Sehen, Hören

Losung für heute:

Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.
Sprüche 20, 12

Zuhören können und den richtigen Blick haben sind Gaben, Begabungen. Ein bisschen lässt es sich üben. Der Seelsorgekurs im Vikariat war da wegweisend: Nicht einfach drauflosreden, nachdem der erste Eindruck gesammelt ist. Warten, Zuhören, Fragen stellen.

Viel bringt die Lebenserfahrung, vor allem den richtigen Blick, das sehende Auge. Aber es richtig einsetzen, so, dass es etwas bewirkt – das ist eine Gabe, eine Begabung. Gott macht’s, meine ich.

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29 Antworten to “Sehen, Hören”

  1. allemeineleidenschaften Says:

    Mich hat er wohl reichlich beschenkt mit Emphatie und Einfühlungsvermögen. Das erfüllt mich mit Dankbarkeit und Stolz.

    • theomix Says:

      Schön.:)

    • tmp Says:

      Auf Empathie und Einfühlungsvermögen Kannst Du auch gewiss stolz sein und natürlich dankbar…
      Aber es handelt sich dabei ja eigentlich nur um zutiefst MENSCHLICHE Fähigkeiten, die wir mit auf unseren Weg bekommen haben…
      Ob wir sie nützen und richtig einsetzen, sind die Dreh- und Angelpunkte, die einem so ein gutes Gefühl machen können… 😉

      • allemeineleidenschaften Says:

        da hast du wohl Recht, Tmp. Ich kenne auch genug Menschen, denen alles am A. vorbei geht…., die sich nicht um andere scheren. Wahrscheinlich hat sie das Leben so hart gemacht.
        Ein lieber Gruß und auch ein schönes und gesundes neues Jahr wünsche ich allen!

        • tmp Says:

          Ich finde, es ist ein zu einfache Ausrede, dass einen das Leben so hart gemacht hat…
          Es ist doch vielmehr so, dass sich solche Menschen in ihren negativen Einstellungen und Erwartungen immer wieder bestätigt sehen und sehen wollen und deshalb die eigene Mitmenschlichkeit mit Füßen treten…
          Sie machen aber gar nicht den Versuch, daran etwas zu verändern und genau das muss man ihnen vorhalten… 😉

  2. tmp Says:

    Ganz ähnliche Beobachtungen habe ich in meinem Beruf auch gemacht…
    Oft sind es eben die gar nicht gesagten Worte, die einen auf die richtige Spur bringen… Ein kleines Zucken des Windwinkels oder der Augenbraue kann ausreichen, um Dich in Deinen Vermutugen zu bestätigen… Ein Seufzer kann oft mehr erklären, als ein halbstündiger Vortrag…
    Wichtig ist eben, dass man sich diesen Botschaften nicht verschießt, sondern dem Gegenüber zuwendet.

    Als schwer Hörgeschädigter beobachte ich im Alltag sehr oft, wie wenig die Menschen sich das klar machen und irgendwas reden, ohne ihr Gegenüber dabei anzuschauen.
    Ich hab dann immer keine Chance zu verstehen, was sie gesagt haben… noch schlimmer ist es, wenn sich der andere in der Annahme, man würde ihn ja akustisch wahrnehmen, dann auch noch von mir abwendet, mir sogar den Rücken zuwendet…
    Manchmal muss ich deswegen richtig energisch werden und die Menschen, mit denen ich zu tun habe, sehr direkt darauf hinweisen.
    Nach inzwischen sieben Jahren Schwerhörigkeit macht mir das aber nichts mehr aus. Manchmal erlebe ich sogar, dass die Menschen sehr froh sind, wenn man ihnen diese Defizite in der Kommunikation klar macht… 😉
    Wenn ich mir mein Gegenüber bewusster mache, indem ich mich vergewissere, ob er mich verstanden hat, ist das der beste Weg, auch von meinem Gegenüber bewusster verstanden zu werden. 😛

  3. OneBBO Says:

    Wie ist das denn mit der Bescheidenheit, wie gut bist du damit ausgestattet? 😉

  4. minibares Says:

