Posts Tagged ‘Christ’

Weiß er?

5. 4. 2016

Manchmal machen diese öffentlichen Tode nachdenklich. Nach dem Tod Hans-Dietrich Genschers erinnerte das Christliche Medienmagazin Pro an eine Äußerung im Interview mit der Illustrierten BUNTE. Auf die Frage, ob er Angst vor dem Tode habe, antwortet er: „Nein, ich bin Christ.“

Ich hatte die Meldung auf Facebook geteilt. Ein Kommentar dazu verwies auf einen etwa gleichalten Atheisten, der auch keine Angst vor dem Tod habe. Nun, gelassen dem Tod entgegengehen ist kein Alleinstellungsmerkmal des Christentums. Ihn als Freund begrüßen ist ab einem bestimmten Alter oder bei großer körperlicher Schwäche weise. So viel ist klar. Und nicht jeder Christ ist vor der Angst vor dem Tode gefeit.

Beeindruckt hat mich die Meldung, weil Genscher sehr häufig ein „Meister des unklaren Wortes“ war und hier kurz und bündig antwortet. Und da ich mich im christlichen Glauben versuche, finde ich das sogar vorbildlich.

Werbeanzeigen

Sommer-Andacht

21. 6. 2013

Die Andacht aus dem aktuellen Gemeindebrief greift Gedanken auf, die ich in mehreren Beiträgen hier schon einmal geschrieben hatte.

Sich zurücklehnen und aufrecht stehen – beides geht, nur nicht zusammen

Die Bedürfnisse wechseln: Mal möchte ich mich zurücklehnen und das Gefühl haben, ich bin angenommen, um mich wird sich gekümmert.

Und dann genauso das Andere: ich bin etwas wert, mir dessen bewusst und will mich nicht über mich bestimmen lassen.

In mir wohnt beides. Ich vermute, bei den meisten anderen Menschen auch. Und das ist schon so von Kindesbeinen an: „Ich bin schon groß!“, heißt es. Und dann kurz darauf in Mamas Armen.

Im Glauben ist es nicht anders.
Wenn ich an den Guten Hirten glaube, möchte ich Teil der Herde sein. Vielleicht bin ich das Schaf, das verloren war und das er sich auf die Schultern hebt.
Und gleichzeitig bin ich mündiger Christ, will mir nichts vorschreiben lassen, selbständig fragen und denken.

Manche werfen den Kirchen vor, sie wollen die Menschen unmündig halten – weil sie so abhängig bleiben und man leichter über sie verfügen könne. Aber die Ursprünge sagen anderes:

„Ich bin der gute Hirte“, sagt Jesus nach dem Johannesevangelium (Kapitel 10). Daher kommt es. Und in demselben biblischen Buch sagt Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde“ (Kapitel 15). Wer Christ ist, so übersetze ich das, lebt „auf Augenhöhe“ mit Christus. Er oder sie kann eine selbständige Beziehung zu ihm, zu Gott aufbauen. Unterwerfung ist nicht geboten, sondern gefragt ist das Herz auf dem rechten Fleck – und dass wir es zum Zuge kommen lassen.

Beides gehört zusammen, wie zwei Seiten einer Münze. Es lebt sich gut damit. Und der Glaube wächst und wird nicht klein gehalten.

Sommer ist die Zeit, in der wir das Wachsen und Reifen in der Natur beobachten. Aber vielleicht auch bei uns selbst. In diesem Sinne wünsche ich eine gute Sommerzeit!

Zugespitzt

5. 6. 2012

In der Blogleserunde am Sonntag-Abend stolpere ich über dieses Bild:

Das berührt sich mit der Diskussion vom Freitag.

Ich ergänze: Meistens sind die Menschen mit der Verbindlichkeit älter als ich und haben härtere Zeiten durchgemacht. Ich selbst bin ein Wohlstandskind – mit vielen anderen in Kirchengemeinden und den anderen Ecken freiwilligen Engagements. Und je mehr Wohlstand, desto mehr Bedürfnis nach Wohlfühlen.

Über das Thema Verbindlichkeit hinaus:

Das Bild wendet sich gegen das „Wohlstandsevangelium“, das Glaubenden Reichtum und Wohlstand  verheißt. Das Leben bringt manchmal Härten. Gut, wenn sie einem erspart bleiben. Aber wenn sie kommen, was hilft und trägt?

Das schöne Bild verdanke ich diesem guten Blogbeitrag.

„Hagebuttentee-Spiritualität“

21. 6. 2011

Jetzt mal etwas aus der kirchlichen Innensicht:
Die Männer und die Gretchenfrage von Axel Reimann. Von einem Insider zur Frage, was Männer am kirchlichen Leben stört. Besser stören könnte.  (Wir erfahren deutlich, was Herrn Reimann stört.)

Herz und Kopf: So teilen andere auf

2. 2. 2011

Michael Conradt, Philosoph und Christ, hat eine besondere Arbeitsteilung zwischen Kopf und Herz. Lest hier.

Das habe ich von Uwe Birnsteins Blog. Der ist nicht in der Blogroll und  dennoch einen Hinweis wert! Wie auch seine Homepage.


%d Bloggern gefällt das: