Archive for the ‘Licht ins Dunkel’ Category

30. Mai – man kann ja nie wissen

30. 5. 2017

Der flache Hügelpark

10. 3. 2017

Der Hügelpark in Wien (13. Bezirk)  ist platt wie eine Flunder. Wie kommt das? 

Der Park ist nach Carl von Hügel benannt, und er war so berühmt (zumindest in Wien), dass er 30 Jahre nach seinem Tod eine Büste von ihm in den Park gestellt bekam. 

Aha. 

Nah dran – so viel zum 20.02.

21. 2. 2017

Überm Beitragschreiben eingeschlafen. So könnte es gewesen sein. 

Die Todsünden – sieben auf einen Streich

7. 8. 2015
  1. Ihr Schnösel,
  2. ich sag euch nix, ich behalte mein Wissen für mich.
  3. Ihr denkt ja eh nur an Sex.
  4. Himmelkreuzdonnerwetter, wo ist denn jetzt der Flaschenöffner hin?
  5. Ich will lieber den Kasten Bier leersaufen.
  6. Ihr alten Angeber,
  7. ich hab eh keinen Bock, was zu schreiben.

In genannter Reihenfolge.

Klassischer Gebrauch einiger Dezembervokabeln

13. 12. 2013

Weihnachtszeit: Die Tage vom 25. Dezember bis zum 6. Januar (manchmal auch bis zum Samstag oder Sonntag danach).

Adventszeit: Die Zeit vom 1. Advent bis Weihnachten.
Kalendarisch auf Weihnachten bezogen ist das auch die Vorweihnachstzeit.

(Ich wiederhole mich, ich weiß.)

Weihnachten ist am 25. Dezember (und am 26.). Wirklich! Am Fünfundzwanzigsten!

Manchmal fällt der Vierte Advent auf den 24. Dezember. Und dieser Sonntag ist der letzte vor Weihnachten. Wirklich!

Der 24. Dezember ist: Heiligabend.

Weihnachtsmärkte sind spätestens am 25. geschlossen (oder weiß jemand Gegenbeispiele?) und haben durch uferlose Ausweitung an der Sprachverwirrung mitgebastelt.

Na dann „fröhliche Weihnachten!“ 😉

Espresso – italienisch

16. 2. 2011

Der heutige Lehrtext:

Das Licht scheint in der Finsternis.

Johannes 1,5

Lux lucet in tenebris – auf Latein. Der Wahlspruch der Waldenserkirche. Vor  über 25 Jahren habe ich sie kennengelernt: es ist die protestantische, reformierte Kirche Italiens. Wir, Theamice und Theomix, waren auf einer christlich-jüdischen Begegnung im Ökumenischen Zentrum Agape. Und dieses Begegnungszentrum ist Teil der Waldenserkirche. Wir waren dann noch öfters dort, zuletzt 1995. Danach haben wir als Touristen mehrere Waldenserhäuser besucht.

Von Anfang an wurde die Waldenserbewegung verfolgt, un d das änderte sich auch nicht, als sich die Reste dieser Bewegung der Reformation anschlossen. Geographisch bedingt dann der Genfer Richtung. Jahrhundertelang blieb sie auf die Waldensertäler in den Piomenteser Alpen beschränkt. Ab Mitte des 19. Jahrunderts konnte sie sich über ganz Italien ausbreiten, heute hat sie ihren Sitz in Rom. Die theologische Fakultät ist in Steinwurfweite vom Vatikan. Ganz in der Nähe ist auch die „Casa Valdese„, ein Hotel, das für Rombesuche nur zu empfehlen ist. Wie überhaupt die Waldenserhäuser in Italien gute, einfache Quartiere für Städtetouren bieten.

Heute hat die Kirche ca. 50.000 Mitglieder in Italien. Durch die konfessionelle Prägung und die konfessionelle Situation hat diese Kirche in vielem eine antikatholische (besser antirömische) Ausrichtung: schlichte Gottesdienste, bilderlose Kirchen. Und auch politisch wählte man die Antipoden: Christdemokratisch hieß in Italien „katholisch“, die Waldenser waren bei Sozialisten und Kommunisten. Heute nennen sich die politischen Lager anders, aber diese Tendenz ist geblieben.

