Anmerkungen zu einem alten Beitrag und einem noch älteren Gedicht

Damals, ja damals

brauchte man Paraden und Massenaufmärsche.

Heute sind es Shoppingmeilen und tausend Likes bei kurzatmigen Sprüchen.

Oder wie seht ihr das?

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21 Antworten to “Anmerkungen zu einem alten Beitrag und einem noch älteren Gedicht”

  1. nandalya Says:

    Eilig verteilte Likes beim Meilen eilen? Weil Shopping war damals und heute auch ein Gedicht.

    • theomix Says:

      Die einen schreiben Gedichte, die anderen lesen Kant, und wer beides nicht kann, liest wenigstens FAZ oder Süddeutsche. Dann braucht man weder das eine noch das andere…

  2. mialieh Says:

    Nicht in Dresden 😛

  3. Hase Says:

    danke , heute für den ironischen Morgenstern !

    „Ein Ort im Wandel“ heißt die neue Ausstellung in unserem Museum

    schön, dass in einem alten Lichtspielhaus jetzt Flüchtlinge leben können, weil die verstorbene Besitzerin das Haus der Gemeinde für soziale Zwecke vererbt hat. Jetzt wurde ein Projektor aus den 60er Jahren restauriert, der in der Scheune gefunden wurde. Er steht im Museum. Die alten Zeiten sind nicht vergessen….

    der Wandel ist überall spürbar
    Veränderungen prägen das Leben….
    der Fortschritt hat seinen Preis

    • theomix Says:

      Der alte Projektor zeigt vielleicht die alten Projektionen. Sue haben zugunsten neuer ausgedient. Und es ist die Frage, welchen Preis der Fortschritt hat, und was passiert, wenn man seine Kosten zusammenzählt.

      • Hase Says:

        heute gibt es kein Kino mehr im Ort, nach Mainz
        Ein Kinobesuch in Mainz ist sehr teuer, die Fahrt noch immerhin war es für die Menschen früher eine Sensation…
        Auch für unsere Flüchtlinge ist es doch interessant, wie es früher einmal bei uns war….. Bilder sind auch ausgestellt und die Geschichten der Flüchlinge, die heute bei uns leben…..

  4. kaetheknobloch Says:

    Andere Aufmarschmöglichkeiten und so viel anonymer, das erleichtert doch die Massenbewegung. Die Grundstruktur hat sich nicht geändert. Hinterfragen war nie einfacher und doch scheint sie schwerer denn je.
    So wird ein jeder eigentlich Gutbenamster inzwischen zum Tüpfelchen auf dem i.

    Doch auch Lethargie hat diesen Punkt inne, der meines Erachtens nur überwunden werden muß. Springend am besten. Über alte marode Denkzäune hinweg.

    Hoffnungsvolle Grüße, Ihre Frau Knobloch, denkanimiert zugetan.

    • theomix Says:

      Der Punkt kann eicht durch Müssen überwunden werden. Durch wahrnehmen udn Bejahen der eigenen Versuchlichkeit – vielleicht. Meist werden die Menschen (Wir? Sie? Ich?) vereinnahmt. Verweigern ist zuweilen schwer.
      Manchmal erfordert Ruhen Mut, wie Sie sehen können:
      (hier klicken)
      Ich bin meist voller Hoffnung, dass der Mensch (Wir? Sie? Ich?) sich retten lasse und er die Hirnwerke in Gang hält…
      Herzlichst Ihr Theomix

      • kaetheknobloch Says:

        Die Wahrnehmung der eigenen Versuchlichkeit, genau die bringt die Denkapparatur in Schwung, mein lieber Theomix. Gerade wir in unserem Wohlstandssessel söllten unsere Trägheit überwinden und uns erheben. Sich nicht vereinnahmen lassen. Unseren gegebenen Geist nutzen. Unsere Hoffnung befeuert das.

        Ihnen ein hochfestliches Wochenende und ganz herzliche Grüße, Ihre Käthe Knobloch, für diesen trefflichen Austausch dankend.

        • theomix Says:

          Wir sollten nichts sollen und dem empfinden der Dankbarkeit folgen. Ich kenne keine bessere Motivation. Hoffnung ist ein ähnlicher Antrieb…

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