Eine Mitte, kein Rand und vielfache Sehnsucht 2

Drei Mal am Tag innehalten, wie ein Tagzeitengebet im Kloster, morgens, mittags, abends. Natürlich kannte ich so etwas.

Und dann kam es ganz neu:  Beginn und Ende mit einem Klangschalenton, dann die Bitte, sich voreinander zu verneigen. Eingängige Gesänge.  Dazwischen eine Atemübung,  auch wieder ein- und ausgeläutet von der Klangschale. Und Texte, die zu Herzen gingen und auch den Kopf ansprachen:  Bibeltexte, Gebete, Impulse, ein Segen.

Das war der Herzton, den ich brauchte: Gesammelt im Zentrum des christlichen Glaubens, beim Meister, achtsam zu sich selbst und  offen für vieles ringsherum, gleichzeitig mit ihm verbunden.

Beim ersten Morgengebet etwa hörten wir diesen

Impuls

Ein Schüler fragte seinen Meister:
„Kann ich irgendwas tun,
um die Erleuchtung zu erlangen?“
Und der Meister antwortete:
„So wenig, wie du dazu tun kannst,
dass am Morgen die Sonne aufgeht.“
Da fragte der Schüler weiter:
„Was für einen Zweck
haben die spirituellen Übungen, die du lehrst?“
Und der Meister sagte:
„Du übst, damit du nicht schläfst, wenn die Sonne aufgeht.“

(Christina Brudereck, „Zeit des Meisters,: Innehalten, um durchzuhalten“ im 2-Flügel-Verlag. Hinweise im Netz hier, Seite 17)

 Danke für die Erlaubnis, die Texte zu veröffentlichen!

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6 Antworten to “Eine Mitte, kein Rand und vielfache Sehnsucht 2”

  1. Hausfrau Hanna Says:

    Von solchen ‚Herztönen‘ zu lesen,
    lieber Jörg-theomix,
    war jetzt ein besonders schöner Einstieg in den Tag.
    Da klingt etwas weiter.

    Herzlich und hellwach
    grüsst Hausfrau Hanna

  2. nandalya Says:

    Das Zitat stammt aus dem Zen-Buddhismus und birgt große Weisheit in sich.

  3. minibares Says:

    Inzwischen kann ich meditieren, dass die Hände, die Unterarme, der Kopf sozusagen am Kribbeln sind, nicht mehr im hier sind…
    Das ist eine wundervolle Erfahrung.

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