Das Licht scheint, auch durch diese kleine Kirche. Dass Christsein auch Kampf bedeutet – ohne in Verbissenheit zu enden -, das habe ich von den Waldensern gelernt.

Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (4)

30. 12. 2010

Weihnachten nach Johannes

Das Johannesevangelium hat eine Einleitung, die weltumspannend ist und wie die Schöpfungsgeschichte beginnt: „Am Anfang…“ Am Anfang war der LOGOS, das Wort, die Vernunft, das Weltprinzip – das mag den ersten Lesern im Ohr geklingelt haben. Die Philosophie lässt grüßen. Und dann geht das Ganze hinüber zur Geschichte mit Johannes dem Täufer. Das war es schon.

„Bleib mir weg mit Betlehem“, das scheint ein heimliches Motto des Johannesevangeliums zu sein. Es kommt gar nicht vor. Im gegenteil, Johannes hat eine kleine feine spitze in sein werk eingebaut: „Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth.“ Josefs Sohn, aus Nazareth – Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Auch in den anderen Evangelien ist er Jesus von Nazareth, aber Lukas und Matthäus haben ihn natürlich nicht Josefs Sohn genannt.

Man darf sich da natürlich zurechtreimen, dass seine Namensangabe mit „Sohn Gottes“ höchst seltsam angemutet hätte, aber so steht es nun mal da. Jesus ist Josefs Sohn. Eine Krippe hat hier keinen Platz.

Oder doch?

Im 1. Johannesbrief, der sprachlich und inhaltlich in der Nähe des Evangeliums ist, da sind die Anfangsverse so, als ob sie aus dem Mund der Hirten oder der Weisen kämen:

„Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist – was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch.“ (1. Joh. 1, 1-3a)

Diese Stelle sagt zumindest: Hier, beim Glauben, geht es um Dinge von Fleisch und Blut – wie Jesus auch aus Fleisch und Blut war. (Auch hier das Stichwort „Anfang“ und wieder der Logos…)

Wer mehr darin sieht, darf sich freuen, dass es zur Epistellesung am 1. Sonntag nach Weihnachten geworden ist, also recht nah an der Krippe.

Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (3)

29. 12. 2010

Weihnachten nach Markus

Hier kann ich mich kurz fassen, wie der Evangelist selbst. „Das ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus.“ Das ist der erste Vers. Und der zweite: „Es ist die Stimme eines Predigers in der Wüste“. Nichts weiter.

Oder doch? Zum Thema Familie gibt es bei Markus (und nur bei ihm) einige interessante Stellen.

„Und er ging in ein Haus. Und da kam abermals das Volk zusammen, sodass sie nicht einmal essen konnten. Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.“ (Markus 3, 20f)
Von hier aus kann man  nur sehr begrenzt von „heiliger Familie“ reden.

Markus schildert eh ein konfliktreiches Familienleben und definiert folgerichtig Familie neu:

„Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir.
Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ (3, 31-35)

In Markus 6, 3 fragen die Einwohner Nazareths: „Ist er (Jesus) nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns?“
Das ergibt mindestens sechs Geschwister. Die Arbeit war für Maria „nach Weihnachten“ nicht herum…

Konfliktgeladen ging es zu in der Zimmermannsfamilie, auch nach der Pubertät.

Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (2)

28. 12. 2010

Weihnachten nach Matthäus

Die ganze Vorgeschichte, also die ersten beiden Kapitel, sind gefüllt mit Träumen, die die Handlung steuern: Joseph träumt (wie sein alttestamentlicher Namensvetter), die Weisen aus dem Osten haben auch Träume – und einen Stern am Himmel.

Ganz andere Geschichten werden hier erzählt, und sie tauchen eher am alten orthodoxen Weihnachtsfest auf, am 6. Januar. Epiphanias, Erscheinung  – des Lichts, weil der Stern eine große Rolle spielt.

