Auch er, ja auch er…

Natürlich, die Nachrufe priesen ihn in den höchsten Tönen. Auch zu seinen Lebzeiten hätten ihm Lobhudeleien keinen Cent gebracht. Aber vielleicht der Seele in dem zum Schluss zerschundenen Körper gutgetan.

Das Leben kann so verlogen sein. Erst recht, wenn die Akteure mitlügen. Suchtstrukturen von vorn bis hinten. Aber wer durchschaut das schnell genug? Natürlich hat er sich selbst ruiniert. Deshalb ist er auch selbst gestorben. Gerade mal über Fünfzig.

Die Ruhmesreden helfen über das schlechte Gewissen hinwegzukommen. Dieses Leben war verpfuscht. Unrettbar. Und plötzlich Schluss. Das hatte ungeheurer Wucht. Ein Schlag in die Magengrube: Nie wieder kannst du ihn erreichen. Auf „Zurückspulen“ drücken wäre schön gewesen. Wer einmal so überraschend Abschied nehmen musste, kennt das Verlangen – und weiß, wie schwer Kopf und Herz begreifen…

 

Ein saures Aufstoßen zum Wochenbeginn. Sorry. Ab und zu einen Roten? Ich will das jetzt nicht diskutieren. Und Nachrufe? Bitte nicht warten! Schon jetzt an die bekannten Adressen. Sofort!

Bleibt sauber und kommt ohne Rausch durch die Woche!

Zum Gedenken an den ungenannten Erwähnten und die anderen Opfer des selbstgepanschten Unglücks. Und mal wieder: Nein, nicht aktuell und auch kein Jahrestag. Myriam Bryant hat das angestoßen…

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8 Antworten to “Auch er, ja auch er…”

  1. Hase Says:

    Gut, dass Du Musik vorstellst, die ernste Themen aufgreift !

    „Bleibt sauber und kommt ohne Rausch durch die Woche!“
    danke – ebenso !

    im Frühlingsrausch 🙂
    sonnige Grüße 😆

  2. OneBBO Says:

    „Warum putzt die Frau sich denn nicht die Nase, bevor die Kamera auf sie gerichtet wird“, ging mir so durch den Sinn. „Ach nee, das ist so ja Ekel-Piercing.“

    Sicher völlig uncool, was ich denke. 😈

    • theomix Says:

      Weiß nicht, ob uncool. Ich zum Beispiel hab diese komischen Fingerverzierungen (Ringe?? :O ) bestaunt. Kein Wunder , dass mit solchen Krallen das Klavier auseinandergehauen wird. :mrgreen:

      • OneBBO Says:

        Oh, da hatte ich anfangs auch einen Kommentar zu … aber ich dachte, das verkraften die aufgeschlossenen Leser nicht, wenn ich noch so einen uncoolen zweiten Satz hinzufüge 🙂

  3. paradalis Says:

    Manchmal denke ich, man muss sie lassen. Sie tun und lassen, was sie eben tun und lassen wollen. Dann denke ich, was ist mit denen, von denen sie geliebt werden. Was tun sie denen an? Aber, wenn es schon so weit ist, dass die, die tun und lassen, was sie wollen, was sie müssen – was will man dann noch tun?

    Man muss sie lassen.

    Auch wenn es das Herz bricht.

    • theomix Says:

      Das Lassen wäre noch gegangen. Was mich zornig machte, waren die Nachrufe: Verlogen, einfach verlogen. Weniger ist dann mehr.

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