Verstörende Entdeckung

Öffne ich YouTube auf dem Desktop, bekomme ich immer wieder Vorschläge gemacht. Dabei bin ich auf dieses Video gestoßen:

Die ersten 50 Sekunden sind ja recht schlüssig, in Ruhe erzählt und gut nachzuvollziehen. Und dann geht es los, rasend, verstörend. Margret Qualley spielt die Besessene überzeugend. (Aber es ist Besessenheit und das ist mir darum wenig sympathisch.)

Und dann soll das für Kenzo werben – für ein Parfum. Gewagt. Wer wird zum Kaufen motiviert? Welche Duftnote soll es sein, verstaubte Maiglöckchen oder zarte Andeutung von Misthaufen?

Also, ein irres Ding.

12 Antworten to “Verstörende Entdeckung”

  1. Hase Says:

    so verrückt …… ich möchte es heute nicht liken 😦
    wenn ich youtube auf dem Desktop öffne, kommt ein Video von XLebensmutX, das hat Hao so eingestellt auf meinem PC 🙂

  2. nandalya Says:

    Dir fehlt japanischer Humor, Herr Pfarrer. 🤣

  3. emhaeu Says:

    Hauptsache abgeknallt. Und wenn darüber gesprochen wird, wie ich es ja gerade mache, dann ist das erste Ziel schon erreicht. –
    Kirchen, denke ich oft, haben die falschen Werbeagenturen.

    • theomix Says:

      Ja, das ist schon eine Methode. Ob Kirchen sie kopieren sollen? Manchmal denke ich auch, Gutes braucht kein Aufsehen, das wird auch so bekannt. Es dauert halt länger. Wo die Existenz einer Kirche meines Erachtens nicht von Steigerungen abhängt, halte ich das für vertretbar.

      • emhaeu Says:

        Eigentlich ja: Gutes braucht kein Aufsehen. Aber die beiden Zeitschriften, die gerade wieder kostenlos in allen (katholischen) Briefkästen lagen – eine vom Erzbistum, eine von der Gemeinde hier – sind überwiegend von einer betulichen Langeweile geprägt. Da wäre, bedenkt man, was für Budget dahinter steckt, sicherlich mehr drin.
        Gibt ja twitternde Pastorinnen, die schaffen ganz ohne Social Media Team eine Menge Leute anzusprechen …. weites Feld. Schönen Adventssonntag!

        • theomix Says:

          Twitter ist ein feines Medium.
          Und „betuliche Langeweile“ kommt auf, wenn es allzu deutlich in der Nähe von „Hofberichterstattung“ ist.
          Aber es ist auch eine große Frage, was in einen Gemeindebrief soll und was nicht.

        • emhaeu Says:

          Ich lese in einem Gemeindebrief gerne von Aktivitäten und Menschen vor Ort. Predigten und fromme Sprüche sind, so scheint mir, gut gemeint, führen aber bei vielen (ich denke, nicht nur bei mir) zum schnellen Weiterblättern.

        • theomix Says:

          Was du gerne liest, nennt meine ich, die Hauptaufgabe. Natürlich auch was fürs Inhaltliche. Vielleicht verführt das manche dazu, ins Labern zu geraten? Papier ist eben geduldig, aber Leser nicht unbedingt.

        • emhaeu Says:

          Es gibt noch ein katholikenspezifisches Problem, Frauen und Gemeindemitglieder ohne theologische Ausbildung, die sonst nicht predigen dürfen, nutzen die Gelegenheit … das kommt dann oft altertümlich-fromm rüber. Aber vielleicht gefällt es auch anderen Menschen. Unser Gemeindebrief hier hat immerhin den dritten Preis im großen Gemeindebrief-Wettbewerb gewonnen 😉

        • theomix Says:

          Immerhin. Bravo!
          Ich glaube, in evangelisch gibt es das Problem auch, zumindest tendenziell.

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