6. Januar, war da nicht was mit den Heiligen Drei Königen?
Jein!
Weder drei noch Könige. Und heilig – so wie wir alle. Matthäus erzählt von Magiern, Sterndeutern, aus dem Osten (Persien, Indien?). Drei ist die Zahl ihrer Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe (nicht Möhren!).

Weil sich diese Gaben nur wirklich reiche Leute leisten konnten, kam man im Volksglauben darauf, dass das Könige sein müssten. Aber nein, es waren Astrologen, Philosophen…

Danach kommt der Kindermord in Bethlehem, während die Jesusfamilie sich nach Ägypten absetzt. Als Herodes tot ist, regiert kurzfristig dessen Sohn, und so geht man lieber nach Galiläa und landet in Nazareth.

Was würde Lukas dazu sagen?

Prägende Tradition ist die Evangelienharmonie. Mit einigen tiefen Durchatmern kriegt man das gebastelt: da, wo Lukas nichts berichtet, hat Matthäus etwas. Es bleiben leichte Unebenheiten im Erzählfluss: Wieso denkt Matthäus darüber nach, wie es nach dem Tod des Herodes in Bethlehem aussieht – wenn Nazareth nach Lukas eh die Heimat war? Und die Zwei/Drei müssten sich wohl länger in Bethlehem aufhalten, bis die Weisen ihr Ziel erreicht haben.

Oder sind die beiden Berichte recht unabhängig voneinander entstanden und später zusammengesehen worden? Dann hat Lukas eben die Geschichte von Volkszählung, Geburt im Stall, Besuch der Hirten –  und zurück geht es nach Nazareth. Und Matthäus berichtet, dass die ortsansässige junge Familie Besuch von Weisen erhält, die den Stern über der Stadt gesehen haben. Danach müssen sie ihre Siebensachen packen, nach Ägypten fliehen, können in ihre Heimat nicht zurück und siedeln sich im Norden des Landes an.

Gemeinsames Interesse beider Sichtweisen: Hier soll nachgewiesen werden, dass Jesus der Messias aus der Familie Davids – inklusive Geburtsstadt ist – denn beide Evangelien belegen das mit einem Stammbaum – der dann auch wieder jeweils Unterschiede hat.

Genug davon, rückt die Hirtenfiguren in Richtung Krippe…

Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (1)

27. 12. 2010

Vorwort (nur hier)

Wir kennen die traditionelle Weihnacht: Maria und Josef, wohnhaft zu Nazareth,  unterwegs nach Bethlehem, Geburt im Stall, Hirten, Stern überm Stall, 3 Könige, Flucht. Wie erzählt die Bibel das? Wir haben mehrere Erzählungen (oder auch nicht).

Weihnachten nach Lukas

Die wichtigste Weihnachtsgeschichte, sie gehört für mich zum Heiligabend, und zwar lupenrein in der Lutherrevision von 1912.

Lukas erzählt nicht nur die Vorgeschichte der Geburt Jesu, sondern auch die Geburt Johannes‘ des Täufers. Er macht eine Familiengeschichte daraus, denn er beschreibt beide als entfernte Vettern, und die beiden werdenden Mütter begegnen sich. Die Väter haben wenig zu sagen, Zacharias (Johannes‘ Vater) kriegt ausdrücklich den Mund verboten, und als er wieder reden darf, singt er gleich ein Lied, das als Lobgesang des Zacharias in die Liturgie als Morgenlob einzieht. Josef kriegt das Reden nicht verboten, deswegen nutzt er sein Privileg auch nicht aus und sagt im ganzen Evangelium gar nichts.

Da man ja wegen einer Volkszählung umherzieht, also zu zweit hin und zu dritt zurück, ist direkt nach dem Zählen die Rückreise angesagt. Viel ist innerhalb kurzer Zeit geschehen, so dass nun zwölf Jahre Pause angesagt ist. Dann erst geht es weiter, wieder ist man unterwegs, die Reise nach Jerusalem, aber die ist nicht Thema…

Das Schweigen über die zwölf Jahre ist Stoff für Verschwörungstheoretiker. Aber die Lücken der anderen ist noch größer. Meine Meinung: daraus lässt sich gar nichts schließen, vollständige Chroniken sind etwas für Ordnungsfanatiker der Neuzeit. Nichts für eine Autor mit gewissem literarischen Anspruch.

