Archive for September 2020

Von der langen Liste 1

30. 9. 2020

„Mi aŭdas vin,“ singt Martin Wiese. „Ich höre dich.“
Er singt auf Esperanto, tatsächlich. Das Schattendasein der Welthilfssprache erhält Licht von einigen Künstlern, die sie für die Kunst geeignet finden.

Hier mit englischen Untertiteln. Das Video zeigt ein paar hübsche Episoden.

Martin Wiese, Superbazaro

Heute vor 10 Jahren: Auch schon #Plattenarchiv

29. 9. 2020

https://theomix.wordpress.com/2010/09/29/hitzewellen/

 

Schön anzusehen, gut zu hören:

Phil Collins – Heatwave:

Und hier das Original:

Dieses Mal kann ich mich nicht entscheiden, welche Version mir besser gefällt.

Gruß aus den Neunzigern 1

28. 9. 2020
Prince Ital Joe ft. Marky Mark, United

Für die Show muss man sich nicht anschnallen. Im wirklichen Leben ist es ratsam. Deshalb kann Prince Ital Joe kein Lied davon singen…

Aus dem #Plattenarchiv 1

26. 9. 2020

Pjotr Leschenko, Serdtse mamy

Es klingt so schön, obwohl ich den Text nicht verstanden habe. Nun gibt es Hinweise in der englischen Wikipedia. Dank dem Kommentar von Muzyka gibt es hier den Text.

weit weg

25. 9. 2020

Das Bloggen war zu weit weg in letzter Zeit. Sogar den Bloggeburtstag (12! Jahre. Zwölf!) habe ich ausgelassen.

Heute hole ich es nach. Zur Feier des Tages etwas Hörbares:

Morcheeba, Rome wasn’t build in a day

#taggedanke 12.09.

12. 9. 2020

„Die Erde ist des Herrn.“

#taggedanke 10.09.

10. 9. 2020

Die Handy-Verschwörung

3. 9. 2020

Es geht um die Entstehung des Mobiltelefons.

Die ersten Pläne kamen – von den Nazis. Nicht die Atombombe sollte den 2. Weltkrieg für Deutschland entscheiden, sondern die mobile Kommunikation. Geschickte Verhüllungsstrategien und alte Seilschaften verhinderten bisher, dass es ans Licht der Öffentlichkeit kam. Im Einzelnen:

In Kreisen der Wehrmacht gab es schon 1938 eine Studie über die „Verbesserung der Feldkommunikation.“ Klar, welches Feld gemeint ist: Nicht das elektrische, sondern das der Schlacht. Oder, wie in der entsprechenden Abteilung gewitzelt wurde, „Jedem Soldaten seinen Hundeknochen in den Tornister“.
Hundeknochen – das war der Deck- und Kosename des „Beweglichen Fernmeldegerätes“, kurz BeFeGe.

Der Elektrotechniker Otto Beil leitete die Abteilung, aufgrund seiner Verdienste war er ab 1942 Major. Nicht zufällig entwickelte sich aus dem Namenskürzel für „Major Otto“ – M – O – Beil der internationale Name für dieses Ding. Aber das sollte, wie wir wissen, noch Jahrzehnte dauern.

Die ersten geheimen Versuche gab es 1940/ 41. Die Abteilung wurde dann ins finnische Lappland ausquartiert, um dort ungestört Versuche durchzuführen. Diese endeten aber entmutigend, und da Otto Beil erkrankte, kehrte man Finnland den Rücken. Bei der Rückkehr nach Deutschland ließ man einige Dokumente, teils in Kopie zurück, nachdem sie zuvor den Vermerk „Keine Industrielle Anfertigung“ erhalten hatten. Später dann hat der Ingenieur und ehemalige Ringer Verner Weckman Unterlagen gefunden, sie bis in die 50er ruhen lassen, und dann allmählich mit der Fortentwicklung beweglicher Fernsprecher begonnen. Von wegen „Keine Industrielle Anfertigung“ , das ganze Gegenteil, also NO-KIA.

Beil tobte, die meisten Mitarbeiter wurden ausgetauscht. Man intensivierte die Bemühungen, bemühte sich um internationalen Austausch. Da waren zu der Zeit aber nicht viele Länder bereit. Es kam eigentlich nur Japan in Frage. Ein U-Boot wurde Ende 1943 in geheimer Mission dorthin geschickt und deutsche Experten tauschten sich mit japanischen aus. Es gibt deutliche Hinweise, dass 1945 Prototypen ausprobiert wurden. Aber die Kriegswende konnte die drahtlose Kommunikation nicht mehr bringen. Obwohl die Ausrüstung mit solchen Geräten eine unheimliche Sprengkraft kleiner, beweglicher Einheiten gebracht hätte.

Als das U-Boot im Frühjahr 1944 zur Rückfahrt aufbrach, kamen auch japanische Dokumente mit. Insbesondere eine angebliche Bauanleitung erfreute Beil sehr – nur war sie auf Japanisch verfasst, und es fand sich kein Übersetzer. Und er ahnte nicht den ungeheuren Betrug, den die japanischen Verbündeten an den Deutschen begingen: Ein gewisser Stefan oder Sebastian Opferkuch, schwäbischer Herkunft, seines Zeichens Leutnant,  hatte das japanische Dokument bei sich, als der Krieg zu Ende ging. In der Aufbauzeit Anfang der Fünfziger machte sich Opferkuch auf nach Tübingen zu einem Experten der frischgebackenen japanologischen Fakultät. Die Bauanleitung für das technische Gerät aus Nippon entpuppte sich – als ein Backrezept für eine Süßspeise auf Reiswaffelbasis. Kurz entschlossen verkaufte er das Rezept an seinen Vetter Hermann Opferkuch, der die Süßware als „Nippon“ auf den Markt brachte.

Das ist von den deutschen Plänen zum Bau des ersten drahtlosen Fernsprechers übrig geblieben. Eine ungeheure Peinlichkeit für die damalige Expertengruppe, – die zum Teil nach Südamerika auswandern konnte. Nutzen konnten sie ihr Wissen nicht – aber verheimlichen. 75 Jahre lang.

de.wikipedia.org, Benutzer Etmot, CC-by-sa 3.0/de

 

aus beiträgen von august/september 2010 zusammengestellt und überarbeitet.


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