Klassischer Gebrauch einiger Dezembervokabeln

Weihnachtszeit: Die Tage vom 25. Dezember bis zum 6. Januar (manchmal auch bis zum Samstag oder Sonntag danach).

Adventszeit: Die Zeit vom 1. Advent bis Weihnachten.
Kalendarisch auf Weihnachten bezogen ist das auch die Vorweihnachstzeit.

(Ich wiederhole mich, ich weiß.)

Weihnachten ist am 25. Dezember (und am 26.). Wirklich! Am Fünfundzwanzigsten!

Manchmal fällt der Vierte Advent auf den 24. Dezember. Und dieser Sonntag ist der letzte vor Weihnachten. Wirklich!

Der 24. Dezember ist: Heiligabend.

Weihnachtsmärkte sind spätestens am 25. geschlossen (oder weiß jemand Gegenbeispiele?) und haben durch uferlose Ausweitung an der Sprachverwirrung mitgebastelt.

Na dann „fröhliche Weihnachten!“ 😉

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30 Antworten to “Klassischer Gebrauch einiger Dezembervokabeln”

  1. IWe Says:

    Als bekennender Weihnachtsmarktjunkie gebe ich Folgendes zu Protokoll: In Berlin beginnen die meisten Weihnachtsmärkte am Montag nach Totensonntag, dieses Jahr also am 25. November. Die täglich stattfindenden Weihnachtsmärkte enden großenteils dieses Jahr am 29.12. Die „Winterwelt“ am Potsdamer Platz startete am 2. November und geht bis 4. Januar (da hätten sie Epiphanias auch noch mitnehmen können, aber das kennt der Berliner nicht – ist auch kein Feiertag hier).

    Dann gibt es noch die Weihnachtsmärkte, die an allen oder einigen Adventswochenenden oder einzelnen Adventssamstagen oder Adventssonntagen stattfinden. Als Weihnachtsmarktjunkie braucht man eine sehr ausgeklügelte Logistik – gerade wenn es sich an den Wochenenden drängt.

    Boykottiert habe ich dieses Jahr den Weihnachtsmarkt der finnischen Gemeinde, weil der VOR Totensonntag, nämlich am 24. November war.

    Absolutes MUST für Kunsthandwerkfans:

    – Domäne Dahlem (Adventswochenenden)
    – Sophienstraße (Adventswochenenden)
    – Opernpalais (durchgehend)
    – Weihnachtsmärkte der schwedischen, dänischen, norwegischen Gemeinde: 1. Adventswochenende – liegen relativ nah beieinander
    – Rixdorfer Weihnachtsmarkt (2.Adventswochenende)
    – Gendarmenmarkt (durchgehend)

    Weitere iNFOS (fast vollständig):
    http://www.weihnachtsmarkt-deutschland.de/berlin.html

  2. IWe Says:

    Abgesehen davon – ich will ja nicht Rosenenpicken, aber trotzdem: Weihnachten beginnt am Abend (Heiligabend) des 24. Dezember. In der Schöpfungsgeschichte heißt es: Und es ward Abend und es ward morgen. Deshalb beginnt nach jüdischem Versändnis der Tag am Vorabend nach Sonnenuntergang. Das hat sich christlicherseits noch am Weihnachtsfest gehalten.

  3. Susanne Haun Says:

    Ich bin immer erschrocken, wie wenige diese doch so wichtigen, alljährlich wiederholenden Tage korrekt benennen kann!

    • theomix Says:

      Ja, was ist nun korrekt? Es ist meine Prägung. Ich zucke immer noch zusammen, (klein fein bescheiden innendrin), wenn jemand den Advent meint und von der „Weihnachtszeit“ spricht.

      • Susanne Haun Says:

        Prägung ist richtig.
        Aber gehören diese Dinge selbst, wenn der Betreffende nicht gläubig ist, nicht zur Allgemeinbildung? Beruht nicht auf der christlichen Religion ein großer Teil unserer Moralvorstellungen?
        Sollte nicht jeder wenigstens eine Vorstellung davon haben?
        Ich sage nicht, dass er oder sie diese Moral akzeptieren muss, aber kennen ist doch die Notwendigkeit zur kritischen Auseinandersetzung!