Lukas, den wir so nennen, weil wir den echten Namen nicht wissen, hat sein Evangelium geschrieben, nachdem schon andere vorlagen (Lukas 1, 1-3). Also darf man 80 bis 90 als Entstehungszeit annehmen. (NACH Chr. natürlich…) Und  nun die Weihnachtsgeschichte nach Lukas (Luther 12): (more…)

Ärgernis Kirchensteuer – 3

5. 11. 2009

Nach Teil 1 und Teil 2 nun endlich die Fortsetzung.

Was passiert mit dem ganzen Geld?

Das Gute ist: In den Evangelischen Kirchen werden die jährlichen Haushalte offengelegt.  Es läuft nichts heimlich ab.

Von 100 Euro Einnahmen kommen 3 an den Staat, für die Arbeit, die Steuern einzuziehen. Dann werden pauschale Beträge für die gesamtdeutsche Ebene abgezogen, also etwa die EKD  oder die kirchliche Entwicklungshilfe. In einem zweiten Durchgang werden die Bedürfnisse auf der Ebene der Landeskiche abgedeckt, also auch die landeskirchliche Verwaltung, das Diakonische Werk, Fortbildungseinrichtungen usw.
Auch die Ebenen darunter wollen etwas haben. Zum Beispiel werden dann auch die Krankenhaus- oder Schulpfarrstellen daraus bezahlt.

Und schließlich kommen knapp 50 Euro bei der Gemeinde an. Man mag das für wenig halten. Aber wo viel Arbeit passiert, dort ist auch viel Verantwortung. Und es gibt nicht umsonst den Begriff „Kirchturmshorizont“ – auch als Gruppenegoismus auf der untersten Ebene: „Wovon ich nicht direkt profitiere, dafür will ich nichts zahlen. “ Ein bisschen Zwangssolidarität schadet da nicht.

Was macht die Kirchengemeinde mit ihrem Geld?

Auch hier: Der jährliche Haushaltsplan ist im Prinzip öffentlich. Theoretisch kann jedes  Gemeindemitglied Einsicht verlangen. Nun muss man die Sprache  solch eines Konstrukts verstehen können. Aber wer hier „Vokabeln gelernt“ hat, sieht Schwer- und Schwachpunkte im Haushalt.

Auf jeder Ebene gilt: Die Kirche und ihre Gemeinden gehen zahlreiche Verpflichtungen ein: Personal muss bezahlt, Stellen müssen gesichert,  Gebäude unterhalten werden. Unvermeidbar bis in die unterste Ebene: die Verwaltung.

Vielleicht sträubt es sich manchem, weil er denkt, es ließe sich alles wie zur Zeit der Apostel managen. Aber es ist das Eine, mit kleinen Gruppen von ein paar Hundert pro Stadt zu agieren. Das Andere ist der Anspruch, „flächendeckend“ zu arbeiten.

Genauso ist aber der Anspruch, sich an den Anfängen messen zu lassen. Ähnlich der Kreditkarten-Werbung:

„Gemeindehaus renovieren? Zehntausend Euro. Buntstifte für die Kindergruppe?  9 Euro 50. Sich auf die Ursprünge besinnen? Unbezahlbar.“

Gib mir Gelassenheit, Zitate hinzunehmen

21. 9. 2009

Auch ich habe geglaubt, es sei von Oetinger, dem Pietisten aus dem 18. Jahrhundert: dieses Gebet „Herr, gib mir Gelassenheit…“ und so weiter.

Auf der Homepage der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart finden wir die wahren Hintergründe.
Hier kann man es nachlesen.

Was zeigt sich da? Schon früher gab es unfreiwillige Zitateschmiede!

