Posts Tagged ‘Berlin’

Gott zum Gruß, KW 18/19

11. 5. 2014
  • Vorstellungsgottesdienst. Die fitten Kids kommen gut durch alles. Ich bin weiterhin von ihnen begeistert. Ja, das hätte ich nie gedacht: Konfirmanden, die mich begeistern. Sind ein Geschenk ❤
  • Und dann einfach eine nette, alltägliche Woche. Und es bleiben alle gesund. Möge es weiterhin so bleiben. 🙂
  • Drei Tage unterwegs, eine Studienfahrt. Nach Berlin.

 

Liebe bewegt und erträgt die Umgebung

13. 5. 2013

Wäre nur die Musik, ich hätte ein  Mal hingehört und es dann liegen lassen. Elektronisches Geknarze wie Autobahn von Kraftwerk. Und dann setzt so eine Feenstimme ein. Brauche ich das?

Aber Still Corners haben einen, wie ich finde, begabten Kurzfilmer arbeiten lassen. Das Ergebnis zieht mich in seinen Bann: eine Jugendliche betritt festen Schrittes eine Halle, die Rollschuhe auf dem Rücken. Wir sehen, wie sie sich die Schuhe anzieht, dann etwas herumläuft und immer wieder auf die Eingangstür schaut. Zwischendrin schwenkt die Kamera auf Tessa Murray, die Sängerin, hier vorgestellt als Thekenbedienung. Da – ein Junge betritt die Halle. Das Mädchen schaut absichtlich weg. Sie scheint erst vor ihm wegzulaufen, schließlich bewegen sie sich aufeinander zu. Halten sich an den Händen. Eine kleine Romanze

Wir sehen die beiden bei artistischen Versuchen, das Mädchen landet auf dem Boden – und lacht. „Almost a man, almost a woman“ an passender Stelle. 😉 Die Szene wandelt sich, in der Halle entsteht Disco-Atmosphäre, inklusive Nebel. Auch Tessa trägt plötzlich Glitzerjäckchen. Wieder sehen wir das Paar Hand in Hand über die Fläche gleiten. Das Lied klingt aus, Nebel umhüllt alles.

Eine Romanze an einem unromantischen Ort. Hier mag es nach Bohnerwachs und allem möglichen riechen. Es ist der Ort, an dem die Liebe bewegt. Da lässt sich eine kühle Atmosphäre ertragen. Gegen die der Disco-Nebel nicht hilft. Nur die Liebe.

Und was um alles in der Welt hat das mit Berlin zu tun?

Zum Start der Arbeitswoche  wünsche ich euch, dass die Liebe zu Gutem bewegt, wie immer die Umgebung ausschauen mag!

Dank an Jens Doell!

Neues aus der Vogelperspektive

31. 8. 2012

In Berlin sind die
Meisen die neuen Tauben.
Bitte nicht füttern!

Urlaubserinnerung 😉

Seit 13. Juli im Vorratsversteck dieses Blogs. Rätselhaft. An die Luft, an die Luft, an die frische Luft!

Berlin und die Zeitrechnung

9. 7. 2012

Für C. und M. und B. – nein, nicht die vom 6. Januar…

2003: Ökumenischer Kirchentag. Kaum Zeit, etwas von Berlin mitzubekommen. Im Herbst des Folgejahres machen wir eine Familientour dorthin. Zwischen Reichstag und Brandenburger Tor merken die Eltern, dass sie nichts merken und sich an die Einheit gewöhnen müssen. Zwei Tage später  kippt der Nachwuchs an der East-Side-Gallery fast aus den Latschen: So eine Mauer lief durch und um die ganze Stadt? Da war dann auch das Mauermuseum am Checkpoint Charlie fällig.

Auch diese Begebenheit wird allmählich Geschichte, so wie manches andere.

50 Jahre danach, Vorgeschichte

13. 8. 2011

Noch einmal „HdG“

2. 7. 2011

Wir besuchten das Haus an Pfingstmontag (an Nichtfeiertagen ist es montags geschlossen) und kamen von der U-Bahnstation. Der Kanzlerwaggon steht weiterhin dort, wie Schillers Glocke („festgemauert in der Erden“). Neu ist Adenauers Dienstmercedes daneben, der stand vorher im Erdgeschoss. Was war an seine Stelle gekommen?

Wichtigste Änderung im Eingangsbereich: Die Weltkugel hängt auf Drahtgeflecht durchsichtig und silberfarbig von der Decke herab. Weil wir jetzt ja global sind (oder denken oder sonstwie).

Nach Betreten des Ausstellungsbereiches wende man sich nach rechts, es beginnt 1945 mit der Stunde Null, Zerstörungen, Vertreibungen, alles findet Platz. Am Ende des Raums geht es um den bescheidenen Neuaufbau bis 1948. Man wendet sich wieder nach links und geht durch den Bauch eines „Rosinenbombers“. Der war doch früher länger? Und die Dutzend Entwürfe der deutschen Flagge hat man jetzt auch zusammengerafft. Dafür steht jetzt mehr zur Geschichte der „Sowjetzone“ da.

Nach rechts, dann ist man wie früher im Miniaturplenarsaal mit den alten Stühlen des ersten Bundestags und kann nach wie vor über wichtige Themen der frühen BRD abstimmen.

Und dahinter, da war mal der Mercedes, der jetzt im  Keller zu sehen ist. Und was steht jetzt da? Der Anfang der DDR. Mit irgendeinem stalinistischen HeldderArbeit-Denkmal. „Aha!“, denkt sich der geneigte Leser, und ein Besuch wird es bestätigen, „die DDR nimmt mehr Raum ein“. Jetzt ist nicht nur der Anfang  Bundeswehr dokumentiert, sondern gleich daneben auch der Beginn der NVA, und den T 34 brauchte man für den 17. Juni 1953.

Dann zieht sich die eine Seite des Hauses wendeltreppenartig nach oben, und dort hat sich wenig geändert, der alte VW–Käfer ist da, das kleine Kino, die Eisdiele mit Jukebox und und… Für das letzte Jahrzehnt hat man ein wenig gestrafft, es soll sicher für die nächsten zehn Jahre noch Raum da sein.

Auf der anderen Seite ist dann das Café. Das haben wir leider links liegen lassen. Es waren zu viele, die wie wir gedacht haben, wer wird am Pfingstmontag schon ins Haus der Geschichte gehen, also machen wir es…

Es hat mich gefreut, „alte Bekannte“ wiederzusehen: das Endlosband mit Fernsehserien der 70er und 80er, besonders aber die Kontrollkabine am Grenzübergang in Berlin. Das beklemmende Gefühl vor einem muffelig dreinschauenden Grenzbeamten zu stehen, der ein paar Mal vom Pass zu mir schaut und wieder zurück – es ist sofort wieder da.

Nichts wie raus aus der Kabine! Es gibt noch genügend anderes. Mehr als sich heute berichten lässt.


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