ehrlich mit uns selbst sind, wird diese Entrümpelung unser Leben wieder übersichtlicher, freier und erlöster machen.


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