Ärgernis Kirchensteuer – 2

17. 6. 2009

Ein Ärgernis für viele. Ursache für die meisten Kirchenaustritte. Ich beschränke mich auf deutsche Verhältnisse.
Fortsetzung vom 27. April

Wieviel kostet der Spaß eigentlich?

Je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent von der Einkommensteuer. Das macht dann bei einem Steuersatz von 20 % zunächst 1,6 oder 1,8 Prozent – für Kinderlose. Bei der Kirchensteuer zählen noch Kinderfreibeträge – anders als bei der Einkommensteuer, wo entweder Kindergeld oder Freibetrag berechnet wird.

Warum „zunächst“?
Die gezahlte Kirchensteuer kann im folgenden Jahr als Sonderausgabe geltend gemacht werden.

Kann man diesen Beitrag verringern?

Nur in den höheren Gewichtsklassen, da kann man die Kirchensteuer kappen lassen. Diese Kappung ändert denSteuersatz auf 3 % des zu versteuernden Einkommens. Schwierige Materie, hier erläutert.

Und warum kassiert die Kirche auch noch beim Austritt?

Falsche Fährte: Es kassiert der Staat – die Kirche kriegt nichts davon ab. Aber die Gebühr, die ist für den Aufwand, den das Einwohnermeldeamt hat.  So weit ich weiß, an die 30 €. Der Austritt mindert das Staatsdefizit.

Ich werde arbeitslos, erhöht der Austritt mein Arbeitslosengeld?

„Nein“ ist die richtige Antwort. Die Ämter  rechnen auch bei Ausgetretenen fiktiv die Kirchensteuer als Abgabe mit.

Wovon dann weder der/die Arbeitslose noch die Kirchen etwas haben. Auch hier ein Versuch das große Defizit zu verringern.

In einem dritten Teil soll es darum gehen, was mit der Kirchensteuer so gemacht wird. Aber wann dieser dritte Teil erscheint, weiß ich noch nicht.

Ärgernis Kirchensteuer – 1

27. 4. 2009

Ein Ärgernis für viele. Ursache für die meisten Kirchenaustritte. Ich beschränke mich auf deutsche Verhältnisse.

Wie kam es zu Kirchensteuern?

Zu Anfang des Mittelalters waren die Kirchen die einzige überlebende Institution. Das weströmische Reich war hinüber, die Germanenvölker kamen und gingen.  Klöster waren die Wissenshorte, Kirchen gaben institutionelle Sicherheit. Als die politischen Verhältnisse durch die Franken stabil wurden, wuchs die Kirche zum Bündnsipartner. Alles hatte seinen  Preis, brauchst du Segen für den Degen, ist das Gold mir hold. So wurden Bischöfe und Klöster Grundeigentümer, mischten in der Politik mit usw. Das ständische System setzte das fort.

Dieses System währte lange, die Französische Revolution läutete sein Ende ein. Endgültig sorgte Napoleon dafür: 1803 wurden im Rest des Kaiserreichs aller kirchlicher Besitz eingezogen und an die säkularen Fürsten verteilt. Deshalb auch als Säkularisation bezeichnet.

Allerdings, das Attraktive an der Reformation im 16. Jahrhundert war, dass die Landesherren das schon vorziehen konnten: Klöster wurden geschlossen und zugunsten der Staatskasse eingezogen. Es entstand dadurch eine Abhängigkeit der Kirchenorganisation vom Landesherrn. Eine ungute Tradition, die sich in 20. Jahrhundert rächen sollte.

Jedenfalls, 1803 wurde der Besitz eingezogen und den Kirchen wurde Ersatz gewährt, mit jährlichen Zahlungen.

1919: Mit dem Ende der Monarchie musste die Weimarer Republik neue Verhältnisse schaffen.  Das Staatskirchentum war vorbei. Die Verfassungsparteien waren sehr kritisch gegenüber diesem Staatskirchentum eingestellt, aber man scheute sich die Tradition der jährlichen Zahlungen abzubrechen. Die Republik hatte größere Probleme, so dass man den Kirchen das Recht gab,  Kirchensteuern einzuziehen.