    Tja, da hapert es bei mir manchmal. Oft lege ich sofort los. Das ist nicht immer gut, das weiß ich wohl.
    Dir ein gutes Wochenende ♥
    Bärbel

  5. isis Says:

    Ja.. das ist wichtig, sehr wichtig. Nach 3 jetzt erwachsenen Kindern und deren Sorgen etc. hat Mutter viel geholfen, geglättet, akzeptiert und verstanden.
    LG Isis

  6. Jary Says:

    Bei meinem Auslandssemester in England habe ich einen Peer Support-Kurs gemacht. Dort habe ich offenbar ganz Ähnliches gelernt wie du in deinem Seelsorgekurs. „Einfach nur“ zuzuhören fällt mir manchmal ganz schön schwer. Aber es lohnt sich.

    • theomix Says:

      Peer Support? Kannte ich gar nicht! Aber google hilft, und nach einer Runde Darüberfliegen sag ich mal:
      „Ja, ist ähnlich.“

      Und Zuhören fällt auch nach vieler Ausbildung schwer, wenn es nicht zur inneren Haltung wird.

    • tmp Says:

      „Zuhören können“ hat auch ein Stück weit mit Selbstbeherrschung zu tun, denn nicht immer ist es leicht auszuhalrten, was andere sagen… Manchmal wünscht man sich einfach nur weg aus der Situation, aber es geht nicht… Dann wird Zuhören fast zu einer „Dienstleistung“ für den anderen…
      Beklemmend, wenn beim Zuhören eigene Gefühle geweckt werden, die man nicht haben möchte, die man ablehnt, aber das kann man nicht so einfach einrichten… Dem anderen dann trotzdem mit gleicher Aufmerksamkeit folgen, ist eine besondere Qualität, die man üben kann…
      In der Gruppengesprächstherapie wird von den Therapeuten oft gefragt, wie sich die einzelnen Mitglieder denn gerade fühlen, wenn einer aus der Gruppe etwas vorgetragen hat… Da kann keiner einfach aufstehen und gehen, da muss man es aushalten, kann aber anschöießend darüber sprechen… Das geht im „richtigen“ Leben nocht immer… 😯

      • theomix Says:

        Du beschreibst sehr gut, was alles sein kann.
        Aushalten können ist wichtig, aber auch auf die eigenen Widerstände achten.

        • tmp Says:

          Die eigenen Widerstände sind sehr ernstzunehmende Warnsignale der Seele, die man nicht gering schätzen darf…
          Nur muss man ihnen auch nicht immer sofort Raum zur Entfaltung geben… Oft kann man das in einer weit weniger brisanten Situation in aller Ruhe ausleben, wenn es wirklich wichtig ist…
          Widerstände sind Botschaften des Ichs und darum sehr, sehr wichtig…
          Wer immer gegen seine Widerstände angeht, kommt am Ende unter die Räder…
          Wer ihnen aber ständig nachgibt, genauso… 😯

        • theomix Says:

          Das ist heute insgesamt der Trend, meine ich: wahrnehmen, aber nicht das, was du empfindest, sofort „ausleben“.

        • tmp Says:

          Das, was man empfindet, auszuleben, kann aber manchmal auch sehr gut tun, denn so ein richtig schöner Wutanfall kann manches klären…
          Allerdings sollte man sich auch beherrschen können und nicht gleich jede Emotion rauslassen, die in einem aufkommt. Das kann das <Gegenüber sehr verstören…

        • theomix Says:

          Das „jederzeitrauslassen“ (wie das „überallesreden“) gehört zu den psychologischen Märchen des ausgehenden 20. Jahrhunderts und wird heutzutage zurecht als „Küchenpsychologie“ bezeichnet.

  7. Falsches Wernerikgerhard Says:

    Aber Reden ist nicht erlaubt. Zuhören, zuhören…
    Und wer gibt einen aus?
    Dann sind plötzlich alle ganz still.
    Zuhören..
    Wo sind die drei? Ich klicke mich hier durch. Öde…

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