Kreuzweise leerraum

Ich sympathisiere mit dem Teil der Christenheit, die auf Kreuzesdarstellungen verzichten kann – also mit den Reformierten unter den Protestanten.

Ich arbeite seit mehr als 30 Jahren in Gemeinden, in deren Kirchen Kreuze sind. Ich schlage das Kreuz beim Segen. Ich bin als Pfarrer zu innerevangelischer Toleranz verpflichtet. Das ist kein Problem für mich.

Ich erinnere mich an einen alten Pfarrer Ende der siebziger Jahre, alter Kirchenkämpfer und sehr bewusster Lutheraner. Er mochte keine Kreuze als bekennende Anstecker. „Das Wort vom Kreuz ist entscheidend, nicht das Zeichen.“ Das gab mir zu denken.

Es ist mir daher für meinen Glauben unwichtig, ob irgendwo Kreuze hängen oder nicht. In überwiegend katholischen Gegenden wirkt es außerhalb von Kirchennauern wie ein kultureller Konsens. Ob es allerdings heutzutage ein staatstragender Akt sein kann, sie anzuordnen, bezweifle ich.

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