Mit der Entstehung der Bundesrepublik setzte man das fort, die Religions-Artikel aus der Weimarer Verfassung wurden Bestandteil des Grundgesetzes. Seit 1990 gilt das Grundgesetz auch dort, wo früher die DDR war.

Und seit wann zieht der Staat die Kirchensteuer ein?

Irgendwann in den 60-ern fühlten sich die Kirchen überfordert und wollten das durch den Staat machen lassen. Der hatte ja sowieso die Unterlagen, dann konnte er auch diese Steuer leicht abzwacken. Nur, dass ihr’s wisst: Der Staat macht das, aber nicht umsonst. Etwa 3 % der Kirchensteuereinnahmen gehen dafür drauf.

So  viel erst mal. Zu weiteren Fragen demnächst.

Öko-was? (Licht ins Dunkel 1)

23. 1. 2009

Oft und gerne werde ich gefragt: „Können wir mit Ihnen auch eine ökonomische Trauung machen?“ Natürlich antworte ich nicht: „Gerne, wir können vorher alles durchrechnen, ich glaube, dass Ihr Haushaltsbudget geschont wird, denn wir verlangen keine Gebühren.“

Nein, ich höre das Gemeinte im Gesagten und antworte lieb und brav: „Klar, welcher katholische Pfarrer macht denn mit?“

Hier werde ich jetzt mal Luft ablassen (Achtung: „Pffffft!“) und  auch etwas zur Volksbildung beitragen.

Die erste Stufe, alles mit öko

Die Silbe „Öko“ stammt von dem griechischen Wort „oikéo“ – wohnen – bzw. „oikos“ – Haus -.

Auch was dann folgt, ist griechischer Herkunft:

Öko-nomie: Die „Regeln im Haus“, was dann zur „Wirtschaft“ führt.

Öku-mene: Partizip Perfekt Passiv = das Bewohnte. Ja, was wird bewohnt? Die Erde, also die ganze Welt

Öko-logie: Die Lehre im oder vom „Haus“.

Die Bedeutungen im Deutschen ergeben sich daher. Übertragen auf mein Arbeitsfeld:

Ökologischer Gottesdienst: Beleuchtung nur mit Wachskerzen, der Blasebalg der Orgel wird von Hand bzw. Fuß bedient.

Ökonomischer Gottesdienst: Ziemlich straffer Ablauf, man will ja keine Zeit verschwenden. Und lohnt sich die Veranstaltung überhaupt? Sollen wir uns bei weniger als 12 Menschen auf 10 Minuten beschränken? Soll der Küster, der Organist, die Pfarrerin überhaupt kommen?

Ökumenischer Gottesdienst: Weltweiter Horizont, mit Menschen aus verschiedenen Ländern. In Deutschland genügen dazu schon zwei Konfessionen, aber das kann auch ein kultureller Unterschied sein.

Die nächste Stufe

Die ökumenische Trauung…

… gibt es in Deustchland streng genommen gar nicht. Das sind dann zwar so aus, mit katholisch und evangelisch da vorne am Altar, aber es gibt  entweder eine evangelische Trauung mit katholischer Beteiligung oder umgekehrt. So umständlich nennt sich das und richtet sich danach, wem die Kirche gehört. Wenn ich richtig informiert bin, liegt die Umständlichkeit eher an der Seite, deren Boss in Rom sitzt. Da braucht man bei einer Trauung  in einer evangelischen Kirche einen Dispens vom Bischof. (Weswegen ich nach 20 Jahren  im Pfarramt solche Trauungen an einer Hand abzählen kann. In der katholischen Kirche geht das ja ohne Formalkram, und der geübte evangelische Teil übernimmt ja dann noch die Predigt.)

Für die evangelische Seite ist eine Ehe gültig, auch wenn es keine kirchliche Trauung gibt. Die Ehe ist kein Sakrament, die Trauung ein Angebot für die Eheleute, in einem Gottesdienst gesegnet zu werden und zugleich das  „Ja“  zueinander zu bekräftigen .


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