Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 7

Kein Eingehen auf Verantwortungsethik, kein Sinnieren über politische Entscheidungen, schon gar nicht im Nahen Osten.
Erinnern muss sein. Steht Christenleuten ganz gut an.

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: «Auge um Auge und Zahn um Zahn!» Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deinen rechten Backen schlägt, so biete ihm auch den andern dar; und wer mit dir rechten und deinen Rock nehmen will, dem lass auch den Mantel; und wenn dich jemand eine Meile weit zu gehen nötigt, so gehe mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.

Matthäus 5, 38 – 42

Was daraus folgt? Es wird einiges kosten.

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18 Antworten to “Sich noch mal an Bibelstellen erinnern, Folge 7”

  1. OneBBO Says:

    Ich bin mir jetzt mal nicht sicher, ob du das ernst meinst. Sonst besuche ich dich und nehme dir deinen Mantel weg, mal sehen, was dann passiert.

    Etwas weniger polemisch: Ich verstehe nicht, wieso du beispielsweise Bibelstellen, an denen ich mich immer wieder stoße, eher als Gleichnis siehst und so weit interpretierst, das der für mich eigentlich enthaltene Sinn verschwindet (der verlorene Sohn), einen solchen Spruch wie oben aber deinen Lesern wortwörtlich vorhältst.

    Da könnte ich ohne Nachzudenken vom nächsten Einbrecher bis zum IS 1000 Beispiele nennen, wo es nicht funktionieren wird, weil Habgier nicht dann aufhört, wenn andere freiwillig geben.

    • theomix Says:

      Dann hat die Bitte um Nachdenken ja funktioniert. 😈
      Der verlorene Sohn ist nun mal ein Gleichnis, aber nicht einfach zu knacken. Hier das sind Anweisungen. Deutlich. Ich würde ja auch sagen, auf die Intention kommt es an. Mir ist in den Diskussionen um IS zu viel Säbelrasseln.

      • OneBBO Says:

        Ja, mir war sogar auf diesem Blog zu viel Säbelrasseln. Ich habe die IS extra aus dem Spiel gelassen, aber bitte, wenn du sie bringst:

        Stell dir vor, du hättest zwei Töchter, die IS entführt eine. Bietest du ihnen gleich die zweite an?

        • theomix Says:

          Ist ja wie die Zulassung zum Kriegsdienstverweigerer. Habe ich zufällig eine Panzerarmee dabei? :mrgreen:

        • OneBBO Says:

          Ich habe mit dem IS nicht angefangen.

          Du sagst selbst, es sind Anweisungen. Also ist es nicht okay, wenn du jetzt mit dem Hieb auf die fiesen Kriegsdienstverweigerungsfragen konterst.

          Aber machen wir es harmloser:

          Ein Mann steht vor deiner Tür, erzählt dir eine fantasievolle Geschichte, wie er sein Geld verloren hat, und bittet um 10 Euro. Gibst du ihm 20? Gibst du ihm überhaupt etwas?

        • theomix Says:

          Ich will nicht nachweisen, dass ich ein toller Hecht wäre und alle anderen mies. Ich habe mich an diesen Text erinnert und darüber nachgedacht. Was ich nun konkret daraus mache, ist hier nicht mein Thema. Und das wünsche ich mir auch von meinen Leserinnen und Lesern: dass sie darüber nachdenken und etwas für sich daraus machen können. Was, geht hier niemanden etwas an. Außer, es wird freiwillig mitgeteilt.

    • Tausend Says:

      Heute Morgen habe ich gedacht, dass ich diese Bibelstelle gutfinde. Jetzt bin ich mir auch nicht mehr sicher. Die blanke Anweisung wäre: Gib nach und setze dem Bösen nicht Böses entgegen. Das klingt für mich plausibler als: Verschenk auch deinen letzten Mantel, wenn dir einer den ersten klaut, falls du überhaupt zwei hast.
      Ich frage mich auch, was dahinter steckt. Wenn mir jemand was klaut, und ich gebe ihm noch was dazu, soll ihn das beschämen, bereichern, verwirren, bekehren? Ich könnte es ja auch einfach dabei belassen.

  2. interplanetar Says:

    Knallzeugen und Zeugen vom Hören und Sagen, die keine Urkunden, haben, sachdienliche Angaben zur Ergreifung ihrer Pseudographen, Ghostwriter liefern, halten Reden, betreiben Aufmerksamkeitswerbung für Geld. Mit dem gleichen Geld zahlen sie für den Krieg, segnen Waffen. Imaginärer Übernatürlicher ist vielleicht ein maligner Keim im Darm. 🙂

  3. minibares Says:

    Dieses Evangelium ist für mich immer wieder interessant, aber ungelöst, wie ich damit umgehen soll.

    • theomix Says:

      ungelöst, wie ich damit umgehen soll.

      Das ist es für mich auch. Diese Härte lässt einem geradezu den Atem stocken.

      • tmp Says:

        Nicht nur den Atem, manchmal auch die Worte…
        Ich glaube, da geht es auch um Selbstachtung und Akzeptanz. Im Loslassen kann oft sehr viel gewinnen liegen, nicht nur im materiellen Sinn….

  4. emhaeu Says:

    Habe ich jetzt eine Weile drüber nachgedacht. … Muss man das nicht zusammen sehen mit Joh 13-25, wo Jesus seine Interessen handfest verteidigt? Und er hat ja auch nicht gesagt: Liebe Deinen Nächsten und verleugne Dich selbst.

    • theomix Says:

      Muss man nicht, kann man aber. 🙂 Du meinst Johannes 2, 13-25? Ja, da hat er was Unpassendes gemacht, und bei Matthäus steht das auch noch (21, 12-17). Vertrackt.
      Meint er in Kapitel 5 eine spezielle Situation? Dass jemand anderes einem etwas abknöpfen will – dann könnte man sagen, nun gut, Jesus kriegt nichts abgenommen, er will ein Zeichen setzen. Das Leben hat er sich nehmen lassen, ziemlich widerstandslos.
      Eine vorläufige Antwort.
      Auch mit Nächsten- und Selbstliebe: Könnte sein, dass das Hinhalten der anderen Wange nur gutgeht, wenn die Selbstliebe sehr groß ist. Könnte sein.

  5. interplanetar Says:

    Da keine Tatsachenberichte vorliegen, möglicherweise Geschehnisse frei erfunden sind, kommt mit spekulieren, keine Wahrheit heraus. Zu den folgernden Auswüchen ist eher Prüfbares. Beispiel: Kath. heilig gesprochen Maria Goretti (derzeit ca 12) hat laut kath. Fanclub und Erziehungsverein, zwecks Bewahrung ihrer Unbeflecktheit sich umbringen lassen. „Lieber sterben wie sündigen“, wirbt der Club. Ist das mit Loslassen gemeint? Fazit? Wenn ein Priester vergewaltigt, Kind nicht tot ist, ist es Sünder? Rechtlich sähe es natürlich nicht so aus. Aber das weiß ein Kind in derartigen Clubs nicht.

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