Blick auf eine Stadt

Bonn kenne ich seit 35 Jahren, ich habe dort studiert, gewohnt und die ersten Jahre im Beruf verbracht. Mittlerweile bin ich nur zu kulturellen Anlässen dort (wozu ich jetzt auch Einkäufe zähle).

Es hat sich viel verändert in der Innenstadt. Damals gab es sechs Buchhandlungen, jetzt sind es noch zwei.

In den letzten zwei Jahren ist es massiv: In der Nähe der Uni haben zwei nette Cafés schließen müssen und was stattdessen kommt, ist noch nicht abzusehen. Und neulich entdeckte ich einen Aushang am angestammten Hutgeschäft: nach 80 Jahren habe der Vermieter gekündigt. Ein neuer Ort werde noch gesucht, hieß es damals. (Mittlerweile gibt es eine neue Bleibe.)

Was soll das werden?, frage ich mich.

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8 Antworten to “Blick auf eine Stadt”

  1. Frau Tonari Says:

    Gesichtlose Innenstädte. Dominiert von Banken, Telefonanbietern und 0-8-15-Ketten, die nicht mehr zum Bummeln einladen. Riesenmärkte mit fußballfeldgroßen Parkplätzen am Stadtrand. Und jede Menge prekärer Jobs bei Online-Händlern und Paketzustelldiensten. 😦

    • theomix Says:

      Bonn ist noch ein Weilchen vom Gesichtslosen entfernt. Die Riesenmärkte sind auch eher im Speckgürtel als im Stadtgebiet.

  2. nandalya Says:

    Was das werden soll? Der knallhart kalkulierte Plan skrupelloser BWLer. Vielleicht sollten die auch in Menschlichkeit unterrichtet werden. Nur so ’ne Idee.

    • theomix Says:

      Manche Manager wollen das von sich aus, weil sie das Defizit merken. wahrscheinlich sollte man vorsorglich Seminarräume in der Fußgängerzone vorsehen. 😉

  3. OneBBO Says:

    Dasselbe wie in anderen Städen… schau mal nach Remscheid, eine Stadtleiche.

    • theomix Says:

      Vor 17 Jahren bin ich aus einer Stadtleiche weggezogen. In Bonn sieht es allerdings nicht nach Siechtum aus. Das ist das Erstaunliche.

  4. minibares Says:

    So ist es nicht nur in Bonn, so wird es in allen Städten.
    Familienbetriebe haben keine Nachfolger mehr.
    Schade, schade

    • theomix Says:

      Dem genannten Familienbetrieb ließ man noch nicht einmal die Zeit, um über fehlende Nachfolger zu klagen. Er hat im übrigen eine neue Bleibe.

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