Posts Tagged ‘Befindlichkeit’

Zugespitzt

5. 6. 2012

In der Blogleserunde am Sonntag-Abend stolpere ich über dieses Bild:

Das berührt sich mit der Diskussion vom Freitag.

Ich ergänze: Meistens sind die Menschen mit der Verbindlichkeit älter als ich und haben härtere Zeiten durchgemacht. Ich selbst bin ein Wohlstandskind – mit vielen anderen in Kirchengemeinden und den anderen Ecken freiwilligen Engagements. Und je mehr Wohlstand, desto mehr Bedürfnis nach Wohlfühlen.

Über das Thema Verbindlichkeit hinaus:

Das Bild wendet sich gegen das „Wohlstandsevangelium“, das Glaubenden Reichtum und Wohlstand  verheißt. Das Leben bringt manchmal Härten. Gut, wenn sie einem erspart bleiben. Aber wenn sie kommen, was hilft und trägt?

Das schöne Bild verdanke ich diesem guten Blogbeitrag.

Verbindlichkeit

1. 6. 2012

– Gedankensplitter, zur Diskussion gestellt –

Für manche Menschen ist Verbindlichkeit kein Fremdwort. sondern Lebenselexier. In Kirchengemeinden oder anderen Stellen freiwilligen Engagements.

Ungebrochen ist seit ein paar Jahrzehnten, sich an der eigenen Befindlichkeit zu orientieren. („Ich kann jetzt nicht, mir ist nicht danach.“ „Ich würde ja gerne helfen, aber im Moment bin ich von XY so betroffen, da geht das nicht.“)
Sicher war das ursprünglich ein Gegenschlag zu übersteigerter preußischer Disziplin.
Ob mittlerweile Befindlichkeit und Betroffenheit der Schutzmantel des Egoismus geworden sind?

Der positive Wert hinter der Disziplin ist die Verbindlichkeit: Zusagen machen und halten, einstehen für eine gute Sache um der Sache willen. Egal, wie es mir und meinem Seelenleben geht. Außer ab 40° Körpertemperatur oder mit gebrochenen Gliedmaßen.

Und dann machen diese Menschen das auch noch gerne.


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