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Biblische Streifzüge: Weihnachten nach… (3)

29. 12. 2020

Weihnachten nach Markus

Hier kann ich mich kurz fassen, wie der Evangelist selbst. „Das ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus.“ Das ist der erste Vers. Und der zweite: „Es ist die Stimme eines Predigers in der Wüste“. Nichts weiter.

Oder doch? Zum Thema Familie gibt es bei Markus (und nur bei ihm) einige interessante Stellen.

„Und er ging in ein Haus. Und da kam abermals das Volk zusammen, sodass sie nicht einmal essen konnten. Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen.“ (Markus 3, 20f)
Von hier aus kann man  nur sehr begrenzt von „heiliger Familie“ reden.

Markus schildert eh ein konfliktreiches Familienleben und definiert folgerichtig Familie neu:

„Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir.
Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ (3, 31-35)

In Markus 6, 3 fragen die Einwohner Nazareths: „Ist er (Jesus) nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns?“
Das ergibt mindestens sechs Geschwister. Die Arbeit war für Maria „nach Weihnachten“ nicht herum…

Konfliktgeladen ging es zu in der Zimmermannsfamilie, auch nach der Pubertät.


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