Zum geistlichen Espresso von heute – 18. 8.

Losung:
Fürchte dich nicht; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.
Jeremia 1,8

Lehrtext:
Ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
Römer 8,15

Zur Losung:
Jeremia, der Bedenkenträger:“ Ich bin nur ein Mensch! Ich bin zu jung!“ Er will nicht Prophet sein, er ahnt, es kommt Unangenehmes auf ihn zu. Diese Worte sollen (zunächst ihn) ermutigen. Gott vollführt ein Zeichen an ihm, er „reckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.“ Was dann kam, war unangenehm, und weiter hinten im Jeremiabuch ist zu lesen, wie es den Propheten fast zerbricht. Es ist nicht so leicht, einen Depressiven zu ermutigen. Auch für Gott nicht. Selbst wenn es ein Prophet ist.

Zum Lehrtext:
Ein „knechtischer Geist“? Wo Luther „Knecht“ schreibt, könnte auch „Sklave“ stehen. Das ist drastischer, ein Sklave verfügt nicht über sich selbst, er gehört ganz seinem Besitzer. ein Knecht hat noch ein kleines bisschen, was ihm gehört.

Dem Sklaven gegenüber steht hier nicht der Freie, sondern – das Kind. Im Sinne von „künftiger Erbe“. Ich übertrage ich diesen Vers so: „Ihr habt nicht den Geist von Sklaven empfangen und müsst euch deshalb nicht vor Gott fürchten; ihr habt den Geist von künftigen Erben (ihr habt Großes zu erwarten) und habt Nähe zu Gott“

Abba, lieber Vater – ein besonderes Vertrauensverhältnis. Abba – bevor es die Songgruppe aus Schweden gab, war es ein aramäisches Wort für „Papa“. So nahe ist Gott, ein lieber Papa. Da ist dann „kindlich“ gut übersetzt. Denn auch mündig geworden bleibt der Mensch ein Kind. Und wohl dem, der dann ein gutes Verhältnis zu Papa (und Mama) hat. Der kann verstehen, wie nahe Gott rückt.

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18 Antworten to “Zum geistlichen Espresso von heute – 18. 8.”

  1. minibares Says:

    Das Wort zum Sontnag!
    Lebendiger dargebracht als im Fernsehen.
    Es ist wahr, wer Vater und Mutter vertraut, hat es im Leben leichter, kann Liebe leichter weitergeben und auch selbst empfinden.
    Dass unser Leben nicht nur gute Phasen hat, das ist halt Leben, denke ich. Das sind oft Zeiten, aus denen man sogar gestärkt hervorgeht…

    Immerhin haben ABBA das erste B umgedreht… 😉

  2. Hase Says:

    DANKE für den Espresso an diesem besonderen Tag 18.8.
    Er hat sehr gut geschmeckt…….
    feuchtfröhliche Grüße
    aus Guntersblum
    Erika 😉

    (P.S. ein kleiner Wochenendtipp für Kurzentschlossene , die bei diesem herrlichen Wetter noch nichts vorhaben: http://www.kellerwegfest.net/ )
    @theomix: darfst das gerne streichen !!!!

  3. tmp Says:

    Der liebe Gott und ABBA, das ist ´ne kombination… ,-)

  4. Interplanetar Says:

    Sonne, sonstig Gestirne, keine Person,sollte Mensch Papa genetisch überprüfen lassen. 🙂 Testergebnisse sind zu 98 % richtig. Kopieren ist ein Handwerk. Loyalität zu parteiischem glaubenswissenschaftlichem Kultusrat, in Folge Arbeitsvertrag, ist keine Freiheit. Werbung keine Dienstleistung, sind Werbungskosten zu Staubhelden, egal ob existent gewesen oder nicht, dennoch zwecks Berufserhalt absetzbar.
    Rechtwirksamkeit, Verbraucher-, Versicherungs-, Rechtschutz zu Babeltext Äppel-klau-sur. ergibt sich nicht. Banane macht schön! Karel Gott ist beweisbar als Person. Aktuelle Dokumentation, gesiegelt beglaubigt, BGB, MRK, letzter Gerichtsbeschluss ist anderes.

  5. Bernhard Says:

    Vertrauen in eine übergeordnete Macht, seien es irdischer Vater und Mutter oder der geistige Vater ist sicher nicht verkehrt, aber ohne Handeln und eigene Initiative hat man hier auch schnell jemanden gefunden, auf den man es schieben kann. Daher sollte man differenzieren: Den eigenen Weg gehen und darauf vertrauen, dass man immer wieder aufgefangen wird.

    • theomix Says:

      Herzlich willkommen, Bernhard! Das Resümee im letzten Satz finde ich gut. Das ist analog zum Verhältnis von Losung zu Lehrtext: Gott verspricht dem Menschen nahe zu sein, und diese Nähe erlaubt es dem Menschen, mündig durch die Welt zu laufen.

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