        • theomix Says:

          1. Frage: Ja. 2. Frage: Eher ja. 3. Frage: Ganz gewiss.
          Kennen gehört dazu. Ohne Frage. Ich hab es auf die persönliche Ebene gezogen, weil ich Kulturpessimismus nicht schätze und kein Kulturpessimist werden will. 😉 Dinge ändern sich und ich muss damit klarkommen (oder ein undefiniertes „Wir“), dass sich dieses Wissen verflüchtigt.

        • Susanne Haun Says:

          Das gefällt mir, Jörg. Ich wühle auf Grund meines Studium zur Zeit so in der Ikonografie des Mittelalters und Renessaince, dass ich aufpassen muss, nicht betriebsblind zu werden!

        • theomix Says:

          Ikonographie passt doch zur bilderreichen Advents- und Weihnachtszeit. 😉

        • Susanne Haun Says:

          P.S. Ist es gut für ein Volk, wenn sich Wissen verflüchtigt?

        • theomix Says:

          Ich tue mein Bestes dagegen. 😉

  4. OneBBO Says:

    Ich vermisse die beiden Punkte:
    Das Christkind packt die Geschenke ein. Und
    Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke in einem großen Sack.
    Die beiden sollten nicht verwechselt werden!

  5. mialieh Says:

    Und Nikolaus und Lucia, was haben die jetzt mit Weihnachten zu tun? Hier ist ja Lucia enorm wichtig, weil sie Licht bringt. Da werden blonde Mädchen mit 6 Kerzen auf dem Kopf durch die Gegend gescheucht und singen Santa Lucia.
    Ist denn der Nikolaus nicht auch der Weihnachtsmann? Und Väterlichen Frost? Ich bin echt verwirrt jetzt.

    • theomix Says:

      Bin ich der Lexi und heiße mit Nachnamen Kon? Lucia ist sogar tief südwestlich angekommen. Vor 16 Jahren erzählte der Nachwuchs von ihr aus dem Kindergarten. Katholisch. „Maria Himmelpferd“. Da grüßt Wumbaba. :mrgreen:

  6. minibares Says:

    Genau! Heilig Abend ist NICHT Weihnachten.
    In meiner Kindheit gingen wir morgen um kurz vor 5 Uhr zur Kirche in die Uchte, so wurde diese weihnachtliche Frühmesse genannt.
    Ich war stolz wie Oskar, so früh aufstehen zu müssen und in der Kirche sein zu können.
    Irgendwie hat mein Vater sich nach der Uchte davongeschlichen und es immer geschafft, das Weihnachtszimmer aufzuschließen und die Kerzen am Baum anzuzünden.
    DAS war jedesmal eine Freude, mit leuchtenden Augen gingen wir in das kleine Zimmer, sangen zwei Weihnachtslieder und erst dann wurden die Geschenke ausgepackt. Das Papier wurde jeweils unter den Tisch gelegt.

  7. schnuppismama Says:

    Sehr schöne Zusammenfassung 🙂 …wir halten uns da auch FAST dran; Ausnahme: wir wünschen uns bereits, wenn wir am Heilig Abend aus der Kirche kommen, FROHE WEIHNACHTEN 😉

  8. Tausend Says:

    Gegenbeispiel: Hier beginnt der Weihnachtsmarkt 2-3 Wochen vor dem 1. Advent und wird bis lange in den Februar hineingezogen.

  9. Hase Says:

    Danke, dass du noch einmal erinnerst 🙂
    wenn ich die alten Kommentare lese, ist da immer wieder tmp, an den ich auch gerne erinnert werde, eigentlich vermisse ich ihn sehr 😦
    liebe Grüße

  10. tonari Says:

    Aber Heiligabend ist erst abends. Solange es noch hell ist, nennt man ihn Heiligtag 😆

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