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System Sünde

21. 6. 2010

Ausgelöst durch die Diskussion über die Ölpest will ich das aus den Komentaren in einen Beitrag heben.

Onebbo kommentierte:

„… Dennoch haben auch wir Verantwortung. Selbst mit Spenden sitzen wir vor dem PC, fahren ein Auto. Wohlgemerkt: Ich bin nicht gegen PC und Auto fahren. Wer aber dies alles will, sollte vorsichtig sein, bevor er sich im Sessel zurückschmeißt, die Erdnussflips reinstopft, den Breitbildschirm bewundert und sagt ‚Ich kann nix dafür, immer die bösen anderen‘.“

Mialieh schrieb dazu:

„Spenden hilft, aber es ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Genauso ist es mit dem Verzicht: fahre ich kein Auto, fliege ich nicht oder trenne ich den Müll, dann bin ich eine Person, die das macht. Wo hilft das dem Großen Ganzen?

Andererseits: es ist auch zu einfach zu sagen: die BP ist schuld. Wer kauft denn ihre Produkte? Das sind doch immer noch wir! Klar, wir verlassen uns darauf, dass sie es redlich machen. Aber meckern wir nicht auch rum, wenn die Benzin- und Ölpreise schon wieder steigen? Sind wir denn bereit, uns so zu engagieren, wie wir es von anderen verlangen?.
Das sind Grundsatzfragen, die die Ölpest bei MIR auslösen. Und gleichzeitig habe ich dieses Ohnmachtsgefühl: was kann ich schon machen? Und das gibt dann die Legitimation, weiter zu machen wie bisher. […] wir sollten nicht vergessen, dass wir mit unseren Lebensweisen und gerade als Abnehmer der großen Konzerne auch Mitschuld an dem haben, was da entstanden ist.“
In einem großartigen System gefangen. So sieht Paulus die Sünde. Für viele ist dieser Begriff gleichbedeutend mit individueller kleinkarierter Moral. Ursprünglich etwas anderes gemeint. Sicher vom Individuum nicht zu trennen: „Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7, 18.19)
Dies mündet nach einigen weiteren Sätzen in den Ausruf: „Ich unglückseliger Mensch! Wer rettet mich aus dieser tödlichen Verstrickung? Gott sei gedankt durch Jesus Christus, unseren Herrn: Er hat es getan!“ (Römer 7,24.25 GNB)
Denn Jesus Christus brachte einen neuen, befreienden Geist, der die Kreisläufe unseres Denkens durchbricht. Konsequenz: Wer zu Jesus Christus gehört, ist nicht mehr der Sünde unterworfen. Aber das ins Heute zu übersetzen, meine Güte. Thema für andere Beträge, so bis 2016 möglich.
Musikalisch umgesetzt: So hätten wir’s gern:

Und wenn man das „System Sünde“ einbezieht, klingt es eher so:

Und das Ganze noch mal in Sprachbildern

26. 2. 2010

Psalm 124

Wäre der HERR nicht bei uns – so sage Israel –,
wäre der HERR nicht bei uns, wenn Menschen wider uns aufstehen,
so verschlängen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn über uns entbrennt;
so ersäufte uns Wasser, Ströme gingen über unsre Seele,
es gingen Wasser hoch über uns hinweg.

Gelobt sei der HERR, dass er uns nicht gibt zum Raub in ihre Zähne!
Unsre Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Netze des Vogelfängers;
das Netz ist zerrissen und wir sind frei.

Unsre Hilfe steht im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

Ein Wallfahrtsspsalm. Ein Rückblick auf  unberechtigte Angriffe, die nun überstanden sind.
Ich mag diesen Psalm. Biblische Poesie, zu singen und/oder zu beten nach Befreiungsschlägen wie Rücktritten, Endpunkten von Krisen oder ähnlichem…

Über die Trinität (Wunscherfüllungsversuch 2)

1. 11. 2008

Annäherung

Ich müsste orthodox sein, um das mit Kopf und Herz gut erklären zu können.

Die Kirchengeschichte zeigt, Trinität ist oft Herrschaftstheologie gewesen, und das macht sie verdächtig. Wo ist die Kraft von unten, wo ist das Befreiende?

Kurt Marti nennt die Dreieinigkeit „die gesellige Gottheit“. Gott ist aus sich heraus an Kommunikation interessiert. Er ist nicht „eintönig“.

Das „Wer ist wer?“ Gottes

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